Hirnhautentzündung: Was jetzt jede und jeder in der Schweiz wissen muss
Es ist wieder da. In den letzten Wochen wurde viel über Hirnhautentzündung gesprochen, und viele fragen sich sicher, ob sie sich Sorgen machen müssen. Ein bekanntes Phänomen, das immer dann auftritt, wenn die Nachrichten darüber hereinbrechen – aber diesmal ist die Sorge durchaus berechtigt. Im Gesundheitswesen hat man nämlich festgestellt, dass bestimmte Infektionen zugenommen haben, und deshalb ist es jetzt gut, sich noch einmal vor Augen zu führen, worüber wir eigentlich sprechen, wenn wir über Hirnhautentzündung sprechen.
Was ist Hirnhautentzündung eigentlich?
Es handelt sich um eine ernsthafte Entzündung der Häute, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben – also jener, die normalerweise das Nervensystem schützen. Wenn Bakterien oder Viren die Oberhand gewinnen, entsteht oft ein schnell fortschreitender Zustand, der sofortige Behandlung erfordert. Im schlimmsten Fall kann er zu dauerhaften Schäden oder sogar zum Tod führen. Nur wenige Krankheiten flössen Ärzten ähnlichen Respekt ein wie diese.
An diesen Anzeichen erkennen Sie sie – und jetzt ist schnelles Handeln gefragt
Die Symptome sind nicht immer die offensichtlichsten, und deshalb wird die Krankheit manchmal als tückisch bezeichnet. Typischerweise beginnt sie wie eine schwere Grippe: hohes Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Aber Achtung: Wenn Licht die Augen reizt oder kleine punktförmige Einblutungen auf der Haut erscheinen, ist es Zeit, die Notrufnummer zu wählen. Kinder können müde sein, schrill schreien oder die Nahrung verweigern. Bei älteren Menschen können die Symptome unspezifischer sein – deshalb ist es gerade jetzt ratsam, auf sein Bauchgefühl zu hören.
- Hohes Fieber und Schüttelfrost – oft schnell ansteigend.
- Kopfschmerzen – schlimmer als bei einer gewöhnlichen Migräne.
- Nackensteifigkeit – Sie können das Kinn nicht auf die Brust legen.
- Lichtscheu – Licht schmerzt in den Augen.
- Übelkeit und Erbrechen – ohne erkennbaren Grund.
- Hautausschlag – kleine rote oder braune Punkte, die sich unter Druck nicht wegdrücken lassen.
Wie wird die Krankheit übertragen und wer ist gefährdet?
Hirnhautentzündung wird durch Tröpfcheninfektion übertragen, das heisst, ein Niesen oder ein gemeinsam genutztes Trinkglas können ausreichen. Deshalb verbreitet sie sich leicht in Kitas, Schulen und Kasernen. Zur Risikogruppe gehören insbesondere Kleinkinder, junge Erwachsene und ältere Menschen. Auch Grunderkrankungen wie Diabetes oder das Fehlen der Milz erhöhen das Risiko. An dieser Stelle ist gut zu wissen, dass Borreliose, also die durch Zecken übertragene Krankheit, in seltenen Fällen zu einer Hirnhautentzündung führen kann – die Zeckensaison ist also noch nicht vorbei.
Ärzte erinnern daran, dass viele von uns als Kinder geimpft wurden, aber die im Teenageralter empfohlene Auffrischung manchmal vergessen ging. Deshalb ist es jetzt ratsam, beim Hausarzt zu überprüfen, ob alle notwendigen Impfungen, insbesondere die gegen Kinderkrankheiten, vorhanden sind. Besonders Mumps ist als einer der möglichen Auslöser bekannt – es ist eine jener Krankheiten, die sich in seltenen Fällen zu einer Hirnhautentzündung entwickeln können.
Was passiert gerade jetzt in der Schweiz?
In den letzten Tagen wurde über Fälle in verschiedenen Landesteilen berichtet. Die Leute sind besorgt, und das ist verständlich. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Lage jedoch im Griff: Die Behandlung ist gewährleistet, und die Bakterienstämme werden genau überwacht. Das Wichtigste ist, dass niemand zu Hause bleibt und abwartet, wenn die Symptome auf eine Entzündung hindeuten. Eine schnelle Behandlung mit Antibiotika kann Leben retten.
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Was können wir tun?
Impfungen sind das A und O. In der Schweiz ist die MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) für alle kostenlos und schützt auch vor der durch Mumps verursachten Hirnhautentzündung. Zusätzlich gibt es einen separaten Impfstoff gegen die bakterielle Form, der besonders Risikogruppen empfohlen wird. Händehygiene, das Verwenden des eigenen Trinkglases und das Meiden von Menschen mit Erkältungen sind in diesem Zusammenhang einfach vernünftige Verhaltensweisen.
Wenn Sie das nächste Mal hören, dass jemand über starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit klagt, nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter. Schnelles Handeln kann alles entscheiden. Und denken Sie daran: So beängstigend die Schlagzeilen auch sein mögen, das Schweizer Gesundheitswesen ist weltweit spitze – wir haben die besten Voraussetzungen, auch diese Herausforderung zu meistern.