Sassuolo-Inter 3-0: Nerazzurre erobern das Mapei-Stadion und übernehmen die Pole Position im Meisterschaftsrennen

Ein Abend zum Vergolden für die Frauen-Inter. Im Mapei-Stadion – das für diesen Anlass bereits in "Nerazzurro-Festung" umgetauft wurde – machen die Frauen von Trainer Piovani (dem an der Seitenlinie, nicht der gleichnamigen Mittelfeldspielerin) kurzen Prozess mit Sassuolo und fahren einen Dreierpack ein, der Gold wert ist: Ein klares 3:0, eine überragende Leistung und der (virtuelle) Anschluss an die Tabellenspitze. Die Frauen-Serie A brennt, und das Duell mit der Roma wird immer hitziger.
Wullaert-Show und eine Betonabwehr: Der Sassuolo-Inter-Spielbericht
Die erste Halbzeit ist ein einziger Monolog der Gäste. Inter hat die Spielkontrolle, Sassuolo verteidigt, muss aber in der 28. Minute klein beigeben: Tessa Wullaert – für die gegnerischen Abwehrreihen der gewohnte Unruheherd – zaubert einen perfekten Schnitt und nagelt den Ball unhaltbar mit rechts ins Netz. Auch nach der Pause ändert sich das Bild nicht. In der 56. Minute steigt Elisa Piovani bei einer Ecke am höchsten und köpft das 2:0. Das dritte Tor ist ein echtes Kabinettstück: Ein Spielzug aus der eigenen Hälfte, eine Kombination im Mittelfeld, ein Steilpass auf eine eingewechselte Stürmerin – und der Ball schlägt eiskalt im Tor der Gastgeberinnen ein. Drei zu null und der Sack war zu. Wer nach einem Spielbericht sucht, findet die Zusammenfassung in drei Worten: Intensität, Abgebrühtheit, Kompaktheit. Inter gab eine Lehrstunde in modernem Fußball.
Spannende Tabellensituation: -4 auf die Roma, der Druck steigt
Mit diesen drei Punkten klettert Inter auf 46 Zähler, nur vier Punkte hinter Spitzenreiterin Rom (die allerdings ein Spiel weniger hat). Die Botschaft ist klar: Die Giallorosse sind gewarnt. Nach dem Spiel macht Piovani (die Mittelfeldspielerin) aus ihrer Begeisterung keinen Hehl: "Wir sind eine fantastische Truppe, dieser Sieg gibt uns einen enormen Schub. Wir müssen bis zum Schluss daran glauben." Und Wullaert fügt lächelnd hinzu: "Wir wollen an die Spitze, und heute Abend haben wir einen Riesenschritt gemacht."
Hier sind die drei entscheidenden Faktoren des Spiels:
- Die Nerazzurro-Mauer: Sassuolo brachte keinen einzigen Schuss aufs Tor, von einer perfekten Defensive schachmatt gesetzt.
- Wullaert-Piovani, ein Top-Duo: Tore und Vorlagen, aber auch enormer Arbeitseinsatz gegen den Ball. Ein Vorbild für alle.
- Olympische Spielkontrolle: Nach dem 2:0 schaltete Inter einen Gang zurück, ohne jemals die Kontrolle zu verlieren, und sparte so Kräfte für den Saisonendspurt.
Wie man diesen Sieg nutzt: Der Leitfaden für den Schlussspurt
Jetzt kommt der spannende Teil. Das direkte Duell mit der Roma steht vor der Tür, und diese Vorstellung bietet den perfekten Leitfaden für die kommenden Spiele: Hohes Pressing, blitzschnelle Konter und Abgebrühtheit vor dem Tor. Wenn Inter dieses Niveau hält, ist das Aufholen mehr als nur eine Möglichkeit. Genießen wir erst einmal diesen Sassuolo-Inter-Sieg, einen dieser Abende, die einen für den Frauenfußball begeistern. Die Meisterschaft ist völlig offen, und die Nerazzurre glauben fest daran.