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Harry Hole ist zurück: Darum ist „Der Teufelsstern“ die meistersehnte Serie des Jahres

Kultur ✍️ Erik Svensson 🕒 2026-04-02 22:07 🔥 Aufrufe: 2

Die Stille war ohrenbetäubend. Für uns, die wir Jo Nesbøs Bluthund seit der ersten Seite verfolgt, die Verfilmungen kommen und gehen gesehen haben, war die Sehnsucht nach Harry Hole ein ständiges Ziehen im Magen. Aber jetzt ist Schluss mit Warten. Der ausgelaugte, brillante und immer so unberechenbare Detective ist zurück auf dem Bildschirm – und er bringt eine Geschichte mit, die alle Krimis des letzten Jahres verblassen lässt.

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Ein Mann am Abgrund

Niemand hat wirklich erwartet, dass Harry Hole mit geputzten Schuhen und einem frisch gebügelten Hemd auftauchen würde. Diesmal geht das Gerücht, dass er zerrissener ist denn je – ein Schatten seiner selbst, gezeichnet von Misserfolgen und alten Sünden. Und genau in dem Moment, in dem ihn alle abgeschrieben haben, flüstern sich die Leute auf den Fluren zu, dass er der Einzige ist, der den unmöglichen Fall um den „Teufelsstern“ lösen kann. Das ist der magische Kontrast, den ich am meisten vermisst habe: Ein Held, der völlig kaputt ist – und doch unverzichtbar.

Ellen Helinder übernimmt – und es wird chaotisch

In der TV-Branche wird seit Monaten getuschelt, und jetzt ist es bestätigt: Ellen Helinder spielt die Rolle der Beate Lønn. Für uns, die wir die Bücher gelesen haben, ist Lønn keine Nebenfigur. Sie ist ein Dorn im Auge, ein moralischer Kompass, der gleichzeitig in alle Richtungen zeigt. Helinder, die sowohl zart als auch beängstigend intensiv sein kann, wird die Wände einreißen. Ich sah sie vor ein paar Jahren an der Dramaten – ihre Präsenz auf der Bühne ist pure Urgewalt. Zu erleben, wie sie auf Harry Hole trifft, wird sein, als würde man zwei Stürme im selben Raum loslassen.

Dämonen im Licht – Joel Kinnamans Realität

Es ist kein Geheimnis, dass Schauspieler auf diesem Niveau einen Preis zahlen. Joel Kinnaman, den viele von uns aus seinen früheren knallharten Rollen kennen, hat selbst offen über seinen Kampf gesprochen. Er erzählte, dass psychedelische Drogen ihm geholfen haben, mit seinen eigenen inneren Dämonen umzugehen und unter Höchstdruck zu funktionieren. Wenn ich das höre, fallen mir sofort die Parallelen zu Harry Hole auf. Figur und Schauspieler spiegeln einander – beide kämpfen gegen dieselbe Dunkelheit, nur auf verschiedenen Seiten der Kamera. Diese Ehrlichkeit überträgt sich auf die Leinwand, das kann ich euch versprechen.

Was „Der Teufelsstern“ zum Must-See macht

Viele haben versucht, Nesbøs rohe, norwegische Melancholie einzufangen, aber die meisten sind gescheitert. Diese Produktion – von der man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt, sie habe sich von der neuen Welle düsterer Actionthriller inspirieren lassen – zielt nicht nur darauf ab, eine Geschichte zu erzählen, sondern eine ganze Welt zu erschaffen. Hier sind die vier Zutaten, die mich glauben lassen, dass dies die beste Version von Harry Hole wird, die es je gab:

  • Die Schlägereien fühlen sich echt an: Kein Ballet. Nur blaue Flecken und Atemnot.
  • Die Beziehung zu Beate Lønn: Keine Nebenhandlung, sondern das eigentliche Herz des Dramas.
  • Keine Zensur: Sie haben sich getraut, das Deprimierende, Komplizierte und einfach Unangenehme beizubehalten.
  • Das Tempo aus der Hölle: Keine Füller. Jede Szene ist ein Schlag ins Gesicht.

So sieht es aus: Wenn du jemals Krimis mochtest oder einfach nur sehen willst, wie ein Mann mit seinen eigenen Geistern ringt, während er einen Serienkiller jagt – dann gibt es nur eine Adresse. Harry Hole ist zurück – wütender, hässlicher und faszinierender denn je. Mach dich bereit für „Der Teufelsstern“. Es wird wehtun – auf die allerbeste Art.