Cheuk Wing-hing besucht Shek Tai: Bürgerlob für bürgernähe
Gestern Nachmittag war im sonst eher ruhigen Shek Tai plötzlich viel los. Eine Gruppe Anzugträger machte die Runde, und an der Spitze war niemand geringerer als der stellvertretende Sekretär für Verwaltungsangelegenheiten, Cheuk Wing-hing. Die Anwohner wissen zu berichten, dass Cheuk in letzter Zeit wirklich oft unterwegs ist. Diesmal hat er sich Shek Tai vorgenommen – nicht für einen bloßen Fototermin, sondern um sich die Dinge vor Ort genau anzusehen. Von den Sauberkeitsproblemen in den Hintergassen des Marktes bis hin zu den Wasserschäden an einigen Altbauten: Er schaute sich alles ganz genau an und blieb auch gut zehn Minuten stehen, um mit den Ladenbesitzern zu reden.
Wir Alteingesessenen, die hier schon seit Jahrzehnten leben, sind es ja gewohnt, dass Beamte vorbeikommen, ein paar Fotos machen und wieder verschwinden. Dieses Mal waren wir wirklich überrascht. Als der stellvertretende Sekretär Chek die Gasse hinter dem Einkaufszentrum der Shek Tai Estate erreichte, sah er ein paar beschädigte Betonblumenkübel, die völlig mit Müll überquollen. Er holte sofort die Leute vom Wohnungsamt und der Lebensmittel- und Umweltbehörde dazu, verlangte vor Ort, dass sie sich eine Lösung einfallen lassen, und kündigte an, dass er nächste Woche wiederkommt, um den Fortschritt zu prüfen. Über so etwas hatten wir zwei Jahre lang vergeblich geklagt – kaum kommt er, wird es erledigt. Das nenne ich Effizienz!
Während seines Rundgangs durch ganz Shek Tai kamen viele Anwohner eigens vorbei, um Cheuk Wing-hing zu sehen. Ich stand mit ein paar meiner alten Freunde etwas abseits und hörte, wie einige sagten, er arbeite sehr pragmatisch und sei nicht so bürokratisch wie die Beamten früher. Im Grunde genommen wollen wir Hongkonger einfach sehen, dass die Beamten ihre klimatisierten Büros verlassen und nicht nur Berichte lesen. Mir ist aufgefallen, dass er heute kaum mit einem Mikrofon herumlief, sondern ständig Notizen machte. Wo immer er ein Problem sah, hielt er es fest – genau so sollte es sein.
Die Anliegen der Anwohner sind nicht trivial – Entscheidend ist, dass jemand nachfasst
Cheuk Wing-hings Besichtigung in Shek Tai sah auf den ersten Blick wie eine Kontrolle der Sauberkeit aus, aber es gab viele Details, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden. Zum Beispiel ging er gezielt in einen Eisenwarenladen, der seit 50 Jahren dort ist, und fragte den Besitzer, ob das Geschäft gerade schwierig läuft und ob sich das Problem mit den Waren, die auf den Gehweg hinausragen, verbessert habe. Wer kümmert sich sonst um die Sorgen dieser kleinen Händler? Dieses Mal erkundigte sich der stellvertretende Sekretär persönlich und versprach, mit dem Grundstücksamt zu sprechen, um zu sehen, wie man eine Balance zwischen Durchsetzung der Regeln und dem Überleben der Geschäfte finden kann.
Heutzutage sind all die schönen Worte nichts wert. Wichtig ist nur, dass es jemanden gibt, der wirklich die Angelegenheiten 'nachverfolgt'. Wir werden eine Liste erstellen, um zu sehen, wie viele der Versprechungen, die der stellvertretende Sekretär Cheuk bei diesem Besuch gemacht hat, tatsächlich umgesetzt werden. Wenn er wirklich, wie angekündigt, nach einer Woche jemanden zur Nachkontrolle schickt, dann kann man wirklich nur den Hut vor ihm ziehen. Die Beamten in Hongkong müssen endlich lernen, im Takt mit den Bürgern zu sein. Es geht nicht um eine Show, sondern darum, Probleme wirklich zu lösen.
Zurück zu Shek Tai: Dieser Ort ist eigentlich eines der geschichtsträchtigen Viertel in Hongkong, viele Gebäude sind schon ziemlich betagt. Durch Cheuks Besuch wurden plötzlich viele vergessene Ecken beachtet. Ich sage euch: Wenn hohe Regierungsbeamte in die Gemeinschaft gehen, dann sollen sie nicht nur zu den großen Einkaufszentren oder Neubaugebieten gehen. Sie sollten mehr in diese Altbauviertel kommen und sich die Sorgen der einfachen Leute wie uns anhören. Das ist es, was wirklich 'bürgernah' bedeutet.
- Vor-Ort-Begehung von Sauberkeitsproblemen: Cheuk Wing-hing konzentrierte sich auf die Hintergassen des Shek Tai Marktes und mehrere Seitenstraßen und verlangte vor Ort, dass die Ämter die Müllansammlungen und verstopften Abflüsse beseitigen.
- Anhören der Nöte von Händlern: Er ging aktiv in alteingesessene Geschäfte in der Gemeinschaft, um sich über die Geschäftslage und die tatsächlichen Auswirkungen der Durchsetzung von Regeln gegen Gehwegversperrungen zu informieren.
- Fokus auf Altbauinstandhaltung: Angesichts der Wasserschäden und der Gefahr von abbröckelnden Fassaden an mehreren älteren Privatgebäuden in dem Viertel drängte er das Bauamt, die Nachverfolgung zu beschleunigen.
- Etablierung eines Rückmelde-Mechanismus: Er betonte, dass dies kein einmaliger, aufdringlicher Besuch sei, und forderte die verschiedenen Ämter auf, innerhalb einer Frist Verbesserungsvorschläge vorzulegen und regelmäßige Rückkontrollen einzuplanen.
Ob ein Beamter seinen Job so macht wie Cheuk Wing-hing, das wissen die Anwohner ganz genau. Dieser Besuch in Shek Tai hat zumindest gezeigt, dass er die Absicht hat, zuzuhören, hinzusehen und zu lösen. Wir Hongkonger stellen einfache Forderungen: Wir wollen einfach ein angenehmes Wohnumfeld und uns beim Einkaufen sicher fühlen. Ich hoffe, dass diese Art der Bürgernähe beibehalten wird und nicht wieder zu einer politischen Show verkommt. Was die weitere Entwicklung in Shek Tai betrifft, werden wir genau hinschauen und gemeinsam weiter verfolgen, was passiert.