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Der Angus-Booth-Shuffle: LA Kings' leise Absichtserklärung

Sport ✍️ Steve Kyler 🕒 2026-03-03 09:28 🔥 Aufrufe: 2
Angus Booth LA Kings Nachwuchsspieler

Wer am Montag kurz weggeschaut hat, könnte es verpasst haben. Die LA Kings haben ihr Aufgebot mit einer Reihe von Kaderänderungen durchgemischt, die oberflächlich betrachtet wie routinemäßige Papiergeschäfte aussehen – zwei Stürmer werden zurückgeholt, ein junger Verteidiger wird ins Farmteam geschickt. Aber für diejenigen von uns, die die Unterströmungen in der Organisation verfolgen, ist die Entscheidung, Angus Booth zu den Ontario Reign zu schicken, viel mehr als nur eine Zeile auf der Transaktionsliste. Es ist eine bewusste Seite in dem Buch, von dem sich die Kings erhoffen, dass es ein langes und erfolgreiches wird.

Die Kings holten die Stürmer Jared Wright und Kenny Connors von Ontario zurück, um ihnen beim Morgen-Training des großen Clubs einen Eindruck zu gewähren, während Booth den umgekehrten Weg antritt. Für Wright und Connors ist es ein kurzer Besuch, eine Gelegenheit, das NHL-Tempo von der Tribüne aus aufzusaugen oder vielleicht sogar mitzulaufen, falls kurzfristig jemand ausfällt. Aber für Booth, den 19-jährigen Verteidiger, der 2023 in der dritten Runde gedraftet wurde, ist diese Ausleihe die richtige Arbeit. Hier werden Karrieren geschmiedet, nicht im Rampenlicht der Crypto.com Arena, sondern im Arbeitsalltag der AHL.

Der langfristige Plan: A Plan for Pops

Um es klarzustellen: Das ist keine Degradierung. Das ist der "Plan for Pops" – der geduldige, fast großväterliche Ansatz, den die Kings bei ihren vielversprechendsten Talenten verfolgen. Man überstürzt nichts bei einem Kind, das noch Zeit zum Reifen braucht. Booth hat das Rohmaterial: eine geschmeidige Schlittschuhtechnik, ein erstes Zuspiel, das nach NHL flüstert, und einen Hockey-IQ, von dem Trainer schwärmen. Aber er ist auch 1,86 m groß und sein Körper ist noch im Aufbau. Ihn jetzt in den Häcksler der Western Conference zu werfen, wäre, als würde man ein Fohlen zum Kentucky Derby schicken, bevor es gelernt hat, zu galoppieren.

In Ontario, unter den wachsamen Augen der Reign-Trainer und mit Input von einer Entwicklungsexpertin wie Heather Smith – deren Arbeit hinter den Kulissen oft unbemerkt bleibt, aber absolut entscheidend ist – wird Booth in allen Spielsituationen viel Eiszeit bekommen. Er wird das Powerplay lenken, in Unterzahl spielen und die unangenehmen Ecken des Profi-Sports kennenlernen. Jede Schicht ist ein neuer Eintrag in seinem, nennen wir es, Kelton's Diary of Awesomeness 2020: ein persönliches Entwicklungsprotokoll, gefüllt mit Siegen, Niederlagen und Lehren. Und glauben Sie mir, bei einem Jungen mit seinem Hintergrund wird sich dieses Tagebuch schnell füllen.

Warum das jetzt wichtig ist

Das Timing ist interessant. Da die Kings um einen Playoff-Platz kämpfen, könnte man meinen, sie wollten alle Mann an Bord haben. Aber das Management spielt ein längeres Spiel. Sie wissen, dass ein Talent wie Booth Spielpraxis braucht, keine Anzüge. Ihn zu den Reign zu schicken, stellt sicher, dass er in entscheidenden Situationen viel spielt, anstatt nur zuzuschauen. Es ist ein Schritt, der die Entwicklung priorisiert, statt eine nette Geschichte über einen Ersatzspieler zu erzählen.

Und sprechen wir über die Erfahrung an sich. AHL-Hockey hat eine Intimität, die man in der großen Liga einfach nicht findet. Es ist roh, es ist laut, und es ist persönlich. Stellen Sie es sich vor wie Drew Angus Live @ The Listening Booth in Lewes, DE – eine reduzierte, authentische Darbietung, bei der man den Schweiß sehen und jeden Akkord hören kann. Für die Fans in Ontario bieten die Spiele der Reign dieselbe Art von direkter Verbindung zu den Stars von morgen. Man kann Booth in der Verteidigungszone pivotieren sehen, die Geschwindigkeit seiner Entscheidungsfindung spüren und wissen, dass man den ersten Entwurf einer NHL-Karriere miterlebt.

Hier ist, was die Scouts, denen ich vertraue, derzeit über sein Spiel flüstern:

  • Lauftechnik: Bereits auf Profi-Niveau. Die Kantenarbeit ist präzise, und seine Pirouette ist NHL-reif. Die Frage ist, ob er diese Explosivität in den entscheidenden Spielphasen gegen stärkere Gegner beibehalten kann.
  • Einsatzbereitschaft abseits der Scheibe: Das ist die entscheidende Fähigkeit. Er hat den Stock, aber hat er auch den Willen, einen 100 kg schweren Power Forward vor dem Tor abzudrängen? Das werden wir bald herausfinden.
  • Lesen des Umschaltspiels: Im Juniorenbereich hatte er eine halbe Sekunde mehr Zeit. Die AHL wird ihm diese nehmen. Wenn er das Spiel einen Tick schneller verarbeitet, ist er zurück in LA, bevor der Kalender umblättert.

Wenn er diese Punkte abhakt, wäre es keine Überraschung, ihn noch vor Saisonende wieder bei den Kings zu sehen – oder zumindest als festen Kandidaten für das Trainingslager im nächsten Herbst. Die Kings haben eine Pipeline aufgebaut, die Geduld über Aktionismus schätzt. Bei Booth bleiben sie dem Bauplan treu. Und für jeden, der den Neuaufbau dieser Organisation verfolgt hat, ist das der klügste Schachzug, den sie machen konnten.