Pérez-Llorca und der Blitz-Vertrag im Provinzialrat von Valencia: Notfall oder Gefälligkeit?
Valencia erwacht mit einer neuen Polit-Saga, die es faul in sich hat. Keine Woche ist vergangen, seit der Vorgang publik wurde, und schon ist er das Gesprächsthema in allen Bars im Viertel El Carmen und auf den Terrassen der Plaza del Ayuntamiento. Der von der PP regierte Provinzialrat von Valencia hat beschlossen, den Modus "höchste Dringlichkeit" zu aktivieren, um die Partnerin von José Pedro Pérez-Llorca anzuheuern. Und aufgepasst: ein Jahresgehalt von 52.000 Euro. Die Frage, die sich jeder stellt, ist, ob hier außergewöhnliche berufliche Qualifikationen vorliegen oder ob es sich schlicht um einen klassischen Fall politischer "Gefälligkeit" mit klaren Namen handelt.
War die Eile wirklich so groß, dass es nicht bis Montag warten konnte?
Das ist der Leitsatz, der derzeit durch die Gänge des Provinzialrats hallt. Die offizielle Begründung lautet, es habe eine "dringende Notwendigkeit" bestanden, die Stelle zu besetzen. Aber wir, die wir die Abgründe der valencianischen Verwaltung seit Jahrzehnten begleiten, wissen, dass das Wort "Dringlichkeit" in einem Vergabeverfahren meist die beste Rechtfertigung ist, um die üblichen Verfahren zu umgehen. In diesem Fall ist die eingestellte Person nicht mehr und nicht weniger als die Partnerin von Pedro Perez-Llorca. Ein Zufall, der in der politischen Szene weniger wie ein Schicksal, sondern eher wie die Einlösung eines Gefallens klingt.
Der Vorgang und seine Details: Gehälter, die in Krisenzeiten schmerzen
Kommen wir zur Sache, denn hier schmerzt die Summe. Wir sprechen von 52.000 Euro brutto im Jahr. Eine Zahl, die für eine Vertrauens- oder Beraterposition normal klingen mag, aber wenn sie unter dem Vorwand der "Dringlichkeit" und mit dem Namen Pérez-Llorca im Hintergrund unterschrieben wird, wird sie zu einem echten Kritikmagneten. Während die Opposition die Messer wetzt, betont die Regierungsmannschaft, dass alles nach geltendem Recht gelaufen sei. Aber hier, wie so oft, gehen Legalität und Ethik nicht immer Hand in Hand.
- Die gewählte Position: Es handelt sich um eine Führungsposition, deren Aufgaben, wie im Gebäude gemunkelt wird, problemlos von einem internen Beamten hätten übernommen werden können.
- Die Vorgehensweise: Man griff auf das Instrument des Vertrags aus "dringender Notwendigkeit" zurück – ein Ausnahmemechanismus, der in letzter Zeit im Provinzialrat scheinbar immer häufiger zum Einsatz kommt.
- Die Familienbande: Die direkte Verbindung zu Perez Llorca ist der Kern dieser Geschichte. Handelt es sich um einen simplen Verwaltungsakt oder um ein Zeichen der Verbundenheit mit den eigenen Leuten?
Gemunkel in den Gängen und die kritischen Blicke der Opposition
Auf der Straße sind die Leute klar: Das ist knallharte Politik. Und wenn der Name Perez-Llorca mit einem Blitz-Vertrag in Verbindung gebracht wird, dann ist bei den Valencianern sofort die historische Erinnerung wach. Wir sprechen hier nicht von einer untergeordneten Position; es ist ein Manöver, das die öffentliche Prüfung nur mit Mühe besteht. Die Opposition hat bereits angekündigt, in der nächsten Plenarsitzung Erklärungen zu fordern, und das wird keine gemütliche Kaffeerunde. Sie werden die Rechtsgutachten, den Nachweis für die "Dringlichkeit" und natürlich die tatsächlichen Aufgaben der Stelle einfordern.
In der Zwischenzeit versucht das Umfeld des Begünstigten, die Wogen zu glätten, und argumentiert, es handle sich um einen erfahrenen Profi. Doch die öffentliche Wahrnehmung ist hartnäckig: Wenn das Gehalt mehr als anständig ist und die Unterzeichnung des Vertrags mit dem Nachnamen desjenigen zusammenfällt, der das Sagen hat, wirft der Schatten des Nepotismus lange Schatten. José Pedro Pérez-Llorca ist kein Neuling in diesem Geschäft, er weiß genau, wie der politische Thermometer funktioniert. Vielleicht fragen sich deshalb viele, warum man sich nicht besser abgesichert hat, um dieses Schauspiel zu vermeiden.
Letztendlich ist das, was wie ein weiterer Verwaltungsvorgang im Provinzialrat von Valencia schien, zum Gradmesser dafür geworden, wie mit öffentlichen Ressourcen umgegangen wird, wenn bekannte Namen im Spiel sind. Es bleibt abzuwarten, ob die "dringende Notwendigkeit" der Überprüfung in den kommenden Wochen standhält oder ob sie, wie wir, die wir die Hintergründe dieses Theaterstücks kennen, vermuten, sich als ein weiteres Kapitel einer Serie entpuppt, die wir nur allzu gut kennen.