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UFC London: Spitzenduell zwischen Evloev und Murphy übertrifft alle Erwartungen – Die wichtigsten Themen des Abends

Sport ✍️ Mikko Rantanen 🕒 2026-03-21 22:34 🔥 Aufrufe: 2

UFC London Veranstaltungsplakat

In der Londoner O2 Arena war am Samstagabend der besondere Funke zu spüren. Die Stimmung war elektrisierend, und die UFC London-Veranstaltung über die gesamte Nacht hinweg erfüllte die hohen Erwartungen. Im Hauptkampf standen sich die beiden im Federgewicht ungeschlagenen Movsar Evloev und Lerone Murphy gegenüber, und obwohl der Kampf über die vollen fünf Runden ging, war es genau die hochklassige Schachpartie, die wahre Fans dieses Sports so schätzen.

Evloev vs. Murphy: Ein erwartetes Meisterschafts-Duell

Movsar Evloev tat einmal mehr das, was man von ihm erwartet. Der Ringer und die Kontrolle des russischen Ausnahmekönners waren erstklassig, und es gelang ihm, Murphys größte Waffe, das schnelle und explosive Stand-Up-Game, über weite Strecken im Zaum zu halten. Aber eines ist klar: Lerone Murphy kam nicht nach London, um kampflos zu verlieren. Der Brite, der vor heimischer Kulisse kämpfte, zeigte, warum er als einer der gefährlichsten Aufsteiger in dieser Gewichtsklasse gilt. Besonders in Runde drei und vier fand Murphy seinen Abstand und landete die härteren Treffer, die Evloev kurzzeitig in Bedrängnis brachten.

Das Endergebnis war jedoch eindeutig: Evloev siegte nach Punkten (48-47, 48-47, 49-46). Diese Niederlage schmälerte Murphys Standing jedoch keineswegs – ganz im Gegenteil. Er bewies, dass er absolut zur absoluten Spitze der Top Ten gehört. Wie alle, die wirklich im Geschäft sind, wissen, war dies praktisch ein Vorgeschmack auf einen zukünftigen Meisterschaftskampf im Federgewicht der Ultimate Fighting Championship. Und was nach dem Kampf hinter den Türen der Umkleidekabinen geschah, war vielleicht noch interessanter.

Volkanovski wirft seinen Schatten auf den nächsten Zug voraus

Kaum war der Kampf zu Ende, heizten sich die sozialen Medien auf, als der ehemalige Champion Alexander Volkanovski ins Bild trat. Der Australier hat klargemacht, dass er als nächstes gegen Movsar Evloev antreten möchte. Nach dem Kampf wirkt diese Möglichkeit realistischer denn je. Evloev hat nun eine Bilanz von 19-0 und hat sich durch die gesamte Spitze der Gewichtsklasse gekämpft. Volkanovski wiederum will zurück auf den Thron. Dies wäre für beide ein taktischer Albtraum, aber gleichzeitig genau die Art von Match, die eine Ära prägt.

  • Movsar Evloev (19-0): Die Siegesserie geht weiter, als nächstes muss entweder der Champion oder eine Legende kommen.
  • Lerone Murphy (15-1-1): Die erste Niederlage seiner Karriere, aber sein Ruf hat sich noch weiter gefestigt. Harte Gegner garantieren in Zukunft noch größere Namen.
  • Alexander Volkanovski: Lauert im Hintergrund und fordert ein Duell mit Evloev – möglicherweise sogar direkt um den Titel, je nachdem, wie die Dinge in der oberen Tabellenhälfte laufen.

Weitere Höhepunkte des Abends und was ihr vielleicht verpasst habt

Neben dem Hauptkampf gab es in London einen der härtesten K.o.-Momente des Jahres zu sehen, als Tom Nolan seinen Gegner in der zweiten Runde ins Reich der Träume schickte. Das gesamte Kampfprogramm erinnerte immer wieder daran, warum Europatouren wie UFC Fight Night 127 bei den Fans so beliebt sind – sie bieten rohen, kompromisslosen Kampf ohne den Druck großer Arenen.

Und wenn wir schon bei der Stimmung sind: Eine besondere Erwähnung verdient der Überraschungsmann des Abends, der Ukrainer Daniil Bondar. Der Debütant betrat den Käfig mit weniger als einer Woche Vorlaufzeit und holte sich einen Sieg nach Drehbuch per Handhebel. Es sind genau solche Geschichten, die alte Hasen wie mich begeistern. Sie erinnern daran, dass die Seele dieses Sports auch hinter den Namen lebt, die nicht in den Schlagzeilen stehen.

In den Gängen der O2 Arena hörte ich zudem, dass einer der legendärsten Eckenmänner des Sports, Stitch Duran, an einem neuen Projekt mit dem Titel From the Fields to the Garden: The Life of Stitch Duran arbeitet. In London war dieser tiefe Respekt vor der Geschichte des Sports förmlich spürbar, der in Stitchs Geschichte gipfelt. Dies war nicht einfach nur eine Veranstaltung – es war ein Abend, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft am Käfigrand aufeinandertrafen.

Wie geht es weiter?

Der nächste Zug ist nun klar. Evloev und Volkanovski werden aufeinandertreffen, es sei denn, der amtierende Champion Ilia Topuria tut etwas völlig Unerwartetes und wirft sich selbst ins Rennen. UFC LONDON hinterließ jedoch eine Frage: Wo war eigentlich Paddy Pimblett? Der Liverpudlianer war zwar vor Ort, aber sein nächster Gegner wurde noch nicht bekannt gegeben. Flüstern in den Umkleiden zufolge könnte er durchaus der nächste britische Star sein, der in den Hauptkampf aufsteigt, wenn die Promotion später im Jahr wieder auf die Insel zurückkehrt.

Wie dem auch sei, London hat einmal mehr getan, was es immer tut: Es hat daran erinnert, dass die Ultimate Fighting Championship ein weltweites Phänomen ist, aber ihr Herzschlag ist am lautesten genau in diesen ausverkauften Arenen zu hören, in denen das Publikum jeden Schlag mitlebt. Bis zum nächsten Mal, und denkt dran: Kinn runter!