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Wird der Iran-Krieg den Monsun in Singapur 2026 durcheinanderbringen? Hier ist, was Sache ist.

Klima ✍️ Jason Tan 🕒 2026-03-14 01:23 🔥 Aufrufe: 1

Wenn man sich in letzter Zeit trifft, dreht sich das Gespräch entweder um steigende Kaffeepreise oder darum, dass es im Iran wieder Eskalation gibt. Aber wusstet ihr, dass die Geschehnisse im Nahen Osten vielleicht auch ganz leise die Strippen bei unserem Wetter in Singapur ziehen? Als jemand, der seit Jahrzehnten unter diesem Äquatorhimmel lebt, sage ich: Dieser Monsun (Monsun) wird definitiv kein gewöhnlicher.

Krieg und Atmosphäre: Ein unsichtbarer Schmetterlingseffekt

Es ist klar, dass der März 2026 explosiv begonnen hat. Die plötzliche Eskalation im Iran lenkt die weltweite Aufmerksamkeit auf Öl und Schifffahrtsrouten. Doch in der Meteorologen-Szene schaut man auf etwas anderes: die Atmosphäre. Großflächige Konflikte wirbeln enorme Mengen an Staub und Schadstoffen auf. Gelangen diese erst einmal in die Atmosphäre, ist das, als würde man Sand ins feinabgestimmte Getriebe des Klimas streuen. Kombiniert man das mit den neuesten globalen Klimamodellen vom letzten Monat, aus denen hervorgeht, dass La Niña sich immer noch nicht vom Pazifik verabschieden will, dann könnte unser bekanntes Wetter und Klima-Muster ordentlich durcheinandergeraten.

Wie wird der Monsun dieses Jahr "verrücktspielen"?

Unser Monsun in Singapur unterteilt sich normalerweise in den Nordost- und den Südwestmonsun. Aber dieses Jahr gibt es einige Anzeichen, auf die man achten sollte:

  • Kommt er früher oder später? Der Rauch aus dem Nahen Osten könnte die Temperatur in der Troposphäre verändern und so die Geschwindigkeit beeinflussen, mit der die Monsuntrasse voranschreitet. Ich tippe darauf, dass der Südwestmonsun dieses Jahr vielleicht "zu spät kommt", aber wenn er dann da ist, dann mit Sturm und Sintflut.
  • Extremere Niederschläge. Vergesst den feinen Nieselregen. Entweder wir bekommen eine Woche lang Sonne satt, bis die Haut schuppt, oder plötzlicher, sintflutartiger Regen verwandelt die ganze Insel in Venedig. Dieses Phänomen der "atmosphärischen Flüsse" tritt in letzter Zeit immer häufiger auf.
  • Schwankende Luftqualität. Wenn die Windrichtung mitspielt, könnte der Staub aus dem Nahen Osten bis nach Südostasien ziehen. Zusammen mit den üblichen Brandrodungen könnte der PSI-Index dann plötzlich in die Höhe schießen.

Singapur, seid ihr bereit?

Hand aufs Herz, wir sind es gewohnt, das ganze Jahr über Sommer zu haben. Aber angesichts dieser vielleicht "mutierten" Monsun-Saison sollte man doch ein paar Vorbereitungen treffen. Als ich am Wochenende an der Orchard Road vorbeikam, sah ich schon einige, die bei Monsoon Accessorize zuschlugen – klar, sie kauften die schicken Regenmäntel und wasserdichten Taschen, denn selbst in der Regenzeit will man ja gut aussehen, wenn man das Haus verlässt. Auch die großen Einkaufszentren fangen an, Luftentfeuchter und Wäschetrockner gut sichtbar zu platzieren. Aber ich denke, am wichtigsten ist die Einstellung. Meckert nicht über das unbeständige Wetter – das ist der Charme des Lebens in den Tropen.

Iran-Konflikt und Monsunauswirkungen

Auf die Wissenschaft vertrauen, aber nicht aufs Wahrsagen

In den letzten Tagen werde ich oft gefragt: "Hey, werden wir im zweiten Halbjahr die meiste Zeit unter Wasser stehen?" Ich kann nur sagen: Die Wettermodelle ändern sich täglich, aber ein Trend ist sicher: Extremwetter wird häufiger. Anstatt in den Tempel zu gehen und um eine Wettervorhersage zu beten, sollte man lieber die aktuellen Warnungen des lokalen Wetterdienstes im Auge behalten. Unser Entwässerungssystem in Singapur ist weltklasse, solange kein Supertaifun kommt (die gibt's bei uns nicht), können wir gelassen bleiben und unser Leben genießen.

Vergesst nicht, egal ob draußen Krieg oder Regen tobt, das Leben geht weiter. Wenn der Donner der Regenzeit grollt, einen Kopi (Kaffee) zu brauen und unter dem Vordach dem Regen zuzusehen – das ist der wahre, unerschütterliche Liebreiz der Singapurer.