Jelena Rybakina: Wie sie Sabalenka und Swiatek besiegte und zur wollen Championen reifte

Wenn man nach der bisher größten Geschichte der WTA-Tour in dieser Saison fragt, führt kein Weg an Jelena Rybakina vorbei. Der Grund, warum alle über sie sprechen, ist einfach: ihre beeindruckenden Siege gegen die Topspielerinnen. Bei diesem Turnier hat sie ihrer Karriere einen weiteren Meilenstein hinzugefügt und sich bereit erklärt, den nächsten Schritt von der „Favoritin“ zur „absoluten Dominatorin“ zu machen.
Gruppenspiel gegen Sabalenka: Die Rückkehr der Aufschlagmaschine
Das mit Spannung erwartete Duell in der Gruppenphase gegen Aryna Sabalenka war zweifellos das Highlight der Turnierwoche. Gegen die Nummer 1 der Welt zeigte sich Rybakina unbeeindruckt. Mit ihrer explosiven ersten Service, ihrer Paradedisziplin, neutralisierte sie Sabalenkas harte Grundlinienschläge. An diesem Tag jagte Rybakina Aufschläge mit über 190 km/h über das Netz und servierte nicht weniger als 10 Asse. Sabalenka hatte an der Grundlinie das Nachsehen und fand kein Mittel dagegen. Das Ergebnis war ein klarer 2:0-Sieg für Rybakina. Einhelliges Echo: "Rybakina hat ihre Klasse als Wimbledonsiegerin eindrucksvoll unter Beweis gestellt."
Tag 7, Achtelfinale gegen Mertens: Meisterin der Krisenbewältigung
Am siebten Turniertag traf Rybakina in der dritten Runde auf die belgische Überraschungsspielerin Elise Mertens. Mertens forderte sie mit ihrer zähen Defensive und unangenehmen Winkeln heraus. Nach einem verlorenen ersten Satz zeigte sich Rybakinas wahre Stärke: Sie blieb auf dem Court ruhig und las geduldig das Spiel der Gegnerin. Ab dem zweiten Durchgang steigerte sie ihre Konzentration im Returnspiel und breakte Mertens' Aufschlagspiele in Folge. Letztlich sicherte sie sich durch diesen Comeback-Sieg das Ticket für das Achtelfinale und bewies eindrucksvoll ihre Nervenstärke.
Swiatek vs. Rybakina: Der Beginn einer neuen Rivalität
Das von den Fans ersehnte Duell mit Iga Swiatek kam im Halbfinale zustande. Ihre Begegnungen sind stets ein faszinierender Stil-Vergleich. Wenn Swiateks starker Topspin auf Rybakinas direkte Winner trifft, wird der Court zur Leinwand für Tennis-Kunst. Rybakina präsentierte sich an diesem Tag mit einer nochmals verbesserten Feldabdeckung und einem stabilen Vorhandspiel. Wie sie Swiateks tiefe Bälle antizipierte und frühzeitig Position bezog, zeigte, dass sie über reines Power-Tennis hinaus zu einer intelligenten Spielerin gereift ist. Mit einem hart erkämpften 2:1-Sieg zog Rybakina verdient ins Finale ein.
Was ist anders bei Rybakina?
Was Rybakina bei diesem Turnier bewiesen hat, geht über bloße Siege hinaus. Es sind handfeste Qualitäten:
- Weg vom reinen Aufschlagspiel: Früher hing ihr Sieg vom Aufschlag ab. Heute findet sie auch Wege zu gewinnen, wenn dieser nicht perfekt funktioniert, indem sie das Spiel variabler gestaltet.
- Unerschütterliche mentale Stärke: Das Comeback gegen Mertens war nur möglich durch eine mentale Stärke, die auch in Krisen nicht wankt.
- Positive Bilanz gegen die Top 10: Durch die Siege gegen die Dominantinnen Sabalenka und Swiatek hat sie das Image der "Schwäche" endgültig abgelegt.
Angesichts ihrer aktuellen Form scheint es nur eine Frage der Zeit, bis Rybakina in dieser Saison einen weiteren Major-Titel holt. Jeder einzelne Schlag, der von ihrem Schläger kommt, ist der Grund, warum die Tenniswelt gespannt nach Kasachstan blickt.