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Joan Laporta, Messis Rückkehr und die unbequeme Wahrheit für Tebas

Sport ✍️ Carlos Rodríguez 🕒 2026-03-10 05:44 🔥 Aufrufe: 1

Was für eine Nacht, Leute! Der spanische Fußball ist ein Pulverfass, und die Lunte hat, wie sollte es anders sein, wieder einmal der Name Leo Messi gelegt. Stellen Sie sich vor: Xavi hat bei einem seiner Vorträge einfach so gesagt, dass LaLiga grünes Licht für die Rückkehr der Nummer 10 gegeben hätte. Da blieb mir erstmal die Luft weg, denn das ist ja ein Wort! Aber wie zu erwarten, ließ die Reaktion nicht lange auf sich warten: Javier Tebas, der starke Mann von LaLiga, hat energisch und unmissverständlich dementiert, dass es eine solche Genehmigung gäbe. Und mitten in diesem Erdbeben taucht ein Name immer wieder auf: Joan Laporta. Der Präsident, der Anführer, der Mann, der stets am Rande des Abgrunds tanzt.

Joan Laporta, Präsident des FC Barcelona, auf einem aktuellen Bild

Um diese Seifenoper zu verstehen, muss man nicht nur auf die Person, sondern auch auf den Nachnamen schauen. Denn es geht hier nicht nur um Joan Laporta i Echevarría, diesen temperamentvollen Anwalt, der schon die erste goldene Ära mit Messi erlebt hat. Das Flüstern in den Büros des Camp Nou richtet sich auch auf sein unmittelbares Umfeld. Sein Sohn, Guillem Laporta i Echevarría, zeigt sich immer häufiger im Trainingsgelände, und obwohl er kein offizielles Amt bekleidet, weiß jeder, dass der Vater auf den Sohn hört. Hat Guillem die Entscheidung beeinflusst, beim Thema Leo aufs Ganze zu gehen? Wer weiß, aber in diesem Club gaben die Familienbande schon immer Gesprächsstoff.

Und dann ist da noch das Kapitel der alten Weggefährten. Laporta baut das nicht allein auf. Im Schatten, wo die Fäden gezogen werden, taucht stets das Gespenst derer auf, die ihn in seinen Anfängen begleiteten. Ich meine Joan Saura, ehemaliger leitender Angestellter des Hauses und in anderen Zeiten ein Vertrauter. Auch wenn sich ihre Wege inzwischen getrennt haben, kennt Saura die Feinheiten der Klubseele wie kein Zweiter. Und es wird gemunkelt, man munkelt, dass sogar er selbst überrascht ist von dem Meisterstück, das Laporta da vorbereitet. Denn darum geht es, meine Herren: Die Fans zu verführen, während man die Millionen zusammenkratzt, die das Financial Fairplay verlangt.

Was klar ist: Laporta steht vor einem dreifachen Salto mortale:

  • Tebas' Sparzwang: Der LaLiga-Präsident lässt sich von niemandem vereinnahmen. Er hat es klargemacht: Es gibt keine Genehmigung, und falls doch, dann nur mit einer drastischen Gehaltskürzung oder dem Verkauf von Klub-Vermögenswerten.
  • Die Kabine und das interne 'Fairplay': Es geht nicht nur um Messi. Es geht darum, wie seine Ankunft die aktuellen Kapitäne beeinflusst, die jungen Spieler, die diese Saison durchgestartet sind. Laporta muss Egos und Gehälter managen.
  • Die Wahrheit, die ans Licht kommt: In den Fußballkreisen wird bereits ausgepackt, dass das Gemunkel real ist. Dass Laporta seit Wochen mit Messis Umfeld verhandelt und dass Tebas' 'Nein' nur ein weiteres Hindernis ist, nicht das Ende des Weges.

Ich beobachte diesen Mann seit Jahrzehnten. Ich habe ihn fallen und wieder aufstehen sehen. Und glaubt mir, Joan Laporta i Echevarría lässt sich nicht von einem Dementi einschüchtern. Er weiß, dass die Mitglieder träumen wollen. Und solange es nur den kleinsten Spalt gibt, wird er den Ball durchbekommen. Was wir nicht wissen, ist, um welchen Preis. Denn im modernen Fußball kommt keine Freude ohne Kleingedrucktes. Bleibt dran, das hat gerade erst begonnen.