Ferland Mendy: Das Überraschungspaket, das Real Madrid dem Ruhm ganz nah bringt
Es gibt Spiele, die brauchen einen stillen Helden. Die Typen, die nicht in den Schlagzeilen der Torschützen stehen, bei denen man aber nach dem Abpfiff genau weiß, wer das Spiel entschieden hat. Was wir gestern Abend im Bernabéu gegen Manchester City erleben durften, war eine Lehrstunde von Ferland Mendy. Der Franzose, dieser Außenverteidiger, der manchmal mit angezogener Handbremse zu spielen schien, zog im kritischsten Moment der Saison alle Register. Und eines ist klar: Pep Guardiola dürfte jetzt schon schlaflose Nächte haben, wenn er an das Rückspiel denkt.
Der Fels in der Brandung, der Pep zur Weißglut brachte
Wenn alle Welt von offensiven Außenverteidigern schwärmt, von Flügelspielern, die eigentlich versteckte Stürmer sind, war Mendy stets das Gegenmodell. Aber gestern hat er eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum im modernen Fußball ein waschechter Verteidiger manchmal mit Gold nicht aufzuwiegen ist. Er hat jeden Flügelstürmer, der ihm gegenüberstand, schwindelig gespielt. Unmögliche Ballrückeroberungen, chirurgische Antizipation und eine solche Zweikampfstärke, dass Foden, Grealish und Co. freiwillig das Weite suchten. Es ist kein Zufall, dass City über seine Seite kaum Gefahr erzeugen konnte. Mendy hat nicht nur verteidigt: Er hat Angst verbreitet. Und wenn dir so einer entgegentritt, beginnt der Gegner zu zweifeln.
Fahrt aufgenommen: Mendys neuer Impuls
Das Spannendste daran: Das ist nicht der Mendy von vor ein paar Monaten. Der Franzose hat so richtig Fahrt aufgenommen, genau jetzt, wo der Spielkalender am engsten wird. Seine Offensivläufe, früher noch zaghaft, haben plötzlich etwas Entschlossenes. Erst kürzlich, in einer Aktion der zweiten Halbzeit, zog er bis zur Grundlinie durch und brachte eine Flanke, die förmlich nach Tor roch. Es wurde zwar keins, aber die Absicht zählt. Der Mendy, den wir jetzt sehen, ist der, der sich Ancelottis Vertrauen verdient, der die Debatten um seinen Stammplatz vergessen macht. Und das ist erst der Anfang. Wenn er dieses Niveau hält, wird er in den entscheidenden Champions-League-Spielen zu einer richtigen Waffe.
- Defensivbollwerk: 9 von 10 Zweikämpfen gegen City gewonnen.
- Spielaufbau: Deutliche Verbesserung bei der Präzision langer Pässe.
- Einsatz: Lief über 11 Kilometer – die zweitmeiste Distanz im Team.
Die Nummer 23 ist jetzt die begehrteste
Während Mendy die englischen Stars austrocknete, bot sich auf den Rängen ein besonderes Bild. Immer mehr Fans tragen sein Offizielles Ferland Mendy Fan-Trikot #23 Real Madrid 2024/25 – Version für Fans. Und wenn sich ein Spieler so zerreißt, dann honorieren das die Fans eben. Dieses weiße Trikot mit der 23 ist zum Symbol für die neue defensive Verlässlichkeit von Real Madrid geworden. Diejenigen, die früher nach einem Weltklasse-Außenverteidiger riefen, verstehen jetzt: Größe wird auch hinten gebaut. In den Fanshops des Clubs gibt es bereits Wartelisten, und das zu Recht: Genau diesen Mendy wollen wir immer sehen.
Das Allerbeste: Das ist keine Luftspiegelung. Das Hinspiel gegen City hinterlässt zwar einen etwas bitteren Nachgeschmack, aber auch eine Gewissheit: Mendy ist auf dem Zenit seines Könnens. Das Rückspiel im Etihad wird eine andere Geschichte, gegen einen verletzten Gegner vor heimischer Kulisse. Aber wenn der Franzose dieses Niveau hält, dürfen wir träumen. Denn wenn du so einen Krieger auf der Außenbahn hast, dann rückt der Ruhm ein Stück näher. Wie die Altvorderen schon sagten: Abwehrkünste bringen Titel, und dieser Mendy hat ganz den Anschein, als wolle er uns eine unvergessliche europäische Nacht bescheren.