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Loreen: „Ich liebe Brühe“ – über ihr neues Album Wildfire und geheime Pläne für ihre schwedischen Fans

Unterhaltung ✍️ Erika Lundin 🕒 2026-03-29 00:14 🔥 Aufrufe: 1
Loreen posiert in einer dramatischen Umgebung

Es ist ein ruhiger Nachmittag in Stockholm, doch Loreen selbst ist alles andere als still. Gerade hat sie eine Probe für die bevorstehenden Sommertourneen beendet und stürzt sich mit einer Energie ins Gespräch, die den Raum vibrieren lässt. Bald erscheint ihr Album Wildfire, und wer glaubt, die letzte Platte sei intensiv gewesen, der hat noch nichts gesehen. Hier geht es darum zu brennen, sich auszudehnen und – vielleicht am allerwichtigsten – sich endlich eine Schüssel Brühe zu gönnen, ohne schlechtes Gewissen.

„Ich liebe Brühe. Das ist mein Ding. Die Leute fragen mich nach Luxus, und ich sage immer: eine wirklich gute Brühe“, sagt sie und lacht. Es ist dieser bodenständige Kontrast, der einen immer wieder aufs Neue in ihren Bann zieht. Auf der Bühne ist sie ein mythisches Wesen, aber im echten Leben gewinnt die Einfachheit. In Wildfire ist es ihr gelungen, beide Welten einzufangen. Es ist Tanzfläche, es ist Kathedrale, und es ist eine Stimme, die keine Kompromisse macht.

Geheimnisse, schwedische Fans und diese ganz besondere Verbindung

Für alle, die ihr seit dem Melodifestivalen folgen, ist es kein Geheimnis, dass Loreen eine besondere Beziehung zum schwedischen Publikum hat. Zu uns kommt sie nach den Europatourneen nach Hause, und hier fühlt sie sich sicher genug, um es so richtig krachen zu lassen. Gerüchten aus ihrem Umfeld zufolge plant sie etwas Besonderes für uns. Noch keine Details, aber es geht um Nähe. Um das Durchbrechen der vierten Wand, die sonst oft zwischen einem Superstar und dem Publikum steht.

„Ich habe etwas geplant. Etwas, das sich echt anfühlt. Denn schwedische Fans sind so gut darin, einen zu durchschauen, also muss man ihnen die Wahrheit geben“, sagt sie geheimnisvoll, aber mit einem Augenzwinkern, das verspricht, dass es unvergesslich wird. Das erinnert mich an das, was mir ein alter Tourmanager einmal sagte: Loreen ist nie so gut wie dann, wenn sie ihren Zuhörern nah sein kann.

Mehr als nur Musik: Die Namen und Inspirationsquellen

Wenn man in Loreens Welt eintaucht, merkt man schnell, dass nichts dem Zufall überlassen ist. Nicht einmal der Name. Viele verwechseln sie manchmal mit der kanadischen Ikone Loreena McKennitt – und das ist nicht ganz falsch. Da ist dieselbe spirituelle Unterströmung, dasselbe Gefühl, dass die Musik ein Portal ist. Aber Loreen (Loreen Bender, für alle, die es genau wissen wollen) ist schon immer ihren eigenen Weg gegangen. Im Laufe der Jahre sprach sie über ihren vollständigen Namen, Inka Loreen Minden, und wie er eine Geschichte von Reisen und Identitäten in sich trägt. Es ist, als ob ihr gesamtes künstlerisches Schaffen eine einzige, lange Brücke zwischen dem Persönlichen und dem Allgemeingültigen wäre.

  • Inspiration: Während des Schreibprozesses hat sie viel Filmmusik und alte Volksmusik gehört. Der Kontrast zwischen dem Grandiosen und dem Intimen ist deutlicher denn je.
  • Die Stimme: In einem ausführlichen Interview entwickelte sie einen bemerkenswerten Gedanken, dass sie auf eine „sexuelle Art“ singt. Es geht nicht um Posing, sondern darum, den Körper vollkommen präsent sein zu lassen. Dass die Stimme von einem Ort jenseits der Technik kommt.
  • Das Gleichgewicht: Um all das unter einen Hut zu bringen – Tourleben, Presse und diese enorme emotionale Entladung – schwört sie auf Bachs Blütenessenzen. „Es ist wie Aufräumen im Inneren. Man braucht einfach Werkzeuge“, sagt sie.

Von straffen Zeitplänen zur Freiheit

Es wurde viel über Loreens Perfektionismus gesprochen, aber in Wildfire hört man etwas anderes. Die Losgelassenheit. Sie scheint eine neue Ebene der Kontrolle gefunden zu haben, die paradoxerweise bedeutet, dass sie loslassen kann. Während der Aufnahmen gab es Momente, in denen sie das Band einfach weiterlaufen ließ und mit ihrer Stimme experimentierte – auf eine Art, die sie früher vielleicht als „unausgefeilt“ abgetan hätte. Das Ergebnis ist eine Platte, die atmet. Es ist Pop, klar, aber auch etwas Roher.

Und bald kommt sie nach Hause. Für alle, die im Publikum standen, als sie den Eurovision gewann, für alle, die ihr über die Jahre gefolgt sind, und für alle, die sie gerade erst entdecken. Ich sage mal so: Halten Sie die Augen offen. Das hier wird kein gewöhnliches Konzert. Das hier wird ein Erlebnis, bei dem Loreen – Inka Loreen Minden – genau zeigt, warum sie immer noch eine unserer meistdiskutiertesten Künstlerinnen ist. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja Brühe im Green Room.