Raketenangriff auf Abu Dhabi: Luftabwehr fängt 12 Raketen und 17 Drohnen ab – Australien prüft Hilfe für die Golfstaaten
Meine Damen und Herren, die vergangene Nacht war keine gewöhnliche Nacht in Abu Dhabi. Ich sah die Lichtblitze am Himmel, die auch die Bewohner der Hauptstadt sahen. Für einen Moment spürten die Menschen, die Abu Dhabi seit jeher als sichere Oase kannten, ein ungewohntes Beben. Die Luftabwehr der VAE arbeitete wie gewohnt – präzise und ohne Fehl. Doch was geschah, war kein bloßer Zwischenfall; es ist eine neue Szene in dem nie endenden Theaterstück des Nahen Ostens.
Die Nacht der 12 Raketen und 17 Drohnen
Die Berichte des Verteidigungsministeriums der VAE bestätigten, was wir mit eigenen Augen sahen. Die Luftabwehr ging mit höchster Professionalität gegen 15 ballistische Raketen vor, zerstörte 12 davon in der Luft, während 3 im Meer einschlugen – ohne nennenswerten Schaden anzurichten. Und das sind noch nicht die 17 Drohnen, die sich auf dem Weg befanden und abgefangen und zerstört wurden, bevor sie ihre Ziele erreichten. Ich erzähle hier nichts aus eigener Fantasie, das ist, was die zuständigen Stellen bekannt gegeben haben. Das wachsame Auge schläft nicht, und das "THAD"-System und seine Verbündeten arbeiten mit einer beneidenswerten Effizienz. Wir alle hier in den VAE wussten seit den ersten Nachrichten über die Eskalation mit dem Iran, dass die Verteidigung bereit ist, aber das, was gestern Abend geschah, war eine echte Bewährungsprobe. Und das Ergebnis: Hervorragend bestanden.
Australien schaltet sich ein: "Ja", wir prüfen Hilfe
In einer parallelen Entwicklung machte Australiens Außenministerin Penny Wong eine Aussage, die man nicht einfach übergehen konnte. Sie sagte klipp und klar: "Ja", die Golfstaaten hätten uns um Hilfe gegen die iranischen Angriffe gebeten. Australien ist in der Region präsent und hat über 100 Angehörige der Streitkräfte, die meisten davon stationiert in den VAE. Ihr Luftwaffenstützpunkt in Al-Minhad, in der Nähe von Dubai, wurde am ersten Tag des Konflikts von einer Drohne getroffen. Wong stellte klar, dass sie sich an keinen offensiven Angriffen gegen den Iran beteiligen und auch keine Bodentruppen auf iranischem Gebiet stationieren werden. Aber ihre Präsenz als unterstützender Schutzschild am Golf, das ist eine andere Sache.
Eine australische Mutter in Dubai und das Bild des Chaos an den Flughäfen
Die Angelegenheit wandelte sich von einer rein militärischen zu einer zutiefst menschlichen. Ich stelle mir eine australische Mutter dort in Dubai oder Abu Dhabi vor, mit ihren Kindern, ihren Koffern, die auf den Rückflug nach Sydney oder Melbourne wartet und dann erfährt, dass alles gestrichen ist. Diese Frau aus Tunbridge Wells, deren Geschichte wir in einem lokalen Podcast hörten, war in Abu Dhabi und sah mit eigenen Augen, wie die Raketen am Himmel abgefangen wurden. Man stelle sich den Schrecken vor, den sie durchlebte. Die Berichte von gestern besagten, dass sich noch etwa 115.000 Australier im Nahen Osten befinden – in einer ausweglosen Lage.
Der internationale Flughafen Dubai, der verkehrsreichste Flughafen der Welt, stellte den Betrieb ein. Über 1.200 Flüge wurden gestrichen, und Emirates sowie Etihad sahen sich gezwungen, Flüge bis auf Weiteres auszusetzen. Fünf Flüge zwischen Sydney und Dubai wurden annulliert, sieben zwischen Melbourne und Dubai. Nicht einmal die Flughafenmitarbeiter blieben verschont: Vier Mitarbeiter wurden während des Angriffs auf den Flughafen Dubai verletzt. Ich erinnere mich an die Zeit vor ein paar Jahren, als jede Viertelstunde Verspätung in Dubai zu Gedränge führte – wie mag es heute erst sein? Die Situation war für alle schwer.
Brennpunkte der aktuellen Lage in dieser Nacht
- Luftabwehr: Die Luftverteidigung der VAE zerstörte 12 ballistische Raketen und 17 Drohnen ohne nennenswerte Verluste.
- Australische Initiative: Canberra prüft ein Hilfegesuch der Golfstaaten, betont jedoch keine Beteiligung an Angriffen auf den Iran.
- Flugverkehrschaos: Annullierung von 1.200 Flügen an den Flughäfen Dubai und Abu Dhabi; Flugbetrieb bis auf Weiteres ausgesetzt.
- Menschliche Schicksale: Eine australische Mutter aus Tunbridge Wells schildert Details der Raketenabwehr, während sie in Abu Dhabi festsitzt.
- Verflochtene Fronten: Russisch-syrische Luftpatrouillen nahe den Golanhöhen zeitgleich mit erfolgreicher emiratischer Vermittlung im ukrainischen Gefangenenaustausch.
Golanhöhen und Ukraine: Verflochtene Fronten
Wer sagt, dass das, was in Abu Dhabi geschieht, nichts mit dem zu tun hat, was auf den Golanhöhen passiert? Es ist ein und dasselbe Terrain. Während iranische Raketen in den Gewässern des Golfs einschlugen, flogen russische und syrische Flugzeuge nahe der besetzten Golanhöhen gemeinsame Patrouillen. Suchoi-35S-Kampfjets und syrische MiG-29 – allesamt gemeinsam – attackierten simulierte Ziele. Russland erinnert Israel und den Westen daran, dass es präsent ist und in der Lage, neue Fronten zu eröffnen. Gleichzeitig berichten diplomatische Kreise von erfolgreichen Vermittlungen der VAE zwischen Russland und der Ukraine, in deren Folge innerhalb von zwei Tagen 1.000 Kriegsgefangene ausgetauscht wurden. Die VAE spielen auf zwei Klavieren: dem der Verteidigung ihres Luftraums und dem der diplomatischen Vermittlung zur Rettung von Menschenleben. Das ist die sprichwörtliche emiratische "Cleverness".
Fazit: Abu Dhabi kehrt zur Normalität zurück, doch die Augen bleiben wachsam
An diesem Morgen sind die Straßen Abu Dhabis wieder normal. Die Cafés haben geöffnet, die Schulen haben ihren Betrieb aufgenommen, das Leben geht weiter. Die Luftabwehr der VAE hat bewiesen, dass sie zu den besten der Welt gehört. Doch das Geschehene wirft Fragen auf: War dieser Angriff der letzte? Wie werden Australien und die verbündeten Staaten auf das Schutzersuchen der Golfstaaten reagieren? Und letztlich: Wie wird sich dieser Konflikt in der kommenden Zeit auf den Flugverkehr und die Märkte auswirken?
Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Aber eines ist sicher: Die VAE geben nicht nach, und ihre Bürger und Bewohner leben in einem Land, das weiß, wie man sich Respekt verschafft und seinen Himmel schützt. Und wir alle hier warten auf Neuigkeiten, die Augen gen Himmel gerichtet, auch wenn wir wissen, dass er in sicheren Händen ist.