Luka Doncic dominiert mit 41 Punkten, fast suspendiert – Chaotischer 116-99-Sieg
Wer das Spiel Lakers gegen Nets heute früh verfolgt hat, weiß: Es gab ein volles Programm an Dramatik, nicht nur ein normales Basketballspiel. Einen Moment lang sah es so aus, als würde die größte Story Luka Doncic sein, der wegen seiner Oberschenkelprobleme zusieht – aber nein, die Basketballgötter hatten andere Pläne. Er zog sein Trikot an, legte 41 Punkte auf und brachte sich dann beinahe selbst um eine Sperre in einem wilden 116-99-Sieg für Purple and Gold in der Crypto.com Arena.
Kein Stolperfalle: Lukas Statement-Nacht
Nach der langen Auswärtstour von sechs Spielen mit einer Bilanz von 5:1 gab es durchaus die Sorge vor einem Leistungseinbruch gegen ein junges Brooklyn-Team, das nur noch um die Ehre spielt. Und ehrlich gesagt, drei Viertel lang machten es die Nets spannend. Sie holten einen zweistelligen Rückstand auf, kämpften verbissen und gingen sogar im vierten Viertel in Führung. Aber dann entschied Austin Reaves, allen zu zeigen, dass er nicht nur der Sidekick ist.
Reaves war die meiste Zeit eher unauffällig, nach drei Vierteln standen nur 11 Punkte auf seinem Konto. Dann kam das letzte Viertel. Er erzielte 15 seiner 26 Punkte in diesem Schlussabschnitt, traf zwei Dreier in Folge, die der gegnerischen Mannschaft den letzten Nerv raubten. Aber der Mann des Abends war natürlich Luka. Er hatte 14 Punkte im ersten Viertel und 24 zur Halbzeit. Die Oberschenkelblessur, die ihn vor dem Spiel als fraglich eingestuft hatte? Keine Spur davon, als er von der Mittellinie aus abzog.
Das technische Foul: Das 16. und die Angst vor der Sperre
Kommen wir zu dem Moment, über den alle noch reden. In der Mitte des dritten Viertels geriet Luka Doncic mit Ziaire Williams aneinander. Es gab ein Offensivfoul gegen Luka, und Williams – übrigens ein ehemaliger Highschool-Teamkollege von Bronny von der Sierra Canyon – schrie Luka ins Gesicht. Man sah, wie Luka mit einem Schubser reagierte, und Williams schlug mit dem Handrücken zurück und traf Luka im Gesicht.
Beide bekamen ein technisches Foul. Aber hier kommt der Haken: Es war Lukas 16. technisches Foul der Saison. Für alle, die mitzählen: Das bedeutet automatisch eine ein Spiel Sperre. Wenn die Liga es nicht zurücknimmt – und sie haben ihm letzte Woche erst eines gegen Orlando erlassen –, muss er am Montag gegen die Wizards zuschauen.
Ich habe die Wiederholung ein paar Mal gesehen. Lukas Schubser war harmlos; Williams‘ Reaktion war die eigentliche Eskalation. Aber der Liga ist der Kontext egal, wenn man diese kritische Zahl erreicht. Es werden 24 nervenaufreibende Stunden für Lakers-Fans, in denen sie darauf warten, ob das Liga-Büro großzügig ist.
- Luka Doncic: 41 Punkte (15/25 FG), 8 Rebounds, 3 Assists. Sein 15. 40-Punkte-Spiel der Saison.
- Austin Reaves: 26 Punkte, 8 Rebounds. Im vierten Viertel wurde der Clutch-Gene aktiviert.
- LeBron James: 14 Punkte, 8 Assists. Ruhiger Abend was die Punkte angeht, aber mit Bronny schrieb er Geschichte.
- Jaxson Hayes: 10 Punkte, 8 Rebounds, 5 Blocks. Absoluter Energiespender von der Bank.
Geschichte geschrieben: Die Vater-Sohn-Vorlage
Inmitten des ganzen Chaos der technischen Fouls und der Nets, die den Party-Crasher spielen wollten, gab es ein echtes Stück NBA-Geschichte. LeBron James zog in die Zone, zog die Verteidigung auf sich und passte zu seinem Sohn, Bronny James, der in der Ecke stand. Bronny zögerte nicht – Catch-and-Shoot-Dreier, nichts als Netz. Das war die erste Vater-Sohn-Vorlage in der Geschichte der Liga. LeBron, der Bronny für den Dreier auflegt. Besser kann man kein Drehbuch schreiben.
Bronny hat in letzter Zeit mit dem Ausfall von Marcus Smart echte Rotationsminuten bekommen und wirkte auf dem Feld sicher. Es ist eine kleine Stichprobe, aber zu sehen, wie die beiden gemeinsam auf dem Platz stehen und bei so einem Spielzug zusammenspielen? Das sind die Momente, die einen die Reise dieser Saison schätzen lassen, auch wenn das Ergebnis mal knapp ist.
Lakers vs. Nets: Das große Ganze
Mit diesem Sieg verbessern sich die Lakers auf 48:26 und festigen ihren dritten Platz im Westen. Sie liegen 1,5 Spiele vor den Nuggets, und angesichts des weiteren Spielplans haben sie eine gute Ausgangsposition, um bei günstigem Verlauf noch auf den zweiten Platz vorzustoßen.
Was die Brooklyn Nets betrifft, Mann, das ist eine harte Phase. Das ist ihre zehnte Niederlage in Folge. Sie haben einige gute junge Spieler – Josh Minott sah gut aus mit 18 Punkten, und Nic Claxton kämpfte innen für 16 Punkte –, aber ihnen fehlt schlicht die Durchschlagskraft, um 48 Minuten lang mit den Großen mitzuhalten. Sie waren bissig, sie ließen Luka hart arbeiten, aber am Ende war die Tiefe im Kader der Lakers einfach zu viel.
Jetzt heißt es warten. Wenn Doncic gesperrt wird, wird der Lakers gegen Nets-Kater zu einer echten Prüfung gegen Washington. Aber wenn er spielt? Dann aufgepasst. Dieses Team kommt genau zur richtigen Zeit in Fahrt.
Kurze Erkenntnisse aus dem Box Score
Für alle, die den späten Tip-off verpasst haben: Hier ist, was neben den Schlagzeilen auffiel:
- Freiwurf-Unterschied: Die Lakers nahmen 42 Freiwürfe, Brooklyn nur 15. Diese riesige Diskrepanz verhinderte, dass die Nets jemals wirklich die Kontrolle übernehmen konnten, selbst wenn sie ihre Würfe trafen.
- Rui Hachimura zurück: Nachdem er zwei Spiele wegen einer Wadenverletzung verpasst hatte, war Rui wieder im Rotationssystem und wirkte agil. Er erzielte 8 Punkte in 26 Minuten.
- Defensive Meisterleistung: Die Nets trafen nur 25,6 % ihrer Dreier. Als die Lakers in der zweiten Halbzeit den Druck erhöhten, hatten die Nets keine Antwort.
Ja, die Begegnung Lakers gegen Nets hatte also alles zu bieten – Scoring auf MVP-Niveau, eine hitzige Auseinandersetzung und eine herzerwärmende Geschichtsstunde. Wenn das die Intensität Ende März ist, dann bin ich gespannt, was der April bringt.