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Spencer Pratt: Vom Reality-TV-Bösewicht zum Hoffnungsträger für LAs Bürgermeisteramt? «Der Mann, den du gerne hasstest» packt aus

Prominente ✍️ Mira Dayal 🕒 2026-04-07 15:38 🔥 Aufrufe: 3

Wenn du das goldene Sumpfgebiet der Reality-TV-Mitte der 2000er miterlebt hast, dann erinnerst du dich an Spencer Pratt. Den Kristall-Schwinger, den Drama-Stifter, den Bösewicht mit dem spöttischen Grinsen aus The Hills. Den Mann, den du gerne hasstest. Und jetzt? Er ist zurück – nicht nur mit schonungslosen Memoiren, sondern offenbar mit dem Ziel, Bürgermeister von LA zu werden. Klar, wer hätte das gedacht.

Letztes Wochenende rollte Pratt bei Barnes & Noble at The Grove vor, um sein neues Buch Der Mann, den du gerne hasstest: Bekenntnisse eines Reality-TV-Bösewichts zu feiern. Die Schlange zog sich um den Innenhof. Fans, die mit ihm aufgewachsen sind und dabei zusahen, wie er LC und Heidi (ja, seiner heutigen Frau) das Leben schwer machte, strömten herbei, hungrig nach dem Klatsch. Und Pratt lieferte – signierte Exemplare, posierte für Selfies und tat, was er am besten kann: Öl ins Feuer gießen.

Spencer Pratt in seinem Zuhause in Carpinteria

Doch jetzt wird es richtig saftig. Im Jahr 2026 kann man nicht über Spencer Pratt sprechen, ohne das Feuer und seine Folgen zu erwähnen. Nachdem das Palisades-Feuer durch seine Nachbarschaft gewütet hatte, tat Pratt mit seiner Familie, was viele Einwohner von Los Angeles tun: Sie verschwanden. Sie landeten in Carpinteria, südlich von Santa Barbara. Idyllisch, ruhig, fernab des Rauchs. Nicht weiter schlimm, oder? Falsch.

Eine Lokalzeitung veröffentlichte einen Artikel, in dem gefragt wurde, ob sein Umzug in den Bezirk Santa Barbara Fragen zu seiner Wählbarkeit für das Bürgermeisteramt von LA aufwerfe. Denn – ja – er kandidiert tatsächlich. Zumindest behauptet er das. Und Pratt? Er nahm die Fragen alles andere als leicht. In einem mittlerweile viralen Clip mit einem lokalen Nachrichtensender wetterte er gegen die Zeitung und nannte den Bericht eine Rufmordkampagne. «Ich bin immer noch ein Angeleno», konterte er. «Ich gebe meine Stadt nicht auf.»

Ob man ihn liebt oder hasst, man muss zugeben: Der Kerl weiß, wie man Schlagzeilen macht.

Die Memoiren, die keiner kommen sah (aber alle lesen)

Der Mann, den du gerne hasstest ist nicht nur eine Abzocke. Geschrieben mit der Journalistin Mira Dayal (ja, genau jener Mira Dayal), zieht das Buch den Vorhang über die Made in Reality-Maschine zurück – die Manipulation der Produzenten, die geschnittenen Zusammenbrüche, die Nächte, in denen er mit dem Gedanken ins Bett ging, dass Amerika ihn tot sehen wolle. Pratt steht zu seinem Bösewicht-Image, aber er dreht den Spieß auch um. Es gibt Kapitel über seine Freundschaft mit dem verstorbenen, großartigen Perez Hilton. Seine Kristall-Besessenheit (immer noch stark). Und einen überraschend rohen Abschnitt darüber, wie es ist, Kinder großzuziehen, während das Internet einen immer noch «die schlimmste Person im Fernsehen» nennt.

Hier ist, was dich im Buch erwartet:

  • Die wahre Geschichte hinter den «Speidi»-gegen-jeden-Fehden. (Hinweis: Produzenten bezahlten Flugtickets, um das Drama am Laufen zu halten.)
  • Warum er auf dem Höhepunkt seiner Karriere aus dem Reality-TV ausstieg – und warum er zurückkam.
  • Die Flucht vor dem Palisades-Feuer, die alles veränderte. Pratt schreibt darüber, wie er seine Familie, seine Kristalle und sonst wenig packte.
  • Seine ungefilterte Meinung zur Politik in Los Angeles. Ja, sie ist so chaotisch, wie man es erwarten würde.

Bei der Veranstaltung bei B&N The Grove sagte Pratt zu der Menge: «Ich weiß, ihr denkt, ich bin ein Witz. Aber ich rackere mich seit zwanzig Jahren in dieser Stadt ab. Ich habe die Hinterzimmer gesehen. Ich weiß, wer hier wirklich die Fäden zieht.» Er machte eine Pause, grinste und fügte hinzu: «Und ich bin viel qualifizierter als der letzte Typ.» Der Raum brach aus – halb Gelächter, halb nervöse Jubelrufe.

Also … kandidiert er wirklich für das Bürgermeisteramt?

Das ist die große Frage aller Fragen. Pratt hat die Unterlagen eingereicht. Er hat eine Website (sehr lila und sehr chaotisch). Und er war in den lokalen Nachrichten unterwegs, inklusive eines hitzigen Interviews mit einem anderen Sender, in dem er seinen Wohnsitz bekräftigte. «Ich zahle immer noch Steuern in LA. Meine Kinder gehen hier zur Schule. Ich ziehe nicht dauerhaft nach Carpinteria – ich warte auf den Wiederaufbau.»

Experten für Wahlrecht haben ihre wahre Freude daran. Aber Pratts Antwort? «Sollen sie mich doch verklagen. Das ist großartig für die Buchverkäufe.»

Typisch Spencer. Der Mann, den du gerne hasstest, hat sich nicht geändert. Er ist nur klüger, witziger und – wage ich zu sagen – ein bisschen selbstreflektierter geworden. Ob du nun seine Memoiren kaufst oder sein Bürgermeister-Angebot, eines ist sicher: Du wirst ihn nicht ignorieren können.

Und ganz ehrlich? Genau so will er es.