Noa Vahle spricht offen über MDMA: «Das erste Mal fand ich es grossartig» – und Merel Ek reagiert
Sie ist die Tochter von Linda de Mol, aber inzwischen steht sie als Sportreporterin voll und ganz auf eigenen Beinen. Noa Vahle versteht es wie keine andere, die Schärfe am Fussballfeld mit der harten Realität der Medienwelt zu verbinden. Doch diese Woche überrascht sie Freund und Feind mit einer Aussage, die niemand kommen sah. In einem offenen Interview legt sie erstmals ausführlich ihre Erfahrungen mit Substanzen dar. Und zwar besonders jenes eine Mal, als sie MDMA konsumierte.
«Das erste Mal fand ich es grossartig, am nächsten Tag wollte ich nicht mehr leben»
Normalerweise kennen wir Noa von ihren scharfsinnigen Analysen an der Seitenlinie beim Frauenfussball oder als Tochter, die manchmal eine hitzige Diskussion mit ihrer Mutter nicht scheut. Jetzt zeigt sie eine andere Seite. Ohne mit der Wimper zu zucken, erzählt sie von ihrem ersten Mal mit einer Ecstasy-Pille. «Ich fand es grossartig», sagt sie ehrlich. «Es war ein Abend voller Euphorie, alles fühlte sich leicht und gut an. Aber am nächsten Tag ... da wollte ich einfach nicht mehr existieren.» Dieser Kater, sowohl körperlich als auch mental, hat ihr eine Lektion erteilt, die sie so schnell nicht vergessen wird.
Genau diese schonungslose Ehrlichkeit macht Noa Vahle für die jüngere Generation so nahbar. Sie romantisiert den Konsum nicht, sondern zeichnet das ganze Bild. Und genau das fehlt in der öffentlichen Debatte oft. Man hört sie nicht sagen «nimm niemals Drogen», aber sie erklärt unmissverständlich, was die Konsequenz dieses «grossartigen» Gefühls ist: eine Leere, die einen am nächsten Tag völlig umhaut.
Merel Ek über Noas Geständnis: «Da dachte ich, spring»
Nicht nur Noa Vahle hat ihr Herz ausgeschüttet. Auch ihre Kollegin und Freundin Merel Ek setzt sich im selben Gespräch dazu. Während Noa ihre eigene Erfahrung teilt, gibt Merel an, dass sie Noas Gefühl nur zu gut kennt. «Ich hörte ihrer Geschichte zu und dachte: Ja, das kommt mir bekannt vor. Aber ich dachte auch: Spring. Spring einfach ins kalte Wasser und sei offen darüber.» Die beiden Damen, die normalerweise die Sportwelt auf den Kopf stellen, zeigen, dass ihre Verbundenheit über den Fussballplatz hinausgeht.
In einer Welt, in der oft nach Perfektion gestrebt wird – besonders wenn man in einer Familie wie der von Linda de Mol aufwächst – ist es fast erfrischend zu hören, wie Noa Vahle und Merel Ek miteinander umgehen. Kein Urteil, kein erhobener Zeigefinger, sondern ein einfaches «ich verstehe dich». Merel bezieht sich im Gespräch sogar auf einen Moment, in dem sie dachte: «Wenn sie das sagen kann, dann kann ich es auch.» Es zeigt, dass der Druck auf junge Frauen im Rampenlicht gross ist, aber dass geteilte Erfahrungen diesen Druck tatsächlich mindern können.
Warum diese Enthüllung so dringend nötig ist
Jeder weiss, dass auf Festivals und in der Clubszene viel konsumiert wird, aber sobald jemand mit einem bekannten Nachnamen darüber spricht, scheint der Schock gross. Die Reaktionen auf Noas Geständnis zeigen, dass wir in der Schweiz vielleicht zwar in Bezug auf Sexualität und Beziehungen sehr offen sind, aber das Thema Drogen bei bekannten Persönlichkeiten immer noch ein Tabu ist.
Das Schöne an Noas Art, dies zu tun, ist, dass sie nirgends sagt: «Gib mir noch eine Pille.» Sie teilt eine Geschichte des Wachstums, des Auslotens einer Grenze und des daraus Lernens. Und das tut sie gemeinsam mit Merel Ek, die als Sidekick fungiert und bestätigt: Du bist nicht allein, wenn du dich nach einem Abend auszugehen mies fühlst.
- Ehrlichkeit vor Scham: Noa bricht mit dem perfekten Bild, das oft von Prominenten erwartet wird.
- Identifikation für Jugendliche: Indem sie über den «Tag danach» spricht, vermittelt sie ein realistisches Bild, das in der Aufklärungsarbeit oft fehlt.
- Freundschaft als Anker: Die Reaktion von Merel Ek zeigt, wie wichtig ein gutes Netzwerk ist, besonders in der chaotischen Welt von Medien und Sport.
Ob sie nun von einer Fussball-WM berichtet oder in einem Interview ihre Seele offenbart, Noa Vahle bleibt jemand, der es versteht, die Dinge aufzurütteln. Und mit Merel Ek an ihrer Seite hat sie nicht nur eine Kollegin, sondern eine Verbündete, die genau weiss, wie es sich anfühlt, die Balance zwischen der öffentlichen Aufmerksamkeit und dem Privatleben zu suchen. Das Gespräch, das sie gemeinsam führten, ist kein sensationsheischendes, sondern eines von Authentizität. Und genau das brauchen wir.