Startseite > Politik > Artikel

Lyon im Ausnahmezustand! Der politische Showdown zwischen Aulas und Doucet – schafft der «Löwe» das Wunder?

Politik ✍️ 里昂老炮 🕒 2026-03-20 21:15 🔥 Aufrufe: 1

Freunde von Lyon, habt ihr in letzter Zeit auf der Place Bellecour auch das Gefühl, dass der Wahlkampf in der Luft liegt? Sogar der Metzger an der Bologna-Salami-Theke kommt beim Schneiden mit seinen Kunden aufs Rathaus zu sprechen. Ganz Lyon spricht nur noch über eines: den heissen Kampf zwischen unserem «Löwen» – Jean-Michel Aulas – und Amtsinhaber Grégory Doucet. Das wird jetzt richtig handfest!

Titelbild der Lyoner Kommunalwahlen

Das sage ich nicht einfach so. Aus hochrangigen politischen Kreisen dringt durch, dass Aulas und Doucet in der Wählergunst praktisch gleichauf liegen! Könnt ihr das fassen? Da steht ein Wirtschaftsmagnat, der mit Olympique Lyon (Olympique Lyonnais) die Ligue 1 dominierte und das «Löwen»-Emblem in unser aller Blut gebrannt hat, einem seit Jahren in der Stadt verwurzelten, bodenständigen Amtsinhaber gegenüber. Diese Konfrontation ist spannender als jedes Champions-League-Finale.

Man muss schon sagen: Aulas' Schachzug ist mutig. Schon beim Aufbau der Frauenmannschaft von Olympique Lyon (Olympique Lyonnais Féminin) zeigte er seinen unbändigen Willen, ein «Imperium» zu schaffen. Jetzt überträgt er diese Sieger-Mentalität eins zu eins auf die Wahlkampfarena. Immer wieder ruft er die Lyoner dazu auf, «sich zu wehren und alles zu geben». Diese Töne kommen uns doch bekannt vor, oder? Genau so hat er früher im Stade de Gerland die Fans angeheizt. Für uns alteingesessene Lyoner, die ihn seit Jahrzehnten im Stadion erleben, ist das schwer zu ignorieren.

Aber Doucet ist natürlich auch nicht auf den Kopf gefallen. Seine grösste Stärke ist seine Verwurzelung in der Stadt, er kennt jede kleine Gasse und die Bedürfnisse der Menschen in den einzelnen Vierteln. Doch jetzt macht ihm zu schaffen, dass er mit gewissen linksextremen Gruppierungen zu liebäugeln scheint. In einer Stadt wie Lyon, die so stark vom Wirtschaftsleben geprägt ist, macht das vielen gemässigten Wählern doch etwas Angst. Viele Geschäftsleute vor Ort fragen sich jetzt: Auf der einen Seite der «Wirtschaftslöwe», der von Finanzen und Führung Ahnung hat, auf der anderen Seite der Amtsinhaber, der sich vielleicht von extremen Kreisen abhängig macht. Wie soll man da bloss wählen?

Ich fasse mal die zwei entscheidenden Punkte im aktuellen Wahlkampf zusammen:

  • Der grosse Sprung des «Löwen»: Kann Aulas das enorme Ansehen, das er sich im Stadion von Olympique Lyon aufgebaut hat, in echte Wählerstimmen ummünzen? Sein Slogan «Wirtschaftsaufschwung» wirkt für die Lyoner Unternehmer wie ein echtes Signal der Hoffnung.
  • Doucet in der Defensive: Angesichts der starken Herausforderung von Aulas muss Doucet einen gefährlichen Balanceakt zwischen «Einheit der Linken» und «Anwerbung der gemässigten Wähler» meistern. Kann er dem Druck standhalten und beweisen, dass er mehr ist als nur ein Übergangsbürgermeister – ein echter Anführer, der Lyon in die Zukunft führen kann?

Dieser Kampf geht jetzt erst richtig in die heisse Phase. Ich wette, im nächsten Monat sind die Diskussionen auf Lyons Strassen spannender als jedes Fussballspiel. Wie wir in der Bar immer sagen: Ob der Löwe wirklich vom Fussballplatz ins Rathaus einziehen kann, das wird sich jetzt zeigen!