Blackout-Schock am Freitag, den 13.: Alles, was Sie zum grossen Stromausfall wissen müssen
Gestern war Freitag, der 13. – und als ob das Schicksal uns einen bösen Streich spielen wollte, hat uns die staatliche Elektrizitätskommission (CFE) daran erinnert, dass in unserem Land sogar der Strom gerne mal Pause macht. Schon früh am Morgen begann der grosse CFE-Stromausfall, ganze Quartiere in Dunkelheit zu hüllen, und in den sozialen Medien ging die Post ab wie noch nie. Falls Sie auch im Dunkeln sassen oder jemanden kennen, der immer noch auf die Rückkehr des Stroms wartet, erzähle ich Ihnen hier die ganze Geschichte und gebe Ihnen nebenbei einen Überlebensratgeber für den nächsten Blackout.
Welche Quartiere waren betroffen?
Das Chaos begann so gegen 10 Uhr morgens. In Mexiko-Stadt verdunkelten sich nach und nach Viertel wie Doctores, Roma Norte, Condesa und Teile von Coyoacán – als hätte jemand die ganze Stadt in den Flugmodus versetzt. Die Meldungen liessen nicht lange auf sich warten und kamen auch aus dem Bundesstaat Mexiko: Naucalpan, Tlalnepantla und Ecatepec gesellten sich ebenfalls zur Liste der Betroffenen. Doch der grosse CFE-Blackout blieb nicht auf das Zentrum des Landes beschränkt; in Morelos trafen die geplanten Abschaltungen Cuernavaca und Temixco – genau wie viele bereits geahnt hatten, seitdem die CFE die Ankündigung eher beiläufig erwähnt hatte.
Am schlimmsten erwischte es diejenigen, die gerade im Homeoffice steckten oder das Mittagessen halb gar auf dem Herd stehen hatten. Mein Kumpel aus der Colonia Del Valle schickte mir eine verzweifelte Nachricht, weil sein Hühnerfleisch aufgetaut war. So plötzlich kam das Ganze.
Die Blackout-Bilanz: Was lief schief?
Wenn wir eine schnelle Bewertung des grossen CFE-Stromausfalls machen, war es vor allem der Mangel an Echtzeit-Informationen, der die Leute richtig auf die Palme brachte. Die CFE gab bekannt, es handle sich um geplante Arbeiten, aber die meisten von uns erfuhren erst davon, als wir schon im Dunkeln sassen. In Cuernavaca zum Beispiel dauerte die Abschaltung in Temixco fast vier Stunden, und die Nachbarschaft landete schliesslich zu einem spontanen Strassenfest mit Kerzen und Kühlboxen zusammen. Immerhin: Gegen 16 Uhr begann die Stromversorgung langsam wieder anzulaufen, auch wenn es sich in manchen Gegenden bis in die Nacht hineinzog.
In den sozialen Medien war der grosse CFE-Blackout natürlich trending. Es gab Memes aller Art: vom Klassiker «schon wieder die Stromrechnung da» bis hin zu denen, die darin den Vorboten der Apokalypse sahen. Aber ganz abgesehen von der Lacherlichkeit ist das Problem, dass uns diese Ausfälle immer wieder kalt erwischen.
Überlebensratgeber: Wie Sie den Stromausfall für sich nutzen können
Da die CFE nicht immer so früh Bescheid gibt, wie wir uns das wünschen, hier mein CFE-Blackout-Ratgeber, damit es Sie beim nächsten Mal nicht unvorbereitet erwischt. Denn ja, das wird wieder passieren. Also, aufgepasst:
- Immer Taschenlampe und Batterien griffbereit haben. Verlassen Sie sich nicht auf die Handy-Taschenlampe – wenn der Akku leer ist, sitzen Sie buchstäblich wie in der Steinzeit da.
- Öffnen Sie niemals den Kühlschrank. Jedes Mal, wenn Sie ihn aufmachen, entweicht die Kälte und Ihre Vorräte können verderben. Wenn Sie im Voraus von einer Abschaltung wissen, frieren Sie Wasserflaschen ein, um die Temperatur zu halten.
- Laden Sie Ihr Handy und Ihre Powerbank. Sobald Sie sehen, dass der Nachbar eine Kerze anzündet, rennen Sie los und schliessen alles an. Warten Sie nicht, bis das Licht ausgeht.
- Folgen Sie den offiziellen Kanälen der CFE. Manchmal informieren sie auf Twitter, aber falls Sie sich nicht darauf verlassen wollen, treten Sie den WhatsApp-Gruppen Ihrer Nachbarschaft bei; dort gibt es immer eine gute Seele, die die Durchsage teilt.
- Halten Sie Bargeld bereit. Bei einem Blackout fallen auch Geldautomaten und Bankterminals aus. Wenn Sie etwas kaufen müssen, ist und bleibt der Schein König.
So ganz schlecht ist das Ganze aber auch nicht. Wenn Sie wissen, wie man den grossen CFE-Blackout nutzt, um mal vom Weltgeschehen abzuschalten, kann das die perfekte Ausrede sein, um mit der Familie zu quatschen, das vernachlässigte Buch zu lesen oder einfach ein Nickerchen zu machen, ohne vom Handy gestört zu werden. Es kommt halt immer auf die Perspektive an.
Was kommt noch? Stehen weitere Stromausfälle bevor?
Geplante Abschaltungen sind nichts Neues. Die CFE betont, dass diese Arbeiten der Verbesserung des Stromnetzes dienen, aber tief im Inneren wissen wir alle, dass die Elektrizität hierzulande bei steigenden Temperaturen oder hoher Nachfrage schnell «bis hierher und nicht weiter» sagt. Wenn Sie in Gegenden wie den erwähnten wohnen, bleiben Sie wachsam. Sie kennen ja die CFE: Sie kündigen an, aber manchmal kommt die Ankündigung erst nach dem Ausfall. Also machen Sie sich bereit, halten Sie Ihr Notfallset parat und seien Sie nie zu sorglos – denn diese grossen Stromausfälle werden wohl weiterhin Teil unseres Alltags bleiben.
Und Sie, wie haben Sie den gestrigen Stromausfall erlebt? Erzählen Sie mir, ob es bei Ihnen drunter und drüber ging oder ob es im Gegenteil eine willkommene Pause im Alltag war. Ich werde derweil eine Lampe geladen bereithalten – nur für den Fall der Fälle.