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Goldman Sachs, Jean-Jacques und der Ölpreisschock: Die Geschichte dreier Goldmans, die Frankreich bewegen

Wirtschaft ✍️ Luc Renaud 🕒 2026-03-28 20:19 🔥 Aufrufe: 2
Vue aérienne des raffineries et du port pétrolier

Es gibt Wochen, in denen ein einziger Nachname den Takt der Nachrichten zu bestimmen scheint. In dieser Woche ist es "Goldman", der sich in die Gespräche einmischt – zwischen der Angst vor einem Ölpreisschock und den Erschütterungen auf dem Arbeitsmarkt. Nicht einer, sondern gleich drei. Drei Perspektiven auf die Welt um uns herum: zwischen der kalten Rationalität der Finanzwelt, explodierenden Benzinpreisen und einer gewissen musikalischen Melancholie.

Der Ölpreisschock und die Generation, die die Zeche zahlt

Beginnen wir mit demjenigen, der seit einigen Tagen die Märkte erzittern lässt. Ein interner Bericht, dessen Kernaussagen die Pariser Börsensäle durchlaufen haben, wirkte wie eine kalte Dusche. Das Basisszenario ist nichts für schwache Nerven. Angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen – insbesondere im Zusammenhang mit der Straße von Hormus – und der unberechenbaren Reaktion der US-Regierung prognostiziert die Analyse, dass wir uns auf einen Angebotsschock zubewegen.

Für uns Normalsterbliche bedeutet das konkret: Der Preis für ein Barrel Rohöl könnte Werte erreichen, die seit Jahren nicht mehr gesehen wurden. Doch es ist nicht nur eine Zahl auf einem Diagramm. Es ist eine Schockwelle, die zuerst den Geldbeutel trifft und dann die Arbeitsplätze. Die großen US-Banken warnen vor einem Dominoeffekt: Der Energiepreisschock wird automatisch die Margen der Unternehmen belasten, insbesondere in der Logistik und der Industrie. Und wo die Margen schrumpfen, werden irgendwann auch die Einstellungspläne auf Eis gelegt.

  • Automobilindustrie: Bereits angeschlagen, droht sie nun das Tempo zu drosseln.
  • Güterverkehr: Die Margen sind bereits am Boden, Neueinstellungen werden unweigerlich verschoben.
  • Baugewerbe: Der Anstieg der Rohstoffpreise macht manche Projekte unrentabel.

Das ist der berühmte Dominoeffekt, von dem die Wirtschaftswissenschaftler sprechen. Und wenn dieser Schock anhält, steigen nicht nur die Preise an der Zapfsäule, sondern der gesamte Zeitarbeitsmarkt könnte bis zum Ende des Frühjahrs ins Stocken geraten. Die Analyse hat zumindest den Verdienst, klar zu sein: Wir blicken zwar in den Rückspiegel, doch die Straße vor uns ist voller Schlaglöcher.

Die Brüder Goldman, eine Familiengeschichte

Doch im Tumult der Zahlen und Prognosen erinnert uns ein anderer Goldman daran, dass das Leben nicht nur aus Dividenden besteht. Jean-Jacques, natürlich. Es ist schwer, nicht an ihn zu denken, während die allgemeine Stimmung bedrückend wird. In letzter Zeit ist viel die Rede von seinem Sohn, Michael. Michael Goldman mag nicht die Karriere seines Vaters haben, aber er trägt einen Namen, der wie eine Melodie in der französischen Kulturlandschaft nachhallt.

Während sich die Wirtschaftspresse um die Konjunkturberichte reißt, scheint der Rest des Landes nach einer Melodie zu suchen, um auf andere Gedanken zu kommen. Und seltsamerweise taucht der Familienname wieder auf. Ronald Goldman, der ältere Bruder von Jean-Jacques, wird oft im Hintergrund erwähnt und erinnert an diese Familie, die aus der Ferne kam und das französische Liedgut so sehr geprägt hat. Es ist eine Art Stabilität, ein Anker in einer medialen und wirtschaftlichen Landschaft, die aus den Fugen zu geraten droht.

Was auffällt, ist diese Dualität. Auf der einen Seite der amerikanische Goldman, eine Maschine zur Vorhersage von Rezessionen und zur Berechnung der Auswirkungen von Raketen auf den Superbenzinpreis. Auf der anderen Seite die französischen Goldmans, die uns von Erbe, Weitergabe und Widerstandsfähigkeit erzählen. Vielleicht ist das das eigentliche Paradoxon dieser Woche: Wir studieren die Zahlen, um zu wissen, ob wir unseren Job behalten, aber wir lauschen der Musik, um uns daran zu erinnern, warum wir morgens aufstehen.

Wenn der Arbeitsmarkt auf die Popkultur trifft

Das Timing ist interessant. Gestern habe ich mit einem Personalvermittler aus der Ingenieurbranche gesprochen. Er sagte mir, dass seine Kunden seit der Ankündigung der Prognosen über das Anhalten des Energieschocks zögerlich geworden seien. "Sie wollen nicht mehr einstellen, sie wollen erst abwarten, wie hoch die nächste Stromrechnung ausfällt", vertraute er mir an. Diese Zurückhaltung, gepaart mit den Spannungen bei den Löhnen, ergibt ein explosives Gemisch.

Hier liegt der Hund begraben. Man hört oft, dass die Jungen (die berühmte Generation Z) den Bezug zum Arbeitsmarkt verloren hätten. Aber wenn man sich das Bild ansieht, das sich abzeichnet – ein Arbeitsmarkt, der sich so schnell umdrehen könnte wie ein Pfannkuchen, sollte der Ölpreis hoch bleiben –, muss man feststellen, dass ihre Sorge vor der Instabilität völlig rational ist. Sie erben eine Welt, in der Krisen ohne Verschnaufpause aufeinanderfolgen.

Was bleibt also von dieser Goldman-Woche? Auf der einen Seite die harte Realität: Die Analysehäuser bereiten uns auf wirtschaftlich schwierige Zeiten vor. Auf der anderen Seite die anhaltende Sanftmut: Die Familie Jean-Jacques Goldman erinnert uns daran, dass Kultur, Musik und Weitergabe Pfeiler sind, die nicht wanken, selbst wenn die Märkte verrücktspielen. In diesen unsicheren Zeiten ist das vielleicht die einzige Analyse, die Bestand hat.