Kult-Serie "Kommissar Rex": Darum lieben wir den Vierbeiner auch nach 30 Jahren noch
Wenn spätabends die Lichter in Wien gedimmt werden, gibt es für viele von uns nur einen wahren Helden. Kein Mensch, sondern ein Vierbeiner mit einer Spürnase wie ein Bluthund und einem Herz aus Gold. Die Rede ist natürlich von Kommissar Rex. Der Sender hat die Kultserie wieder aus der Versenkung geholt, und kaum laufen die alten Folgen, ist die Begeisterung wieder da – als wäre der gute Rex nie weg gewesen. Für uns Wiener ist das nicht einfach nur eine Sendung, das ist ein Stück Heimat.
Ein Engel auf vier Pfoten: Warum Staffel 1 unvergessen bleibt
Fangen wir ganz vorne an. Wer die ersten Fälle mit Kommissar Rex/Staffel 1 kennt, weiß, wo der Hase läuft. Tobias Moretti als Moser und der junge, ungestüme Rex – das war Magie. In der Episode "Ein Engel auf vier Pfoten" sieht man, wie die beiden zusammenwachsen. Kein Schnickschnack, keine übertriebenen Verfolgungsjagden, sondern echter Wiener Schmäh, gepaart mit der Spürnase eines Hundes, der einfach mehr draufhatte als jeder Polizist in Uniform. Ich sag’s euch, damals war die Glaubwürdigkeit noch eine andere. Das war kein Glamour, das war harte Arbeit am Set, und man hat dem Team abgenommen, dass sie durch die Gassen stapfen, bis die Sohlen glühen.
Die goldenen Jahre: Staffel 3 und Staffel 5 im Rückblick
Natürlich hat sich die Serie weiterentwickelt. Gibt man "Kommissar Rex" in die Suchmaschine ein, spuckt es einem vor allem die intensiven Jahre aus. Viele schwören auf die Ära mit Gedeon Burkhard als Brandstetter. Wenn ich an Kommissar Rex/Staffel 3 denke, fällt mir sofort der Fall "Lebendig begraben" ein. Meine Güte, da saß man damals als Teenager am Samstagabend mit einer Mischung aus Adrenalin und Angst auf der Couch. Die Inszenierung war düster, die Kameraführung roh – genau so, wie man es von einem Wiener Krimi erwartet.
Dann kam Kommissar Rex/Staffel 5. Ein Wechsel, der nicht jedem geschmeckt hat, aber im Nachhinein betrachtet hat die Serie dort ihre internationale Reife erlangt. Die Fälle wurden komplexer, die Kulissen ikonischer. Vom Schloss Belvedere bis runter zum Donaukanal – der Hund hat uns ganz Wien gezeigt, ohne jemals den Faden zu verlieren.
Nachwuchs im Dienst: "Baby Rex" erobert die Herzen
Was mich persönlich am meisten freut, ist, dass der Funke nicht nur bei den alten Hasen überspringt. Meine Nichte ist völlig aus dem Häuschen, seit sie Baby Rex - Der kleine Kommissar entdeckt hat. Die neue Serie zeigt, dass der Charme zeitlos ist. Klar, die Technik ist moderner, aber die Grundzutaten sind gleich geblieben:
- Ein unbestechlicher Hund: Rex (oder jetzt eben der kleine Rüde) ist immer einen Schritt voraus.
- Wiener Flair: Keine Studio-Kulisse, sondern echte Locations, die man wiedererkennt.
- Spannung ohne Gewaltorgie: Man kann die Serie auch heute noch mit der ganzen Familie schauen, ohne dass einem schlecht wird.
Es ist einfach schön zu sehen, wie eine neue Generation lernt, warum die alten Folgen im Programm einen solchen Kultstatus genießen. Wenn man sich die aktuellen Einschaltquoten ansieht, merkt man: Die Leute haben Sehnsucht nach dieser unverstellten Art.
Warum wir Rex auch 2026 noch brauchen
In einer Zeit, in der die Nachrichten oft von Krisen dominiert werden, tut es gut, sich am Abend hinzusetzen und zu wissen: In den nächsten 45 Minuten wird alles gut. Der Hund schnüffelt, der Kommissar rätselt, und am Ende wird der Täter gestellt – meistens ein Grantler, den man am Ende fast bedauert. Der Programmverantwortliche hat hier wirklich ein Händchen dafür bewiesen, die Serie zur richtigen Zeit wieder ins Programm zu nehmen. Es ist wie ein Klassentreffen mit alten Freunden. Man kennt die Folgen vielleicht schon auswendig, aber wenn Rex seinen Kopf schief legt und das berühmte "Aha!" im Blick hat, muss ich einfach grinsen.
Also, Freunde des gepflegten Krimis: Wenn ihr das nächste Mal den Fernseher einschaltet und den vertrauten Vorspann hört, wisst ihr, dass ihr in bester Gesellschaft seid. Von Kommissar Rex/Staffel 1 bis zu den Abenteuern des kleinen Nachwuchses – die Serie lebt, und zwar besser denn je.