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Uma Thurman, 20 Jahre nach «Kill Bill»: «Ich hatte Angst vor Action – bis jetzt»

Unterhaltung ✍️ Lars van der Berg 🕒 2026-03-28 22:45 🔥 Aufrufe: 2

Es ist fast zwanzig Jahre her, dass wir Uma Thurman mit einem Hattori-Hanzo-Schwert in der Hand durch die Strassen von Tokio rasen sahen, auf dem Weg zu blutiger Rache. Kill Bill: Volume 1 machte sie damals zum ultimativen Action-Ikone. Doch was viele nicht wussten: Hinter den Kulissen war ihre Beziehung zu diesem Genre für lange Zeit abgekühlt. Bis jetzt.

Uma Thurman an der Premiere von Pretty Lethal während des SXSW 2026

Während des SXSW-Festivals in Austin ging Thurman diese Woche über den roten Teppich der Premiere ihres neuen Films Pretty Lethal. Dabei stand sie nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Produzentin im Rampenlicht. Und in einer Reihe von intimen Gesprächen mit Branchenkollegen machte sie ein bemerkenswertes Geständnis: Sie hat fast zwanzig Jahre lang Action-Rollen aktiv gemieden.

Warum Uma Thurman zwanzig Jahre keine Action mehr wollte

Für alle, die sie als die Braut aus Quentin Tarantinos Filmen kennen, klingt es fast unglaublich, aber Uma Thurman bestätigt es selbst. Nach den physischen Strapazen von Kill Bill hatte sie keinerlei Verlangen mehr, eine Waffe in die Hand zu nehmen. «Ich war einfach am Ende», vertraute sie kürzlich in einem kleinen Kreis an. Es war nicht nur die schmerzhafte Erinnerung an den berüchtigten Unfall am Set, sondern auch eine tiefsitzende Angst, sich wieder in diesen Panzer zu zwängen. Sie entschied sich bewusst für kleinere Dramen, Komödien und Theater – Genres, in denen sie sich sicherer fühlte.

Doch wie das eben so ist bei einer Frau, die einst die Uma Thurmanae des Kinos genannt wurde (ein Spitzname, der in bestimmten Filmkreisen haften blieb wegen ihrer fast unheimlichen Fähigkeit, in jeder Rolle zu transformieren), liess die Action sie einfach nicht los.

Von Angst zu Kontrolle: Das Comeback

Was hat sich also geändert? Laut Eingeweihten ist es ganz einfach: Kontrolle. Wo sie früher das Gefühl hatte, in eine Maschinerie gepresst zu werden, hält sie heute die Fäden selbst in der Hand. Sie produziert nicht nur ihre eigenen Projekte, sondern hat auch eine klare Vorstellung davon, was sie ihrem Körper noch zumuten möchte. «Ich wollte nicht länger die Braut sein, die gebrochen wurde», klang es am vergangenen Wochenende in Austin. «Ich wollte endlich diejenige sein, die die Kontrolle über das Chaos hat.»

In Pretty Lethal sehen wir nun das Ergebnis davon. Sie spielt eine Doppelrolle: sowohl die strenge, pensionierte Auftragskillerin als auch die entfremdete Mutter der jungen Hauptfigur. Es ist eine Rolle, die nicht nur physisch, sondern auch emotional einen Erdrutsch zeigt. Es fühlt sich an, als ob Thurman die beiden Welten, die sie selbst durchlebt hat – die gefährliche Sensation von Kill Bill Volume 1 Uma Thurman und die Verletzlichkeit der Jahre danach – endlich miteinander verbinden kann.

Warum wir froh sind, dass sie zurück ist

Seien wir ehrlich: Hollywood braucht einen bestimmten Typ Schauspielerin, der nicht nur so aussieht, als könne sie austeilen, sondern auch so, als habe sie gelernt, einzustecken. Uma Thurman hat das. Sie bringt eine Intelligenz mit, die man nicht lernen kann. Und nach zwanzig Jahren im Hintergrund ist ihre Rückkehr zu dem Genre, das sie berühmt gemacht hat, eine der aufregendsten Geschichten dieses Jahres.

  • Die Angst ist weg: Sie mied Action zwanzig Jahre lang, aber jetzt hat sie die Kontrolle zurück.
  • Neue Rolle: In Pretty Lethal spielt sie sowohl die Mentorin als auch die Mutter – eine perfekte Mischung aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart.
  • Als Produzentin: Sie steht nicht nur vor der Kamera, sondern auch hinter den Kulissen, was ihr die Freiheit gibt, sicher und stark zu arbeiten.

Die Reaktionen auf dem SXSW waren überschwänglich. Die Leute sahen nicht die Schauspielerin, die einst unter dem Vermächtnis eines Quentin-Tarantino-Films litt, sondern eine Frau, die zu ihren eigenen Bedingungen zurückkehrt. Ob man sie nun Uma thurmanae nennt oder einfach Uma – klar ist: Sie lässt sich nicht mehr in eine Schublade stecken. Sie baut jetzt selbst die Sets, auf denen sie kämpfen will. Und das ist wohl das coolste Comeback, das wir seit Langem gesehen haben.

Für alle, die dachten, sie würde nur in der DVD-Sammlung als Rachegöttin aus Kill Bill weiterleben, wird es Zeit, umzudenken. Uma Thurman ist zurück, und dieses Mal gehört der Kampf endlich ihr allein.