X schon wieder down? Massive Twitter-Störung trifft Indien und Nutzer weltweit am 26. März
Wenn ihr heute Nachmittag versucht habt, endlos durch euren Feed zu scrollen, und nur das berüchtigte Ladesymbol zu sehen bekamt – macht euch keine Sorgen um euren WLAN. Ihr wart nicht allein. X (die Plattform, die wir immer noch hartnäckig Twitter nennen) hat heute weltweit einen heftigen Absturz hingelegt und Tausende von uns in Indien haben auf leere Bildschirme gestarrt und wie wild aktualisiert.
Es begann gegen Mittag (IST). Zuerst gab es Flüstern in den Gruppenchats – „Funktioniert euer X?“ – und innerhalb weniger Minuten kam die Bestätigung in Form eines Trend-Hashtags. Twitter down war das Einzige, das trendete, was ironisch ist, wenn man bedenkt, dass eigentlich niemand die App öffnen konnte, um es zu sehen. Interne Überwachungssysteme verzeichneten innerhalb einer Stunde über 60.000 Beschwerden, wobei Nutzer von Anmeldeproblemen, fehlenden Timelines und dem klassischen „Etwas ist schiefgelaufen“-Fehler berichteten, der einen am liebsten das Handy gegen die Wand schmeißen lässt.
Aller guten Dinge sind drei... Oder doch nur Kopfschmerzen?
Für X ist es 2026 nicht der erste Ausfall. Solche Aussetzer hatten wir schon, aber die heutige Störung fühlte sich anders an. Es war nicht nur ein langsames Laden; es war für eine gefühlte Ewigkeit ein kompletter Blackout. Elon Musk hat zwar noch nicht getwittert (sorry, *gepostet*) – wahrscheinlich, weil er sich selbst nicht einloggen kann –, aber das Schweigen von der Zentrale ist ohrenbetäubend. Für eine Plattform, die den „globalen Marktplatz“ darstellen will, ist es schon fragwürdig, wenn die Türen plötzlich verschlossen sind. Man fragt sich, ob das Wartungsteam nur noch mit letzter Kraft arbeitet.
Natürlich schwappte das Chaos auf alle anderen Plattformen über. Instagram Stories wurde zur inoffiziellen Nachrichtenzentrale. Anna Kloots, Reiseautorin und Influencerin, postete ein Selfie mit völlig verwirrtem Blick und schrieb dazu: „Habt ihr alle gerade kollektiv beschlossen, eine Pause von X zu machen, oder ist die App wirklich tot?“ In der Zwischenzeit machte sich die konservative Kommentatorin Isabel Brown – wo sonst – auf Instagram Reels darüber lustig, dass sie jetzt endlich mal wieder Gras anfassen musste, weil ihr liebster Debattenboden verschwunden war. Es war ein wilder Mix aus Verwirrung und Memes.
Wenn die App streikt, haben die Bücherwürmer die Nase vorn
Eine der lustigsten Nebenwirkungen eines großen digitalen Ausfalls ist, wie schnell die Leute zu anderen Hobbys greifen. Während die Technik-Freaks in Panik verfielen, blühte die literarische Ecke des Internets auf. Mir fiel ein massiver Anstieg an Interaktionen von BookTok-Flüchtlingen auf Threads auf, wo Autorinnen und Autoren ihre helle Freude hatten.
Hier ein kurzer Überblick, wie das digitale Ökosystem reagierte, während der Vogel (oder das X) tot war:
- Content Creator: Stürmten zu Instagram und TikTok und beklagten den Verlust ihrer „X-Familien“.
- Journalisten: Versuchten verzweifelt, Nachrichtenagenturen zu aktualisieren, weil ihre Hauptquelle für Eilmeldungen offline war.
- Normalsterbliche: Stellten fest, dass sie tatsächlich mit der Person neben ihnen am Mittagstisch reden mussten. Der Horror.
- Autorinnen und Autoren: Nutzten die Ausfallzeit, um für ihre kommenden Bücher zu werben – ein Beweis dafür, dass Print (und E-Reader) wirklich die widerstandsfähigsten Medienformate sind.
Catherine Cowles, die Königin des Romantic Suspense, war auf einer Backup-Plattform live und fragte ihre Fans, was sie von ihrem neuesten Manuskript hielten. Drüben auf ihrem Substack schickte KANDI. STEINER – und ja, sie besteht auf dem Punkt – einen frechen Newsletter mit dem Titel „X marks the spot... that's broken“ (X markiert die Stelle... die kaputt ist) und forderte ihre Leser auf, sich ihre neue Veröffentlichung zu schnappen. Und wenn ihr eine Strandlektüre-Empfehlung suchtet: The Five-Star Weekend tauchte ständig in Gruppenchats auf. Es war, als hätten alle kollektiv beschlossen: Wenn uns der Algorithmus keinen Content zeigt, kaufen wir eben ein gedrucktes Buch.
Ist das der neue Normalzustand?
Sehen wir’s ein: Wir haben uns seit der Übernahme an das Chaos gewöhnt. Die Entlassungen, die Änderungen der Funktionen, das Rebranding. Aber das Eine, was eine Social-Media-Plattform unbedingt tun muss, ist, online zu bleiben. Wenn sie das nicht tut, gibt sie den Menschen einen Vorgeschmack auf das Leben ohne sie. Und für viele heute war dieser Vorgeschmack nicht bitter – er war einfach friedlich.
Als der Dienst heute Abend langsam für Nutzer in Delhi und Mumbai wieder ansprang, war die Stimmung weniger „Gott sei Dank ist es zurück“ und mehr „Okay, was habe ich verpasst?“. Aber für diese eine herrliche Stunde der Stille war die Stille einfach Gold wert. Hoffen wir, dass die Ingenieure bei X die kleinen Kobolde in der Maschine austreiben, bevor die nächste große Nachrichtenwelle kommt. Bis dahin: Haltet vielleicht ein Exemplar von The Five-Star Weekend bereit. Man weiß ja nie, wann man einen Plan B braucht.