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Ron Duguay macht "Pride Night" der Rangers für Niederlage gegen Kings verantwortlich: Ex-NHL-Star sorgt mit These für hitzige Debatte

Sport ✍️ Dave Loughlin 🕒 2026-03-17 17:47 🔥 Aufrufe: 1

Wenn Sie in letzter Zeit das Geschehen um die New York Rangers verfolgt haben, dann wissen Sie, dass der ehemalige Blueshirt Ron Duguay nicht gerade für seine Zurückhaltung bekannt ist. Und nachdem die Rangers diese Woche eine knappe Partie gegen die LA Kings verloren haben, zögerte der Ex-NHL-Profi nicht lange und zeigte mit dem Finger direkt auf die "Pride Night"-Feierlichkeiten des Clubs. Ich kann Ihnen sagen: Es dauerte nicht lange, bis seine Aussagen die Eishockey-Welt in Aufruhr versetzten.

Will Cuylle von den New York Rangers verwendet vor dem Spiel während des Warm-ups Regenbogen-Tape

Der Abend, an dem alles schiefging

Es sollte ein stimmungsvoller Abend im Madison Square Garden werden. Die Rangers veranstalteten ihre jährliche "Pride Night", bei der die Spieler während des Warm-ups Regenbogen-Tape verwendeten, spezielle Trikots trugen und alle üblichen Aktionen zeigten, um Unterstützung für die LGBTQ+-Community zu demonstrieren. Doch auf der Anzeigetafel lief es nicht nach Plan. Die Kings erspielten sich einen klaren Sieg, und für Ron Duguay war der Zusammenhang glasklar: Das Team sei zu sehr mit "Nebenkriegsschauplätzen" beschäftigt gewesen.

Im Gespräch mit Reportern und im lokalen Radio nahm Duguay kein Blatt vor den Mund. Er deutete an, dass Abende wie diese – so gut sie auch gemeint seien – die Spieler von ihrer eigentlichen Aufgabe ablenken. Seiner Ansicht nach waren die Rangers mehr damit beschäftigt, "woke" zu sein, als Eishockeyspiele zu gewinnen. Er ging sogar so weit zu sagen, dass die Organisation zulasse, dass "Kinder ihre Agenda vorantreiben", und zwar auf Kosten der Leistung auf dem Eis. Man konnte fast die Rauchwolken aus seinen Ohren aufsteigen sehen, als er sprach.

Duguays Argumente im Detail

Bevor Sie voreilige Schlüsse ziehen, lassen Sie uns genau darlegen, worauf Ron Duguay hinauswill. Ich verfolge die Karriere dieses Mannes schon lange genug, um zu wissen, dass er nicht nur irgendein Hitzkopf ist – er ist ein Typ, der hart gespielt hat und die Rangers liebt. Aber seine Sichtweise zur "Pride Night" hat ein regelrechtes Wespennest aufgestochen. Hier sind die Kernpunkte, die er immer wieder hervorhebt:

  • Fehlender Fokus: Duguay glaubt, dass Spieler den Puck aus den Augen verlieren, wenn sie in Zeremonien vor dem Spiel eingebunden sind, spezielle Trikots tragen oder ihre Schläger mit Regenbogen-Tape bekleben. Er argumentiert, dass Eishockeyspieler Gewohnheitstiere sind und das Durchbrechen dieser Routine – selbst aus einem guten Grund – ihr Spiel durcheinanderbringen kann.
  • Der "Woke"-Faktor: Er verwendete den Ausdruck "woke Kids, die ihre Agenda vorantreiben", was ganz klar auf die breitere Bewegung für Inklusion im Sport abzielt. Für Duguay scheinen diese Abende mehr mit einem politischen Statement als mit Eishockey zu tun zu haben.
  • Verantwortung: Der ehemalige Ranger wies auch darauf hin, dass es zu seiner Zeit solche Ablenkungen nicht gab. Er hat eine nostalgische Sehnsucht nach einer Ära, in der nur die zwei Punkte in der Tabelle zählten.

Natürlich kauft nicht jeder Duguay diese Argumente ab. Kritiker waren schnell zur Stelle und wiesen darauf hin, dass die Probleme der Rangers gegen die Kings eher mit einer löchrigen Abwehr und einem überragenden Torhüter auf der anderen Seite zu tun hatten als mit Regenbogen-Tape. Außerdem haben viele andere Teams "Pride Nights" veranstaltet und trotzdem gewonnen – ist das also wirklich der Schuldige?

Warum das Ganze einen Nerv trifft

Was die Aussagen von Ron Duguay so brisant macht, ist, dass sie eine größere Debatte aufgreifen, die in der NHL schon länger schwelt. Wir haben erlebt, dass Spieler sich weigerten, Pride-Trikots zu tragen, Teams ihre Feierlichkeiten zurückfuhren, und jetzt macht ein ehemaliger Star offen eine Niederlage für Bemühungen um Inklusion verantwortlich. Es geht nicht nur um ein Spiel; es geht um die Richtung, in die sich der Sport entwickelt.

Ich habe mich lange genug in Eishallen aufgehalten, um zu wissen, dass sich die Eishockey-Kultur verändert. Die alten Hasen wie Duguay sehen das als Ablenkung, während jüngere Spieler und Fans es als Fortschritt betrachten. Und wenn sich eine Legende zu Wort meldet, zwingt das jeden, Stellung zu beziehen. In den sozialen Medien kochte es über, einige Fans feierten Duguay als Helden, der "die Dinge beim Namen nennt", andere bezeichneten ihn als realitätsfremd.

Und was sagt die Rangers-Kabine?

Man fragt sich, was die aktuellen Spieler wohl denken. Typen wie Will Cuylle – der beim Warm-up mit dem Pride-Tape gesehen wurde – haben sich ihre Schlittschuhe wohl kaum mit dem Gedanken geschnürt: "Ich hoffe, das kostet uns das Spiel." Sie waren wahrscheinlich darauf fokussiert, ihr Herz auf dem Eis zu lassen, wie an jedem anderen Abend auch. Aber Duguays Kommentare könnten durchaus bei dem einen oder anderen Veteranen einen Nerv getroffen haben, der insgeheim ähnlich denkt, es aber nicht öffentlich sagen würde.

Letzten Endes müssen die Rangers weitermachen. Sie haben den Kampf um die Playoffs vor sich und es hilft nichts, sich auf eine Niederlage zu versteifen – egal, ob man nun dem Tape oder den Puckverlusten die Schuld gibt. Aber Ron Duguay hat dafür gesorgt, dass diese "Pride Night" so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird. Man mag ihn lieben oder hassen, der Mann versteht es, Öl ins Feuer zu gießen.