Valerie Perrine im Alter von 83 Jahren gestorben: Die unvergessliche Miss Teschmacher aus 'Superman'
Die Nachricht hat Hollywood und die Filmwelt wie ein Schock getroffen. Valerie Perrine hat uns verlassen, diese blonde Schönheit, die in jeder Szene, in der sie auftauchte, alle Blicke auf sich zog. Mit 83 Jahren ist die Schauspielerin gestorben und hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über die High Heels und die Sekretärinnenbrille hinausgeht, die sie berühmt machten.
Für diejenigen, die mit VHS-Kassetten aufgewachsen sind oder die Filmklassiker am Nachmittag im Fernsehen genossen haben, war Valerie Perrine der Name, der unauslöschlich mit der wohlbekannten Miss Teschmacher verbunden war. Ja, die Frau, die für den bösen Lex Luthor arbeitete, aber am Ende doch das Herz am rechten Fleck hatte. In 'Superman' (1978) war Valerie Perrine nicht nur eine blonde Dekoration; ihre Miss Teschmacher hatte Mumm. Wer kann diesen Moment vergessen, als sie sich entscheidet, Superman zu retten, obwohl sie genau weiß, dass ihr Chef daraufhin die Wände hochgehen wird? Diese Mischung aus liebenswerter Tollpatschigkeit und unerwartetem Mut machte sie über Nacht zur Kultfigur.
Doch wenn man genauer hinsieht, über den roten Umhang hinaus, entdeckt man, dass Valerie Perrine so viel mehr war als die hübsche Sekretärin. Bevor sie diese charakteristische Brille aufsetzte, hatte sie im Independent-Kino bereits Großartiges geleistet. Ihre Rolle in 'Lenny' (1974), in der sie die Stripperin Honey Bruce, die Ehefrau des umstrittenen Comedians Lenny Bruce, spielte, war eine schauspielerische Meisterleistung. Diese Arbeit brachte ihr den Preis als beste Darstellerin in Cannes und eine Oscar-Nominierung ein. Sie war nicht nur ein hübsches Gesicht; sie war eine Schauspielerin mit reinem dramatischem Talent.
Abschied von einem Star, der in eigenem Licht erstrahlte
In den letzten Jahren hatte sie sich aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Valerie Perrine kämpfte schon länger mit gesundheitlichen Problemen, darunter die Diagnose eines essentiellen Tremors, was sie dazu veranlasste, sich aus dem Schauspielgeschäft zurückzuziehen – doch ihr unbezähmbarer Geist blieb stets ungebrochen. Die Nachricht ihres Todes bringt nun all die Anekdoten von den Filmsets wieder ins Gedächtnis, die wir so lieben.
Das Interessante ist, dass Valerie Perrine keineswegs eine methodische Schauspielerin im herkömmlichen Sinne war. Um sich auf Miss Teschmacher vorzubereiten, nahm sie die Rolle, wie man sich in Branchenkreisen erzählte, mit einem britischen Humor an, der perfekt zu dem Ton passte, den Regisseur Richard Donner für den Film anstrebte. Sie war keine Bösewichtin, sie war eine Überlebenskünstlerin.
Ihre Karriere, die zwar von dieser ikonischen Rolle geprägt ist, birgt noch weitere Schätze, die es zu würdigen gilt:
- Die Frechheit in 'Der elektrische Reiter' (1979): Sie teilte sich die Leinwand mit Robert Redford und Jane Fonda und bewies, dass sie sich mit den Titanen ihrer Zeit messen konnte.
- Das Drama in 'Die Grenze' (1982): Eine Rolle, die viel rauer und realistischer war, fernab vom Hollywood-Glamour.
- Die Präsenz in 'Superman II' (1980): Obwohl ihre Rolle kürzer ausfiel, war Valerie Perrine's Charisma als Miss Teschmacher nach wie vor unverzichtbar, um die Spannung zwischen Lex Luthor und den kryptonischen Invasoren zu durchbrechen.
Für das deutsche Publikum wird Valerie Perrine immer dieses vertraute Gesicht sein, das in den 80ern in den Kinosälen zu sehen war. Das Kino der 70er und 80er Jahre verliert eine seiner lebendigsten Persönlichkeiten. Eine Schauspielerin, die mühelos einen ganzen Planeten mit einem einfachen "Lex, bist du verrückt?" zum Lachen bringen und im nächsten Moment mit einem dramatischen Monolog die Zuschauer emotional tief berühren konnte. Ruhe in Frieden, Valerie Perrine. Danke, dass du uns so viele unvergessliche Filmstunden geschenkt und gezeigt hast, dass selbst Sekretärinnen von Schurken einen besonderen Platz im Herzen der Helden haben können.