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WhatsApp wird teilweise kostenpflichtig – Das bietet das neue Plus-Abo

Technik ✍️ Matti Virtanen 🕒 2026-03-10 03:18 🔥 Aufrufe: 1
WhatsApp wird teilweise kostenpflichtig

Jetzt ist es also offiziell: Der weltweit meistgenutzte Messenger WhatsApp stellt zumindest teilweise auf Kosten um. Wir hier in der Schweiz haben uns daran gewöhnt, dass die App einwandfrei funktioniert – kostenlos und ohne grössere Einschränkungen. Doch jetzt gibt Meta bekannt, dass man neben dem Blick auf den Bildschirm bald auch den Geldbeutel öffnen muss, wenn man etwas mehr aus der App herausholen möchte. Es geht nicht darum, dass die grundlegende Nachrichtenfunktion plötzlich Geld kostet, sondern um ein neues, freiwilliges WhatsApp Plus-Abo. Und das ist kein schlechter Scherz.

Was bekommt man fürs Geld?

Wir haben das Phänomen schon gesehen: Spotify, Netflix, und jetzt hat es endlich auch die blaue Sprechblase erwischt. Die Idee ist simpel. Die Grundfunktionen – also Nachrichten, Anrufe und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – bleiben für alle kostenlos. Aber wer etwas Extras will, etwas, um aus der Masse herauszustechen, der muss dafür in Zukunft bezahlen. Und hier kommen all jene auf ihre Kosten, die schon immer ihr digitales Profil etwas individueller gestalten wollten.

Was bietet das Plus-Paket also? Unter anderem Folgendes:

  • Unübertroffene Individualisierung: Vergessen Sie die immer gleichen grünen Sprechblasen. Für Plus-Abonnenten winken 14 neue App-Icons, verschiedene Themes und Akzentfarben. Der Startbildschirm des Handys kann so endlich Ihre Persönlichkeit widerspiegeln.
  • Mehr Chats im Blick: Haben Sie sich auch schon gewünscht, mehr als nur drei Chats anpinnen zu können? Jetzt wird das möglich. In der Plus-Version steigt die Anzahl der angehefteten Unterhaltungen auf satte 20 Chats. Für die Gruppe des Spring Ride by C.V.T. 2026-Events eine eigene, eine für den Fussballclub, eine für die Planung des Weekendtrips – alles passt gleichzeitig auf den Bildschirm.
  • Stylische Reaktionen und Klingeltöne: Sticker und Reaktionen werden exklusiver. Man erhält Zugang zu Emojis und Sounds, die andere nicht sehen oder hören können. So ist man garantiert der Hingucker – oder zumindest Gesprächsstarter.

Macht das Ganze überhaupt Sinn?

Klar, viele werden sich jetzt fragen, warum zur Hölle man für etwas bezahlen sollte, das immer kostenlos war. Absolut nachvollziehbar. Aber Hand aufs Herz: Wir zahlen bereits für Cloud-Speicher, Streaming-Dienste und vieles mehr. Für Meta war WhatsApp bisher ein schwieriges Pflaster – über zwei Milliarden Nutzer, aber Werbung lässt sich nur schwer integrieren. In der Branche wird schon länger gemunkelt, dass dies Metas Weg ist, endlich diejenigen zur Kasse zu bitten, die die App wirklich intensiv nutzen.

Und das Beste daran: Es ist absolut freiwillig. Wer Wert auf Optik und Extra-Funktionen legt und dafür zahlen möchte, bekommt die Möglichkeit dazu. Wer WhatsApp nur nutzt, weil es eine kostenlose Möglichkeit ist, mit der Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben, wird keine Veränderung bemerken. Ausser vielleicht, dass die werbefreie Nutzung in Europa bald auch etwas kosten könnte: Im Reiter "Updates" wird es voraussichtlich ein eigenes Abo zur Entfernung von Werbung geben. Gerüchten zufolge soll es um die vier Euro im Monat kosten.

Was bedeutet das für Sie?

Man kann es vielleicht so sehen: Sie gehen zu einem 1-stündigen privaten Fotoshooting. Der Profi macht die besten Aufnahmen, aber das Ergebnis hängt vor allem vom Motiv ab, nicht von der Kamera. Ähnlich ist es bei WhatsApp: Die Grundfunktionen sind das Motiv, das Plus-Abo ist das hochwertige Objektiv, mit dem man das perfekte Bild schiesst. Wer will, kann es kaufen. Wer nicht, macht mit der einfachen Kamera trotzdem gute Bilder.

Fazit: WhatsApp stirbt nicht und wird auch nicht zum reinen Spielzeug für Reiche. Die App wird einfach erwachsen und lernt, wie man sich selbst finanziert. Im Frühjahr 2026 werden wir sicher genauere Informationen zu den Preisen und dem genauen Start dieser neuen Ära erhalten. Bis dahin geniesst man die kostenlose Version am besten und individualisiert vielleicht einfach das Hintergrundbild des Handys – das ist vorerst noch gratis.