Feuer auf der Öresundbrücke: Vollsperrung sorgt für Verkehrschaos im Berufsverkehr
Es ist dieser Nachmittag, an dem man laut über das Autoradio zu fluchen beginnt. Genau dann, wenn man nach der Arbeit abschalten will, oder vielleicht schnell zum Meeting auf die dänische Seite rüber muss, knallt's. Oder besser gesagt, es fängt an zu brennen. Ein Auto in hellen Flammen mitten auf der Öresundbrücke. Und Sie wissen ja, wie's dann läuft – die ganze Chose wird dichtgemacht.
Ich bin diese Strecke selbst schon tausend Mal gefahren, und man weiss immer: Ein Unfall ist das Einzige, was hier wirklich alles durcheinanderbringen kann. Aber das hier? Das ist die nächste Stufe. Die Brücke ist in beide Richtungen komplett dicht. Momentan steht alles still von Lernacken bis rüber nach Kastrup. Die Polizei und die Rettungskräfte sind natürlich im Einsatz, aber ein brennendes Auto ist nichts, das man einfach so zur Seite räumt. Es ist die Hitze, der Rauch und diese verdammte Angst, dass die ganze Konstruktion Schaden nehmen könnte, die hier alles stoppt.
Darum ist die Brücke gesperrt – und was jetzt passiert
Es war also ein Personenwagen, der aus irgendeinem Grund Feuer gefangen hat. Einfach so, peng, mitten in der Fahrt. Augenzeugen, mit denen ich gesprochen habe, sagen, die Flammen seien hochgeschlagen und die Reifen seien geplatzt. Klar fährt man nicht einfach an so einem Brand vorbei. Die Feuerwehr ist vor Ort und die Löscharbeiten laufen auf Hochtouren, aber es ist die Nacharbeit, die Zeit frisst. Bergung, Kontrolle der Fahrbahn – ist der Asphalt beschädigt? Müssen die Träger geprüft werden? Das sind die Fragen, die gerade Tausende Pendler als Geiseln in ihren Autos festhalten.
Ein Aussichtspunkt, den niemand will
Wir, die Architektur und Technik mögen, schwärmen oft vom Aussichtspunkt Öresundbrücke, diesem magischen Ort, von dem aus man die ganze Konstruktion und das glitzernde Öresund sieht. Heute jedoch haben alle die gleiche Aussicht: ein stillstehendes Meer aus Autos und erloschene Beleuchtung im Tunnel. Es ist eine dieser Riesenbrücken, auf die wir so stolz sind – bis zu dem Tag, an dem sie unser grösster Feind wird. Dann ist sie plötzlich nur noch ein riesiger Pfropfen.
Für alle, die jetzt da draussen feststecken oder gerade losfahren wollten, hier ist die aktuelle Lage:
- Die Brücke ist komplett gesperrt. Nichts kommt durch. Weder in Richtung Kopenhagen noch Malmö.
- Die Staus sind bereits kilometerlang. Bei Lernacken steht alles still. Gleiches Bild auf der dänischen Seite.
- Die Prognose? Momentan traut sich niemand, eine zu wagen. Das kann Stunden dauern. Alles hängt davon ab, wie schwerwiegend die Schäden am Brückenbelag sind.
Mein einziger Rat jetzt: Bleiben Sie, wo Sie sind. Fahren Sie nicht in den Stau in der Hoffnung, dass es bald weitergeht. Umkehren? Vergessen Sie's, Sie sitzen fest. Das einzig Vernünftige ist abzuwarten, oder, falls möglich, den Stolz runterschlucken und stattdessen die Fähre von Helsingborg nach Helsingør nehmen. Das ist Ihr einziger Ausweg aus diesem nordischen Pendler-Albtraum.
Ich melde mich, sobald ich von meinen Kontakten beim Strassenverkehrsamt oder der Feuerwehr etwas Neues höre. Halten Sie durch, Leute. Das ist so einer dieser Tage, an dem man sich überlegt, ob man nicht doch öfter im Homeoffice arbeiten sollte.