Lee Sang-bo: Vom „Herbst in meinem Herzen“ bis zum Drogenfreispruch – Das bewegte Leben des Schauspielers endet mit 44 Jahren
Viele K-Drama-Fans, besonders die unter euch, die in den 80ern und 90ern geboren sind, werden bei dieser Nachricht wahrscheinlich kurz innehalten – ein leiser Schreck, eine traurige Stille. Der Schauspieler Lee Sang-bo (auch bekannt als Lee Sang-bo), der in den frühen 2000er Jahren mit seinem feinen Gesicht und seinem melancholischen Blick in Erinnerung blieb, ist überraschend am vergangenen Donnerstag (27. März) im Alter von nur 44 Jahren verstorben. Wie es heißt, findet die Beerdigung bereits morgen (29. März) statt. Die Familie wünscht eine private Zeremonie und hat die Todesursache nicht bekannt gegeben. Sie bittet darum, ihn in Stille zu verabschieden.
Den Namen kennt man vielleicht nicht, das Gesicht aber garantiert
Um ehrlich zu sein: Für uns Zuschauer hier in Österreich, für die Dramen zum Alltag gehören, ist der Name Lee Sang-bo vielleicht nicht so geläufig wie der von Song Hye-kyo oder Won Bin. Aber wenn man seine bekannteste Rolle erwähnt, macht es sofort *Klick*. Die meisten kennen ihn aus der Kultserie „Herbst in meinem Herzen“ (Original: Autumn in my Heart), wo er den „jungen Kang Yun-seok“ spielte, die erste Liebe von Song Hye-kyos Charakter Yoon Eun-see! Damals war seine Rolle zwar nicht riesig, aber diese sanfte, von einer gewissen Hoffnungslosigkeit geprägte Tiefe – das war einfach umwerfend. Und später in Serien wie „Die Rivalin“ (Original: Rival) oder „Pretty Woman“ (Original: Pretty Woman) verkörperte er viele zurückhaltende, oft komplexe Nebenrollen und trug so maßgeblich zum Erfolg dieser Klassiker bei.
Vom Karrierehoch ins tiefe Tal: Der aufsehenerregende Drogen-Fall
Doch Lees Leben war nicht nur von seiner Karriere geprägt – es gab eine dunkle Zeit, die ihn beinahe zerstört hätte. Es war im Jahr 2013, als er plötzlich in einen Drogenmissbrauchs-Fall verwickelt wurde, der die koreanische Unterhaltungsbranche erschütterte. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest. Überall hieß es in den Schlagzeilen „Koreanischer Schauspieler Lee Sang-bo unter Drogenverdacht“. Sein Image war über Nacht am Boden, niemand wollte ihn mehr für Filme engagieren, und die Werbepartner zogen sich natürlich zurück. Diesen Absturz vom Gipfel ins Tal kann man sich als Außenstehender kaum vorstellen.
Was dann folgte, war aber eine überraschende Wende: Nach einer Reihe von Verhören und Untersuchungen stellte sich seine Unschuld heraus! Der Fall war ein riesiges Missverständnis. Da Lee seit Langem an Depressionen litt, hatte er regelmäßig vom Arzt verschriebene Antidepressiva eingenommen. Die Testergebnisse zeigten dann eine Kreuzreaktion mit bestimmten Drogenbestandteilen, was zu dieser folgenschweren Verwechslung führte. Er wurde schließlich freigesprochen und rehabilitiert. Nach seiner Entlassung erklärte Lee Sang-bo in einem Interview mit tränenerstickter Stimme, er schwöre, neu anzufangen. Die Leidenschaft für die Schauspielerei sei nie erloschen, und er hoffe, genau wie eine Figur in einem Film, auf eine zweite Chance. Sein Blick in diesem Moment ging einem wirklich unter die Haut.
Abschied morgen: Was bleibt – Bedauern oder Erlösung?
Doch das Schicksal schien ihm nicht viel Zeit zu lassen. Nach der Entlastung nahm seine Karriere zwar wieder etwas Fahrt auf, aber an den Glanz seiner besten Zeiten kam er nie mehr heran. In den letzten Jahren hielt er sich bedeckt, spielte gelegentlich in Theaterstücken oder unabhängigen Filmen und tat einfach das, was er liebte. Umso überraschender kommt nun sein plötzlicher Tod und die Tatsache, dass die Beerdigung bereits morgen stattfindet. Das hat nicht nur seine Freunde aus der Branche, sondern auch seine Fans tief getroffen.
Seine Agentur gab eine sehr kurze Erklärung ab. Darin heißt es, man möge den Wunsch der Familie respektieren und keine Spekulationen über die Todesursache anstellen, damit er in Frieden gehen kann. Nun ist der Ruhm im Showgeschäft oft nur von kurzer Dauer, doch die Werke, die Lee Sang-bo hinterlässt, und seine Geschichte sind wie ein Spiegel, der die Höhen und Tiefen des Lebens widerspiegelt. Man sagt ja: „Das Leben ist wie ein Film.“ Bei ihm wurde das auf traurige Weise wahr – er erlebte den Ruhm und die Anerkennung, ertrug die Anfeindungen und wünschte sich am Ende wohl nur noch eines: Frieden.
- Seine bekanntesten Werke: „Herbst in meinem Herzen“ (Original: Autumn in my Heart), „Die Rivalin“ (Original: Rival), „Pretty Woman“ (Original: Pretty Woman)
- Der Wendepunkt: 2013 in einen Drogen-Fall verwickelt, letztlich rehabilitiert – bekannte die Einnahme von Antidepressiva.
- Sein letzter Wunsch: Nach seiner Entlastung schwor er, neu anzufangen und sich ganz der Schauspielerei zu widmen.
- Die letzten Dinge: Die Beerdigung findet am 29. März in einem kleinen Rahmen statt. Die Todesursache bleibt auf Wunsch der Familie privat.
Egal, was war – hoffentlich kann er nun an einem besseren Ort die Depression hinter sich lassen, ohne den Blick von außen fürchten zu müssen, und einfach das tun, was er so geliebt hat: spielen. Ruhe in Frieden, Lee Sang-bo.