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Unwetter Therese auf den Kanaren: Dringender Rat für Urlauber – 100 km/h Böen und Überschwemmungen

Wetter ✍️ Seán O'Donnell 🕒 2026-03-19 09:45 🔥 Aufrufe: 1
Satellitenbild zeigt Sturmböen über den Kanarischen Inseln

Wenn Sie gerade die Wintersonne auf den Kanaren genießen oder in den nächsten Tagen einen Flug dorthin gebucht haben, sollten Sie jetzt gut zuhören. Sturm Therese ist über den Atlantik gefegt und macht dem Archipel derzeit ordentlich zu schaffen. Mit orkanartigen Böen um die 100 km/h und sintflutartigen Regenfällen wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. Ein Kumpel von mir, der gerade in Puerto de la Cruz ist, meinte heute Morgen am Telefon, die Palmen würden sich biegen wie Gummi und die Promenaden glichen reißenden Flüssen.

Die spanische Wetterbehörde hat für einen Großteil der Inseln Alarm ausgelöst. Wir reden hier nicht von ein bisschen Nieselregen und einer steifen Brise – das ist die Art von Sturm, der Ihre Liege umwirft und Sonnenschirme durch die Gegend segeln lässt. Die Hauptbetroffenenzonen sind Gran Canaria, Teneriffa und La Palma. Hier besteht die Gefahr, dass innerhalb kürzester Zeit enorme Regenmengen niedergehen. Die größte Sorge gilt Sturzfluten, besonders in den "Barrancos" – den steilen Schluchten, die die Landschaft durchziehen – die sich binnen Minuten in reißende Ströme verwandeln können.

Wie ist die Lage vor Ort?

Nach allem, was wir hören, ist die Situation durchwachsen. In einigen Touristenzentren gibt es nur anhaltenden Starkregen, während andere die volle Wucht des Windes abbekommen. Besonders die Ostküsten der Inseln sind betroffen. Urlauber in Maspalomas, Playa de las Américas und Los Cristianos sollten besonders vorsichtig sein. Ein Ire aus Sligo, der gerade in Puerto Rico weilt, hat online gepostet, dass die See absolut verrückt spielt – riesige Wellen brechen sich direkt an den Ufermauern. Die Behörden haben bereits einige Küstenwege gesperrt, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es zu ersten Flugausfällen kommt.

Für alle, die in den nächsten 48 Stunden mit Aer Lingus, Ryanair oder TUI ausfliegen sollen: Tun Sie sich einen Gefallen und checken Sie Ihren Flugstatus, bevor Sie auch nur daran denken, zum Flughafen Dublin oder Cork zu fahren. Verspätungen und Streichungen sind sehr wahrscheinlich, und Sie wollen nicht bei einem überteuerten Bier im Abflugbereich festsitzen, wenn es sich vermeiden lässt. Die Flughäfen auf Gran Canaria und Teneriffa Süd sind zwar noch in Betrieb, aber das kann sich bei weiter zunehmendem Wind schnell ändern.

Ihr Survival-Guide für Sturm Therese

Passen Sie auf. Ich berichte seit Jahren über solche Stürme, und die oberste Regel ist: Spielen Sie nicht den Helden. Die Sonne kommt bestimmt wieder, aber für die nächsten ein, zwei Tage hier eine kleine Checkliste, die Ihnen hilft, gut durch die Zeit zu kommen:

  • Bleiben Sie nach Möglichkeit drinnen. Die Strandhütte läuft Ihnen nicht weg. Nutzen Sie die Zeit, um die lokalen Bars und Restaurants zu erkunden (die meisten sind solide gebaut und sicher).
  • Halten Sie sich von der Küste fern. Die dramatischen Wellen mögen vielleicht gut für Instagram aussehen, aber sie sind lebensgefährlich. Eine einzige verirrte Welle kann Sie von den Felsen spülen.
  • Beachten Sie die Warnungen. Wenn die Einheimischen "No Paseo" sagen oder eine Straße sperren, meinen sie das ernst. Sie kennen ihre Insel besser als jeder Reiseführer.
  • Laden Sie Ihr Handy und Ihre Powerbanks auf. Stromausfälle können vorkommen, und Sie wollen erreichbar bleiben.
  • Kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter. Wenn Sie verreisen sollen, erkundigen Sie sich frühzeitig nach möglichen Änderungen. Die meisten sind recht kulant beim Umbuchen, aber sobald die Verspätungen losgehen, können die Schlangen extrem lang werden.

Wie Sie das Beste aus dem Sturm machen (irgendwie)

Ich weiß, ich weiß – Sie sind wegen der Sonne hierher gekommen und nicht für eine Wiederholung des norddeutschen Schmuddelwetters. Aber sehen Sie es positiv: Das ist die perfekte Ausrede, um all die Dinge drinnen zu machen, die man sonst links liegen lässt. Besuchen Sie die lokalen Märkte, machen Sie einen ausgedehnten, gemütlichen Lunch oder lesen Sie einfach mal wieder in Ruhe. Die Kanaren sind ein widerstandsfähiger Haufen, und sie werden schnell wieder zum Alltag übergehen, sobald Therese abgezogen ist. Bleiben Sie in der Zwischenzeit sicher, verfolgen Sie die lokalen Nachrichten und denken Sie daran: Noch ist niemand am Regen gestorben. Es sind die fliegenden Liegestühle, vor denen Sie sich in Acht nehmen müssen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden, wie sich der Sturm weiterentwickelt. Wenn Sie dort sind, schreiben Sie uns und lassen Sie uns wissen, wie es Ihnen ergeht – aber nur, wenn Sie sicher und im Trockenen sitzen.