WhatsApp wird teilweise kostenpflichtig – Das bietet das neue Plus-Abo und diese Funktionen bekommt man dafür
Jetzt ist es also offiziell: Der weltweit meistgenutzte Messenger WhatsApp stellt zumindest teilweise auf Kosten um. Wir hier in Österreich haben uns daran gewöhnt, dass die App einfach funktioniert – gratis und ohne große Spielereien. Doch jetzt lässt Meta verlauten, dass man bald nicht nur ein Auge auf den Bildschirm, sondern auch auf den Geldbeutel haben muss, wenn man ein bisschen mehr will. Es geht nicht darum, dass das normale Verschicken von Nachrichten plötzlich etwas kostet, sondern um ein brandneues, freiwilliges WhatsApp Plus-Abo. Und glaubt mir, das ist kein schlechter Scherz.
Was bekommt man fürs Geld?
Wir kennen das schon: Spotify, Netflix, und jetzt ist endlich die blaue Blase dran. Die Idee ist simpel. Die Basis-Funktionen, also Nachrichten, Anrufe und diese Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bleiben für alle gratis. Aber wenn man etwas Extras will, etwas, um aus der Masse herauszustechen, dafür wird man in Zukunft blechen müssen. Und jetzt können alle, die schon immer ihr Profil etwas aufpeppen wollten, vor Freude an die Decke springen.
Was bringt das Plus-Paket? Na zumindest Folgendes:
- Unvergleichliche Anpassung: Vergesst die alten, grünen Blasen. Plus-Abonnenten dürfen sich auf 14 neue App-Symbole, verschiedene Themes und Akzentfarben freuen. Der Startbildschirm kann bald eure Persönlichkeit widerspiegeln.
- Alle Chats auf einen Blick: Habt ihr euch schon immer gewünscht, mehr als nur drei Chats anpinnen zu können? Jetzt ist es möglich. In der Plus-Version steigt die Anzahl der angehefteten Chats auf satte 20 Unterhaltungen. Für die Gruppe des Frühlingsfestes 2026 eine eigene, für die Diskogruppe eine eigene, für die Familie eine eigene – alles passt gleichzeitig auf den Schirm.
- Stylische Reaktionen und Klingeltöne: Sticker und Reaktionen werden exklusiver. Ihr bekommt Emojis und Sounds, die andere nicht sehen oder hören können. Eindruck schinden ist garantiert, oder zumindest ein Gesprächsstarter.
Macht das Ganze überhaupt Sinn?
Klar überlegen jetzt viele, warum um Himmels willen man für etwas zahlen sollte, das immer gratis war. Und das ist ein völlig berechtigter Punkt. Aber Hand aufs Herz: Wir zahlen bereits für Cloud-Speicher, Streamingdienste und vieles andere. Für Meta war WhatsApp bisher so eine lahme Ente – man hat über zwei Milliarden Nutzer, aber es ist schwer, da einfach Werbung reinzudrücken. In der Branche wird schon lange getuschelt, dass dies Metas Weg ist, endlich die Leute zur Kasse zu bitten, die wirklich durch die App leben und atmen.
Und das Beste daran: Es ist völlig freiwillig. Diejenigen, die für Optik und Extra-Funktionen zahlen wollen, bekommen diese Möglichkeit. Diejenigen, die WhatsApp nur nutzen, weil es eine kostenlose Möglichkeit ist, mit Oma und den Freunden in Kontakt zu bleiben, werden keinen Unterschied merken. Außer vielleicht, dass ihre "Kostenlosigkeit" in Zukunft ein bisschen werbefreier ist, denn in Europa wird es auf dem Tab "Aktualisierungen" auch ein eigenes Abo zur Entfernung von Werbung geben. Gerüchten zufolge soll es um die vier Euro im Monat kosten.
Was hat das mit dir zu tun?
Stellt es euch zum Beispiel so vor: Ihr geht zu einem 1-stündigen privaten Fotoshooting. Der Profi macht die besten Fotos von euch, aber das Ergebnis ist immer, dass das Motiv im Vordergrund steht, nicht die Kamera. Genauso bei WhatsApp: Das normale Texten ist das Motiv, und das Plus-Abo ist das coole Objektiv, mit dem man den Schuss für die Saison macht. Wenn's gefällt, kann man's kaufen. Wenn nicht, macht die Handykamera auch ohne gute Bilder.
Lange Rede, kurzer Sinn: WhatsApp stirbt nicht und wird auch nicht zum reinen Spielzeug für Reiche. Es wird einfach erwachsen und lernt, sich selbst zu ernähren. Im Frühjahr 2026 werden wir sicher genauere Infos zu den Preisen bekommen und wann diese neue Ära wirklich startet. Bis dahin sollte man das Gratisangebot genießen und vielleicht das Handy-Hintergrundbild anpassen – das ist nämlich vorerst noch umsonst.