Startseite > Nachrichten > Artikel

Intesa Sanpaolo und Isybank: 17,6 Millionen Busse wegen Kundendaten. Was wir wissen

Nachrichten ✍️ Marco Ferri 🕒 2026-03-13 15:27 🔥 Aufrufe: 1
Busse der Datenschutzbehörde gegen Intesa Sanpaolo im Fall Isybank

Wer hat mir bloss gesagt, dass man in Italien nichts geschenkt bekommt? Er oder sie sollte recht behalten. Besonders wenn es um Banken und diese "Angebote" geht, die in der App auftauchen und wie ein Gefallen wirken – und schon hat man eine neue IBAN und die Filiale vor Ort ist weg. Die Nachricht, die derzeit in den Büros und an den Stammtischen die Runde macht, ist die Busse von 17,6 Millionen Euro gegen Intesa Sanpaolo. Eine Summe, die kein Pappenstiel ist und die der Datenschutzbeauftragte aus dem Ärmel gezaubert hat, um der willkürlichen Überweisung zu Isybank einen Riegel vorzuschieben.

Was ist genau passiert? Die Geschichte der Busse gegen Intesa Sanpaolo und Isybank

Machen Sie es sich bequem, ich erzähle es Ihnen, als hätte ich es am eigenen Leib erfahren. Es begann Ende 2023 und Anfang 2024. Die Intesa Sanpaolo Gruppe wollte beim Thema Digitalisierung aufs Gas drücken und gründete Isybank, ihre Tochterbank, komplett online, ohne Schalter, nur via App. Soweit so modern und faszinierend. Das Problem war das "Wie" man dieses neue Geschöpf bevölkern wollte.

Man nahm etwa 2,4 Millionen Kontoinhaber und überwies sie per Amtsweg zu Isybank. Aber wer waren die Auserwählten? Man profilierte munter drauf los, wie im Supermarkt, der sich das beste Obst aussucht: unter 65 Jahre alt, keine Anlageprodukte (wie Fonds oder Aktien), eine finanzielle Reserve unter einer bestimmten Summe (man spricht von Guthaben unter 100.000 Euro) und häufige Nutzung des Homebankings. Kurz: die "verlorenen Söhne" des digitalen Zeitalters, bereit für die Überführung ins neue gelobte Land ohne Filialen.

Der Kern des Problems: Illegale Datenverarbeitung und Geistermitteilungen

Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Oder besser gesagt: die Bank. Für diese Auswahl nutzte Intesa Sanpaolo die persönlichen Daten der Kunden, gestützt auf "berechtigtes Interesse". Moment, werden Sie sagen: "Aber berechtigtes Interesse ist doch etwas Seriöses?" Sicher ist es das, doch die Datenschutzbehörde entschied, dass es hier nicht ausreichte. Für eine Aktion, die das ganze Bankleben verändert (neue IBAN, die man seinem Arbeitgeber mitteilen muss, kein physischer Schalter mehr, Beziehung zu einem neuen "Dateninhaber"), braucht es eine ausdrückliche Zustimmung. Und die wurde nicht eingeholt. Das Ergebnis? Illegale Datenverarbeitung – und die Busse ist serviert.

Und dann das i-Tüpfelchen, das jeden auf die Palme bringt: Wie hat man diese besagte Revolution kommuniziert? Nicht mit einem klaren Push-Up, nicht mit einer SMS. Man versenkte die Mitteilung im "Archiv"-Bereich der Intesa Sanpaolo App. Und raten Sie mal? Das Ganze geschah mitten im Sommer. In einer Zeit, in der wir alle mit den Gedanken zwischen Meer und Glacé sind. Praktisch die perfekte Strategie, damit es niemand rechtzeitig bemerkt, um Einspruch zu erheben. Für die Datenschutzbehörde waren die Mitteilungen "mangelhaft" und gaben einem epochalen Wechsel nicht das nötige Gewicht.

Was ändert sich für die Kunden? Eine praktische Anleitung zur Orientierung

Die Frage, die sich jetzt alle stellen: "Was habe ich jetzt zu tun, wenn ich in diesem Topf gelandet bin?". Die Busse ist da, das Geld zahlt die Bank (und es ist kein Kleingeld), aber Sie haben Rechte. Hier ist eine kleine Übersicht zur Situation und wie Sie vorgehen können:

  • Ist der Schaden bereits eingetreten? Für viele ja. Wenn Sie überwiesen wurden, haben Sie die Änderung der Konditionen und der Handhabung erlebt. Die Datenschutzbehörde anerkennt dies als "Unannehmlichkeit".
  • Kann ich rückgängig machen? Das ist der Kernpunkt. Sie müssen prüfen, ob Ihnen zum Zeitpunkt der Überweisung klar die Möglichkeit zum Widerspruch gegeben wurde. Angesichts der Art der Kommunikation ist es wahrscheinlich, dass viele diese Wahl nicht fundiert treffen konnten. Theoretisch hätte das Verhältnis auf Ihrer bewussten Entscheidung beruhen müssen.
  • Was jetzt tun? Wenn Sie zu den 2,4 Millionen Betroffenen gehören, bleiben Sie wachsam. Die Konsumentenschutzverbände wittern bereits Morgenluft. Möglicherweise haben Sie Anspruch auf Schadenersatz oder zumindest darauf, die Rückkehr zu den vorherigen Konditionen bei Intesa Sanpaolo (der "Muttergesellschaft") zu verlangen.

Isybank: Eine Million Kunden und eine Zukunft, die noch geschrieben werden muss

Isybank ist trotz allem eine Realität, die Anfang 2026 bereits die Millionengrenze an Kunden überschritten hat und bis 2029 eine Verdoppelung anstrebt. Sie ist eine "Cloud-native" Bank, ein Kind ihrer Zeit, geboren um mit den Fintechs zu konkurrieren. Doch diese 17,6 Millionen-Busse ist ein harter Schlag für die Reputation. Denn die Busse ist zwar einmalig, das Vertrauen aber ist etwas Anderes. Und Vertrauen ist bekanntlich wie Glas: Ist es erst einmal gesprungen, wird es schwer, den vorherigen Zustand wiederherzustellen.

Bei der Festsetzung der Höhe berücksichtigte die Datenschutzbehörde die enorme Anzahl betroffener Kunden und die Schwere des Verstosses, aber auch, dass die Bank kooperierte und das Verhalten "fahrlässig" und nicht "vorsätzlich" war (also nicht in böswilliger Absicht, aber mit einer gehörigen Portion Oberflächlichkeit). Frei nach dem Motto: "Ihr habt einen Bock geschossen, und der wird teuer."

Kurzum, die Angelegenheit ist noch nicht abgeschlossen. Die Bank kann vor dem Verwaltungsgericht Beschwerde einlegen, und Sie, liebe Kontoinhaber, können nur wachsam sein. Denn die Lektion des Tages ist einfach: Wenn Sie eine Mitteilung von Ihrer Bank erhalten, auch wenn sie in einer virtuellen Schublade der App landet – lesen Sie sie. Und wenn Ihnen etwas spanisch vorkommt, wissen Sie jetzt: Die Datenschutzbehörde ist vielleicht auf Ihrer Seite.