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Iran-Konflikt: Trumps "Ehren"-Aussagen und das Erbe des Zwölf-Tage-Kriegs

Naher Osten ✍️ David Miller 🕒 2026-03-14 13:54 🔥 Aufrufe: 1

Iranische Flagge und militärische Symbolik

Der Begriff Iran-Konflikt hatte in außenpolitischen Kreisen schon immer Gewicht, doch derzeit hat man das Gefühl, die gesamte Region bereite sich auf den Ernstfall vor. Aus den Golfstaaten verlautet, dass die jüngste Rhetorik aus Washington von harten Worten zu etwas weitaus Persönlicherem übergegangen ist. Nachdem der frühere Präsident die Tötung iranischer Führungspersönlichkeiten als "Ehre" bezeichnete, konnte man die steigende Anspannung von Tel Aviv bis Teheran spüren. Es ist die Art von Aussage, die nicht nur provoziert – sie bleibt haften.

Das Erbe des Iran-Irak-Krieges

Um zu verstehen, was auf dem Spiel steht, muss man zurück in die 1980er-Jahre gehen. Der Iran-Irak-Krieg war nicht bloß ein weiterer Grenzkonflikt – es waren acht Jahre zermürbender Stellungskrieg, Giftgasangriffe und Menschenwellen-Attacken, die sich tief ins kollektive Gedächtnis der Nation eingebrannt haben. In diesem Albtraum verbirgt sich ein hektischer Gewaltausbruch, bekannt als der Zwölf-Tage-Krieg, ein brutaler Auftakt, der beiden Seiten zeigte, dass dies kein schneller Sieg werden würde. Diese Geschichte beeinflusst noch heute jeden Schritt, den Teheran unternimmt. Wenn sie auf amerikanische Drohungen blicken, sehen sie das Gespenst Saddams – bewaffnet und unterstützt vom Westen.

Die brüchige Waffenruhe von 2025

Letztes Jahr, nach wochenlangen gegenseitigen Angriffen zwischen Iran und Israel, atmete die Region endlich auf, als eine Waffenruhe im Iran-Israel-Krieg 2025 ausgehandelt wurde. Eingeweihte in der Region verraten, dass es weniger ein Friedensabkommen als vielmehr eine beidseitige Auszeit war – beide Seiten waren erschöpft, ihre Arsenale geleert, und ihre Geldgeber drängten stillschweigend auf eine Pause. Dieselben Quellen beschreiben das Dokument als voller Schlupflöcher, und jeder wusste, dass es nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Funken war. In Teheran ist man der Ansicht, die Waffenruhe habe ihnen Luft zum Atmen verschafft, aber keine Sicherheit.

"Weil wir es sagen" und der neue Unilateralismus

Was uns zurück zu Trumps jüngsten Äußerungen bringt. In diplomatischen Kreisen hört man zunehmend den zynischen Satz "Weil wir es sagen" als Kurzformel für die Rückkehr des amerikanischen Unilateralismus. Es ist ein Rückfall in eine Ära, in der Macht vor Recht ging, und das verunsichert Verbündete und Gegner gleichermaßen. So sieht die derzeitige Lage aus:

  • Trumps Sprache wird mit der "mit-uns-oder-gegen-uns"-Doktrin der Bush-Ära verglichen, jedoch mit einer zusätzlichen Portion persönlicher Prahlerei, die selbst die Falken beunruhigt.
  • Die Führung im Iran sammelt stillschweigend ihr Netzwerk an Stellvertretern – von der Hisbollah im Libanon bis zu den Huthis im Jemen –, bereit, auf jede Provokation zu reagieren.
  • Die Waffenruhe von 2025 existiert zwar noch auf dem Papier, aber Grenzzwischenfälle und Drohnenangriffe sind fast zur Routine geworden, wobei beide Seiten die Grenzen austesten.
  • Sarah Doraghi, ein Name, der jenen, die die Region genau verfolgen, wohlbekannt ist, gab kürzlich eine Warnung weiter: "Die Region ist ein Pulverfass, und jemand wirft Streichhölzer darauf."

Wie geht es weiter?

Beim Iran-Konflikt geht es nicht nur um Raketen und rote Linien – es geht um Narrative. Für Teheran schürt die Erinnerung an den Iran-Irak-Krieg und den Zwölf-Tage-Krieg ein tief verwurzeltes Misstrauen gegenüber jeglicher externen Macht. Für Washington und seine Verbündeten hat die Waffenruhe von 2025 gezeigt, dass Druck Pausen erzwingen, aber keine Lösungen bringen kann. Und dazwischen stehen Millionen von Menschen, die einfach nur ohne den Schatten eines weiteren Krieges leben wollen. Ob Trumps "Weil wir es sagen"-Prahlerei zu einer tatsächlichen Konfrontation oder nur zu weiterem Säbelrasseln führt, eines ist sicher: Der Nahe Osten hält wieder einmal den Atem an.