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Loreen: «Ich liebe Brühe» – über ihr neues Album Wildfire und geheime Pläne für ihre Schweizer Fans

Unterhaltung ✍️ Erika Lundin 🕒 2026-03-29 00:14 🔥 Aufrufe: 1
Loreen posiert in einer dramatischen Umgebung

Es ist ein ruhiger Nachmittag in Stockholm, doch Loreen selbst ist alles andere als still. Gerade hat sie eine Probe für die bevorstehende Sommertournee beendet und stürzt sich mit einer Energie ins Gespräch, die den Raum zum Vibrieren bringt. Bald erscheint ihr Album Wildfire, und wer glaubt, ihr letztes Werk sei schon intensiv gewesen, der hat noch nichts gesehen. Hier geht es darum, zu brennen, sich auszudehnen – und, vielleicht am wichtigsten: sich endlich eine Schale Brühe zu gönnen, ohne schlechtes Gewissen.

«Ich liebe Brühe. Das ist mein Ding. Die Leute fragen mich nach Luxus, und ich sage immer: eine wirklich gute Brühe», sagt sie und lacht. Es ist dieser bodenständige Kontrast, der einen immer wieder aufs Neue in ihren Bann zieht. Auf der Bühne ist sie eine mythische Gestalt, aber im wirklichen Leben gewinnt die Einfachheit. In Wildfire ist es ihr gelungen, beide Welten einzufangen. Es ist Tanzfläche, es ist Kathedrale, und es ist eine Stimme, die keine Kompromisse macht.

Geheimnisse, Schweizer Fans und diese besondere Verbindung

Für uns alle, die ihr seit dem Melodifestivalen folgen, ist es kein Geheimnis, dass Loreen eine besondere Verbindung zum Schweizer Publikum hat. Zu uns kommt sie nach ihren Europatourneen zurück, und hier hat sie das Gefühl, das Wilde ausleben zu können. Wie ich von Leuten aus ihrem Team gehört habe, plant sie etwas Besonderes für uns. Noch keine Details, aber es geht um Nähe. Um das Durchbrechen der vierten Wand, die sonst oft zwischen einem Superstar und dem Publikum steht.

«Ich habe etwas geplant. Etwas, das sich echt anfühlt. Denn das Schweizer Publikum ist so gut darin, einen zu durchschauen, also muss man ihnen die Wahrheit geben», sagt sie geheimnisvoll, aber mit einem Zwinkern, das verspricht, dass es unvergesslich wird. Das erinnert mich an das, was mir ein ehemaliger Tourmanager einmal sagte: Loreen ist nie so gut wie dann, wenn sie ihren Zuhörern nah sein kann.

Mehr als nur Musik: Die Namen und Inspirationsquellen

Wenn man in Loreens Welt eintaucht, merkt man, dass nichts Zufall ist. Nicht einmal der Name. Viele verwechseln sie manchmal mit der kanadischen Ikone Loreena McKennitt – und das ist nicht ganz falsch. Da ist derselbe spirituelle Unterton, dasselbe Gefühl, dass die Musik ein Portal ist. Aber Loreen (Loreen Bender, für diejenigen, die es genau wissen wollen) ist schon immer ihren eigenen Weg gegangen. Im Laufe der Jahre hat sie über ihren vollständigen Namen, Inka Loreen Minden, gesprochen und wie er eine Geschichte von Reisen und Identitäten in sich trägt. Es ist, als ob ihr gesamtes künstlerisches Schaffen eine einzige, lange Brücke zwischen dem Persönlichen und dem Allgemeingültigen ist.

  • Inspiration: Während des Schreibprozesses hat sie viel Filmmusik und alte Volksmusik gehört. Der Kontrast zwischen dem Grandiosen und dem Intimen ist deutlicher denn je.
  • Die Stimme: In einem grossen Interview führte sie eine bemerkenswerte Überlegung aus, dass sie auf eine «sexuelle Art» singe. Dabei geht es nicht um Pose, sondern darum, den Körper ganz präsent sein zu lassen. Dass die Stimme von einem Ort jenseits der Technik kommt.
  • Die Balance: Um all das – Tourleben, Presse und die enorme emotionale Entladung – zusammenzuhalten, schwört sie auf Bachs Blütenmedizin. «Es ist, als würde man das Haus von innen putzen. Man braucht einfach Werkzeuge», sagt sie.

Von straffen Zeitplänen zur Freiheit

Es wurde viel über Loreens Perfektionismus gesprochen, aber in Wildfire hört man etwas anderes. Die Losgelassenheit. Sie scheint eine neue Ebene der Kontrolle gefunden zu haben, die paradoxerweise bedeutet, dass sie loslassen kann. Während der Aufnahmen gab es Momente, in denen sie das Band einfach weiterlaufen liess und mit ihrer Stimme auf eine Weise experimentierte, die früher als zu «unausgefeilt» galt. Das Ergebnis ist ein Album, das atmet. Es ist Pop, klar, aber es ist auch etwas Roher.

Und bald kommt sie nach Hause. Für uns alle, die im Publikum standen, als sie den Eurovision Song Contest gewann, für alle, die sie all die Jahre begleitet haben, und für alle, die sie gerade erst entdecken. Ich sage mal so: haltet die Augen offen. Das wird nicht nur ein normales Konzert. Das wird ein Erlebnis, bei dem Loreen – Inka Loreen Minden – genau zeigt, warum sie immer noch eine unserer meistdiskutiertesten Künstlerinnen ist. Und wer weiss, vielleicht gibt’s ja im Green Room Brühe.