Ron Duguay macht die Pride Night der Rangers für die Niederlage gegen die Kings verantwortlich: Die Meinung des Ex-NHLers entfacht eine Debatte
Wenn Sie in letzter Zeit das Geschehen um die New York Rangers verfolgt haben, dann wissen Sie, dass der ehemalige Blueshirt Ron Duguay nicht gerade für seine Zurückhaltung bekannt ist. Und nachdem die Rangers diese Woche eine knappe Partie gegen die LA Kings verloren haben, zeigte der Ex-NHL-Spieler kurzerhand mit dem Finger direkt auf die Pride-Night-Feierlichkeiten der Organisation. Ich sage Ihnen, es dauerte nicht lange, bis seine Kommentare die Eishockey-Welt in Aufruhr versetzten.
Der Abend, an dem alles schiefging
Es sollte ein stimmungsvoller Abend im Madison Square Garden werden. Die Rangers veranstalteten ihre jährliche Pride Night, bei der die Spieler während des Warm-ups Regenbogen-Tape verwendeten, spezielle Trikots trugen und all die üblichen Begleiterscheinungen dabei waren, um Unterstützung für die LGBTQ+-Community zu zeigen. Doch auf der Anzeigetafel lief es nicht nach Plan. Die Kings erspielten sich einen deutlichen Sieg, und für Ron Duguay war der Zusammenhang glasklar: Das Team war zu sehr mit der "Nebenplatz-Agenda" beschäftigt.
Im Gespräch mit Reportern und im lokalen Radio nahm Duguay kein Blatt vor den Mund. Er deutete an, dass Abende wie diese – so gut sie auch gemeint seien – die Spieler von der eigentlichen Aufgabe ablenken würden. Seiner Ansicht nach waren die Rangers mehr darauf bedacht, "woke" zu sein, als Eishockeyspiele zu gewinnen. Er ging sogar so weit zu sagen, dass die Organisation zulasse, dass "Kinder ihre Agenda" auf Kosten der Leistung auf dem Eis vorantreiben. Man konnte fast die Wut spüren, die bei ihm hochkochte, als er sprach.
Duguays Argumente im Detail
Bevor Sie voreilige Schlüsse ziehen, lassen Sie uns genau darlegen, worauf Ron Duguay hinauswill. Ich verfolge die Karriere dieses Mannes schon lange genug, um zu wissen, dass er nicht einfach irgendein Hitzkopf ist – er ist ein Typ, der hart gespielt hat und die Rangers liebt. Aber seine Sichtweise zur Pride Night hat ein wahres Wespennest aufgestört. Hier sind die Kernpunkte, die er immer wieder betont:
- Mangelnder Fokus: Duguay glaubt, dass Spieler, die in Vorbereitungszeremonien eingebunden sind, spezielle Trikots tragen oder ihre Schläger mit Regenbogen-Tape bekleben, den Blick vom Puck abwenden. Er argumentiert, dass Eishockeyspieler Gewohnheitstiere sind und das Durchbrechen dieser Routine – selbst aus einem guten Grund – ihr Spiel durcheinanderbringen kann.
- Der "Woke"-Faktor: Er verwendete den Ausdruck "woke Kids, die ihre Agenda vorantreiben", was eindeutig auf die breitere Bewegung für Inklusion im Sport abzielt. Für Duguay scheinen diese Abende eher dazu da zu sein, ein politisches Statement zu setzen, als dass es um Eishockey geht.
- Verantwortung: Der ehemalige Ranger wies auch darauf hin, dass es solche Ablenkungen zu seiner Zeit nicht gab. Er ist nostalgisch für eine Ära, in der nur die zwei Punkte in der Tabelle zählten.
Natürlich kaufen nicht alle Duguay das ab, was er verkauft. Kritiker wiesen schnell darauf hin, dass die Probleme der Rangers gegen die Kings mehr mit einer löchrigen Abwehr und einem starken Goalie auf der anderen Seite zu tun hatten als mit Regenbogen-Tape. Außerdem haben viele andere Teams Pride Nights veranstaltet und trotzdem Siege eingefahren – ist das also wirklich der Schuldige?
Warum das einen Nerv getroffen hat
Was die Kommentare von Ron Duguay so brisant macht, ist, dass sie eine größere Debatte aufgreifen, die in der NHL schon länger brodelt. Wir haben erlebt, dass Spieler sich weigerten, Pride-Trikots zu tragen, Teams Feierlichkeiten zurückgefahren haben, und jetzt gibt ein ehemaliger Star offen der Inklusionsbewegung die Schuld an einer Niederlage. Es geht nicht nur um ein Spiel; es geht um die Richtung, in die sich der Sport entwickelt.
Ich habe mich lange genug in Eishallen herumgetrieben, um zu wissen, dass sich die Eishockeykultur verändert. Die alten Hasen wie Duguay sehen das als Ablenkung, während jüngere Spieler und Fans es als Fortschritt betrachten. Und wenn sich eine Legende so äußert, zwingt das jeden, Partei zu ergreifen. Die sozialen Medien kochen über: Einige Fans feiern Duguay als Helden, der "die Dinge beim Namen nennt", andere brandmarken ihn als realitätsfremd.
Was sagt die Rangers-Kabine?
Man fragt sich, was die aktuellen Spieler wohl denken. Typen wie Will Cuylle – der mit dem Pride-Tape im Warmup gesehen wurde – haben ihre Schlittschuhe wohl kaum mit dem Gedanken geschnürt: "Ich hoffe, das kostet uns das Spiel." Sie waren wahrscheinlich darauf fokussiert, ihr Herz auf dem Eis zu lassen, wie an jedem anderen Abend auch. Aber Duguays Bemerkungen könnten bei einigen Veteranen, die im Stillen ähnlich denken, es aber nicht öffentlich sagen würden, durchaus einen Nerv getroffen haben.
Letztendlich müssen die Rangers weitermachen. Sie haben die Playoffs vor Augen und sich mit einer Niederlage aufzuhalten – ob man nun dem Tape oder den Puckverlusten die Schuld gibt – hilft nicht weiter. Aber Ron Duguay hat dafür gesorgt, dass diese Pride Night so schnell nicht vergessen sein wird. Ob man ihn liebt oder hasst, der Mann versteht es, für Zündstoff zu sorgen.