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Pia Olsen Dyhr: «Ich bin kein Hilfs-Sozialdemokrat» – So kann die Sozialistische Volkspartei (SF) das Machtspiel von Mette Frederiksen kippen

Politik ✍️ Lars Hjortshøj 🕒 2026-03-13 10:40 🔥 Aufrufe: 1

Es ist Wahlkampf, und an den Strassenecken tauchen sie auf: die Plakate, die die letzten Unentschlossenen überzeugen sollen. Doch eine, die die Wähler wirklich aufhorchen lässt, ist die Vorsitzende der SF, Pia Olsen Dyhr. Sie hat nämlich die Maske fallen lassen und es zu ihrem Markenzeichen gemacht, dass es ihr nicht darum geht, das Gewissen der Sozialdemokraten zu sein – ihr Ziel ist es, eine echte Alternative für alle rot-orientierten Wähler zu schaffen, die es leid sind, das kleinere Übel zu wählen.

Pia Olsen Dyhr und die Wahlplakate der SF werden im Strassenbild aufgehängt

«Ich bin kein Hilfs-Sozialdemokrat»

Das war ein Schlag ins Kontor für die gängige Vorstellung, die SF sei bloss Mette Frederiksens kleiner Bruder. Pia Olsen Dyhr sprach aus, was viele rot-orientierte Wähler dachten, aber nicht laut zu sagen wagten: Sie hat keine Lust, der Hilfs-Sozialdemokrat zu sein. Die Botschaft ist: Die SF hat ihre eigene Politik, ihre eigene Identität und ihre eigenen Forderungen. Wenn Mette Frederiksen die SF nach der Wahl mit ins Boot holen will, dann zu den Bedingungen der SF – und nicht umgekehrt.

Das ist eine markante Verschiebung des Machtgleichgewichts im Roten Block, wo die Sozialdemokraten jahrelang die Unterstützung der SF als selbstverständlich betrachten konnten. Doch Pia Olsen Dyhr hat gesehen, wie die Wähler zu Hause bleiben, wenn der Unterschied zwischen Rot und Blau verschwimmt. Sie will den rot-orientierten Wählern einen Grund geben, mit dem Herzen zu wählen – ohne Angst, dass ihre Stimme unter den Tisch fällt.

Eingeweihte in Christiansborg flüstern, dass Mette Frederiksen die Wahl gewinnen, aber die Macht verlieren könnte. Wie? Wenn die Sozialdemokraten verlieren, während die Linke mit der SF an der Spitze zulegt, gerät die Ministerpräsidentin in eine Falle. Dann kann sie keine Mehrheit bilden, ohne der SF und der Rot-Grünen Allianz (Enhedslisten) markanten Einfluss zu gewähren. Und Pia Olsen Dyhr hat bereits gezeigt, dass sie keine Rabatte gewährt.

Gleichzeitig warnt Pelle Dragsted die rot-orientierten Wähler davor, in die klassische Falle zu tappen: Eine Stimme für Mette Frederiksen ist nicht unbedingt eine Stimme für einen klaren linken Kurs. Im Gegenteil riskiert man, dass die Sozialdemokraten wieder die Mitte ansteuern und die Linke im Stich lassen. Seine Botschaft ist klar: Wer eine entschlossene linke Politik will, muss Parteien wählen, die dazu stehen – wie die SF.

  • Pia Olsen Dyhr stellt klar: Die SF ist kein Hilfstrupp der Sozialdemokraten mehr.
  • Mette Frederiksen riskiert, die Schlacht zu gewinnen, aber den Krieg um die Macht zu verlieren.
  • Die Wähler müssen sich entscheiden zwischen einer verschwommenen Mitte und einer scharfen Linken mit der SF an der Spitze.

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie in der Wahlkabine stehen, geht es nicht mehr nur um Rot oder Blau. Es geht darum, welche Art von linker Politik Sie wollen. Pia Olsen Dyhr verspricht, dass die SF ihre Unterstützung nutzen wird, um auf konkrete Veränderungen zu drängen – beim Klima, beim Sozialstaat und bei der Ungleichheit. Und wenn die Umfragen halten, könnte die SF sehr wohl zum entscheidenden Faktor werden, der bestimmt, ob Mette Frederiksen Ministerpräsidentin bleibt – und wenn ja, zu welchen Bedingungen.

Eines ist sicher: Pia Olsen Dyhr hat im Roten Block gezündelt, und das könnte das traditionelle Machtspiel sprengen. Wir steuern auf eine Wahl zu, bei der niemand im Voraus das Endergebnis kennt. Aber mit der SF-Chefin am Steuer ist es jedenfalls vorbei mit brav und fügsam sein.