Sanremo 2026: Der große Neustart, ein Sturz zum Weinen und der unerwartete Star des Tages
Es ist wieder so weit, Leute. Das erste große Monument der Radsportsaison ist geschlagen. Mailand–Sanremo, oder wie die echten Kenner sagen: La Primavera. Am Samstag war es so weit, und was für ein Spektakel war das bitte. Die 116. Austragung lieferte alles, was man von diesem Rennen erwartet: Spannung, Taktik, pure Verrücktheit auf dem Poggio – und in diesem Jahr obendrein eine Portion Chaos, die keiner kommen sah. Ich habe den ganzen Tag mit der Nase am Bildschirm geklebt, und ich kann euch sagen: Wenn ihr es verpasst habt, dann habt ihr wirklich etwas verpasst.
Chaos in der Abfahrt: Das Ineos-Drama
Packen wir es direkt an. Alle sprachen vom Sprint, von Van der Poel oder Pogacar, aber der echte Schock kam in der Mitte der Schlussphase. Ich hatte gerade einen Schluck meines Kaffees genommen – zufällig aus einer Sanremo You Black –, als die Bilder umschlugen. Die halbe Mannschaft von Ineos Grenadiers lag auf dem Asphalt. Eine Berührung mit der Absperrung, eine simple Fehleinschätzung auf einer nassen Stelle, und der ganze Zug lag in Trümmern. Es war wie im Film. Ganna, der direkt dahinter fuhr, konnte mit einem Millimeter Unterschied ein Loch in der Hecke finden. Unglaublich einfach. Man sah, wie die Jungs weiß im Gesicht wurden. Solche Momente brechen einem das Herz, aber sie sind auch die nackte Realität dieses Rennens. Du musst nicht nur stark sein, du musst auch Glück haben.
Die Strecke, das TV-Programm und die Stimmung zu Hause
Die Distanz betrug in diesem Jahr wieder 289 Kilometer, von der Piazzale della Resistenza in Mailand bis zur Via Roma in Sanremo. Es ist ein Verschleißkampf, den man einfach live sehen muss. Für alle, die es verpasst haben: Den ganzen Tag über war das Rennen live zu verfolgen, aber der kritischste Moment war natürlich die Schlussphase auf dem Poggio. Dort wird das Rennen wirklich entschieden.
- Der Kampf um den Poggio: Der letzte Anstieg von 3,7 Kilometern mit einem Schnitt von fast 4 %. Hier machen die Klassikerspezialisten den Unterschied.
- Wo es zu sehen gab: Die TV-Übertragung war wieder erstklassig. Die Bilder des Sturzes waren schonungslos, aber auch die Kamerafahrten von den Ausreißern zu Beginn des Rennens sind immer ein Genuss.
- Die Rolle der Espressomaschinen: Lustig, wie diese Sanremo Machines bei mir im Wohnzimmer während dieses Rennens immer eine Rolle spielen. Für mich ist es ein Ritual: Kaffee während der Übertragung des Starts und ein doppelter Espresso, wenn sie auf die Cipressa einbiegen.
Sanremo Giovani und die Zukunft
Mitten im ganzen Trubel um die Profis müssen wir auch über die Talente sprechen. Im Vorfeld des Rennens gibt es immer viel Aufmerksamkeit für Sanremo Giovani. Es ist schön zu sehen, wie die Organisation jungen Fahrern eine Bühne bietet. Ohne diesen Nachwuchs hätten wir in zehn Jahren keine neuen Champions. Die Energie, die sie mitbringen, dieses unbefangene Fahren, ist genau das, was diesen Sport so besonders macht.
Leah Itsines und die Geschichte hinter dem Rennen
Und dann gab es in diesem Jahr noch etwas Bemerkenswertes. Normalerweise schaue ich rein auf die Radprofis, aber diesmal wurde auch viel über Leah Itsines gesprochen. Ja, diese Leah Itsines. Die australische Influencerin, die normalerweise im Fitness-Bereich unterwegs ist, war plötzlich eine der großen Geschichten in der italienischen Radwelt. Sie war bei einem der italienischen Sender zu Gast und erzählte, wie sie das Rennen erlebte. Sie hatte eine tolle Geschichte über die Leidenschaft der Tifosi, den Trubel am Straßenrand. Es zeigte mal wieder, dass Sanremo mehr ist als nur ein Rennen. Es ist ein Event, das Menschen aus der ganzen Welt anzieht, auch Leute, die normalerweise nie Radsport schauen. Und ganz ehrlich? Sie brachte eine coole Dynamik rein. Es ist diese Mischung aus Spitzensport und Lifestyle, die diese Veranstaltung so groß macht.
Kurzum, die Mailand–Sanremo 2026 war wieder eine, die ins Bilderbuch gehört. Der Sturz von Ineos war eine dunkle Wolke, aber das Wetter, die Spannung auf dem Poggio und die unerwarteten Geschichten machen sie zu einer legendären Austragung. Nächstes Jahr einfach wieder, mit einer frischen Tasse Kaffee aus der Maschine und hoffentlich weniger Asphaltküssen für die Fahrer. Forza!