Casper Ruud startklar für Indian Wells: "Der Traum vom Duell mit Zverev lebt weiter"
Indian Wells hatte schon immer einen besonderen Platz im Herzen der norwegischen Tennis-Fans, und dieses Jahr bildet da keine Ausnahme. Die Erwartungen sind richtig greifbar, wenn Casper Ruud den Court für sein erstes Match des diesjährigen Turniers betritt. Daheim in Norwegen schmilzt der Schnee, aber in der kalifornischen Wüste herrschen strahlender Sonnenschein und es werden harte Bälle geschlagen. Der Bub aus Snarøya ist bereit, neue Kapitel in den Geschichtsbüchern zu schreiben.
Sein Gegner in der ersten Runde? Der Franzose Valentin Vacherot. Der Name klingt vielleicht nicht ganz so bekannt wie einige der ganz großen Stars, aber glauben Sie mir – das ist ein Typ, der durchaus mithalten kann. Er hat auf den niedrigeren Ebenen soliden Tennis geboten und wird mit Sicherheit mit dem Glauben ins Match gehen, dass er überraschen kann. Trotzdem, wenn man sich die Quoten ansieht und mit Leuten spricht, die den Zirkus eng verfolgen, gibt es kaum einen Zweifel daran, wer der Favorit ist. Ich würde sagen, Ruud hat alle Mittel, dieses Match souverän nach Hause zu schaukeln. Es geht darum, früh den Ton anzugeben, die solide Rückhand einzusetzen und dem Franzosen keinen Raum zum Träumen zu geben.
Und dann ist da noch dieses kleine, aber wichtige Detail: das Yonex-Stirnband. Das gelbe Stirnband mit dem charakteristischen Logo ist genauso zu einem Teil von Ruuds Markenzeichen geworden wie seine siegreichen Schläge. Es sitzt da, perfekt platziert, Match für Match. Ich habe Kids auf Tennisplätzen in ganz Norwegen gesehen, die dasselbe Stirnband tief in die Stirn ziehen – sie wollen sein wie Casper. Das ist eine coole Sache, ein Symbol dafür, dass das norwegische Tennis seinen eigenen Stil und seine eigene Identität gefunden hat. Es ist nicht nur ein Kleidungsstück; es ist ein Statussymbol für eine Generation.
Der weitere Weg: Gibt's ein Match gegen Zverev?
Gewinnt Ruud gegen Vacherot – und das wird er – wartet in der nächsten Runde wahrscheinlich eine weitaus härtere Prüfung. Alle Augen sind auf die Hälfte der Auslosung gerichtet, in der Alexander Zverev lauert. Ein potentielles Duell Alexander Zverev gegen Casper Ruud ist genau das Feuerwerk, das wir sehen wollen. Zverev mit seiner Kraft und Reichweite gegen Ruuds Ausdauer und taktische Genialität. Das sind Spiele, bei denen der Puls steigt. Ich stelle mir eine Begegnung vor, bei der Ruud sein absolutes Top-Niveau erreichen muss, bei der jeder einzelne Punkt entscheidend sein kann. Wenn es so kommt und Casper als Sieger vom Platz geht, dann sprechen wir von einer echten Hausnummer und einem starken Signal an den Rest des ATP-Feldes.
Um dorthin zu gelangen, muss er aber zuerst jedes Match einzeln nehmen. So hat Ruud schon immer gearbeitet – solide, fokussiert, ohne zu weit nach vorne zu schauen. Aber wir, die ihn verfolgen, wir dürfen durchaus träumen. Hier sind drei Gründe, warum dieses Indian Wells Ruuds endgültiger Durchbruch auf Hartplatz in den USA werden könnte:
- Die Erfahrung: Er war schon früher hier, kennt den Druck und weiß, was nötig ist, um bei einem Masters-1000-Turnier den Weg bis zum Ende zu gehen.
- Das Equipment: Der Yonex-Schläger und das ikonische Stirnband sitzen wie angegossen – das gibt Sicherheit bei jedem Schlag.
- Das Team: Die Mannschaft um ihn herum, allen voran Vater Christian, hat ein Rezept gefunden, das Jahr für Jahr funktioniert.
Also, liebe Leser, schnallts euch an. Der erste Ball im Match gegen Vacherot ist ein kleiner Schritt für einen Mann, aber ein riesiger für das norwegische Tennis. Ich freue mich wie ein Schnitzel, Casper Ruud im Sonnenschein kämpfen zu sehen, mit dem gelben Stirnband schön strammgezogen. Hoffen wir, dass der Weg zu Zverev frei ist.