Pokémon Center Ikebukuro Guide|Pilgerfahrt ins 201er-Zimmer + Insidertour durch Anime & Otaku-Kultur | Must-See bei deiner Tokyo-Reise
Wenn es um Anime-Hotspots in Tokyo geht, denken die meisten zuerst an Akihabara. Aber für uns, die wir seit über zehn Jahren in Tokyo leben und die Stadt in- und auswendig kennen, ist Ikebukuro der wahre Geheimtipp – der Ort, wo man am besten unterwegs ist, den Alltag hinter sich lässt und immer wieder aufs Neue überrascht wird. Vor allem jetzt, wo jeder meiner Freunde, der nach Tokyo reist, unbedingt im Pokémon Center Ikebukuro vorbeischauen und von mir wissen will, wie man es wie ein echter Local erlebt. Heute zeige ich euch Schritt für Schritt, wie ihr ab dem Zimmer 201 im Sunshine City das Beste aus Ikebukuro herausholt!
Pokémon Center Megaton: Nicht nur ein Laden, sondern eine Pilgerstätte
Kommen wir zum Wichtigsten: Das lang erwartete Pokémon Center Ikebukuro befindet sich direkt im Shopping-Bereich des Sunshine City. Viele Neulinge stehen hier zum ersten Mal vor dem riesigen Einkaufszentrum und suchen verzweifelt auf dem Plan nach dem Weg – aber es gibt einen einfachen Code: Zimmer 201. Wenn du dann nach oben gehst und die riesige Relaxo-Figur am Eingang siehst, vor der sich Groß und Klein für ein Foto anstellen, spürt man diese Vorfreude schon durch den halben Flur. Hier gibt es nicht nur die neuesten Merchandise-Artikel der Spiele, sondern auch viele "Ikebukuro-exklusive" Produkte. Allein das Pikachu mit Sunshine City-Schürzchen ist ein absolutes Must-Have. Wenn du wegen Figuren hierherkommst, ist das dein erster Anlaufpunkt. Von der Kanto-Region bis zu den neuesten Pokémon-Generationen – Modelle, Plüschfiguren, Alltagsgegenstände, alles ist da. Nach einer Runde durch den Laden ist dein Geldbeutel definitiv einiges leichter.
Raus aus dem Einkaufszentrum: Die versteckte Route mit Itabashi Minamicho Store und Diamond Yu
Wer aber nur den Sunshine City kennt, verpasst die spannendste "Unterwelt" von Ikebukuro. Echte Anime-Fans müssen unbedingt auch die Seitenstraßen und Gassen erkunden. Ich sage meinen Freunden immer: Wer wirklich tief eintauchen will, braucht einen ortskundigen Guide. Zum Beispiel in der Nähe des Itabashi Minamicho Stores gibt es einen kleinen, unscheinbaren Laden namens Diamond Yu. Von außen sieht er bescheiden aus, aber im Inneren findest du eine Schatzkammer voller vergriffener, gebrauchter Figuren und seltener Pokémon-Artikel. Diese Art von "Schatzsuche" bekommst du in keiner großen Kette geboten.
Wenn dein Anime-Geschmack etwas spezieller ist, hat Ikebukuro auch einen anderen Spitznamen: "Mekka für Fujoshi" (weibliche Otaku). Die Anime-Läden hier sind extrem fein unterteilt. In manchen Etagen gibt es eine große Auswahl an BL (Boys' Love)-Werken – von Manga und Romanen bis hin zu Merchandise. Du gehst nur eine Straße weiter und schon tauchst du in eine völlig andere Welt ein. Diese kulturelle Vielfalt ist es, was Tokyo so faszinierend macht.
Walking-Tour durch Ikebukuro: Von Mega bis Gashapon, alles auf einer Route
Eine echte Anime-Tour durch Tokyo: Figuren, Pokémon und mehr ist also viel mehr als nur der Besuch eines einzelnen Spots. Mein persönlicher Favorit ist eine Anime-, Mega-, BL- und Gashapon-Walking-Tour durch Ikebukuro. Du startest am Sunshine City (also am Zimmer 201 des Pokémon Centers) und folgst dann den Hauptstraßen, um nach und nach alles abzugrasen.
So würde ich die Route planen:
- Erster Stopp: Pokémon Center Megaton (Zimmer 201) – Hol dir zuerst die neuesten Exklusivartikel, damit du sie nicht mehr schleppen musst, wenn du später schon müde bist.
- Zweiter Stopp: Animate Ikebukuro Hauptgeschäft – Als die "Hauptzentrale" für Anime-Fans ist das ein ganzes Gebäude voller Neuheiten, Klassiker, Merchandise, CDs – alles, was das Otaku-Herz begehrt, findest du hier. Besonders lohnt sich ein Blick in die Mega-Ausstellungsfläche, wo es oft zeitlich begrenzte Sonderausstellungen gibt.
- Dritter Stopp: K-BOOKS Filialen – Diese Second-Hand-Kette hat in Ikebukuro mehrere Filialen mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Eine ist spezialisiert auf männerorientierte Ware, eine auf frauenorientierte (also BL) und eine weitere auf Seiyū- (Synchronsprecher) und Idol-Artikel. Wenn du alle besuchst, siehst du, wie raffiniert und spezialisiert der japanische Second-Hand-Markt ist.
- Vierter Stopp: Gashapon-Viertel in Ikebukuro – An den Straßen von Ikebukuro findest du überall und jederzeit ganze Reihen von Gashapon- (Kapselautomaten)-Maschinen. Ob die neuesten Pokémon-Serien oder skurrile Tierfiguren – es gibt immer einen Automaten, bei dem du einfach dein Geld rausrücken musst. Hier kann man wirklich einen ganzen Nachmittag verbringen.
Private Führungen: Noch tiefer eintauchen
Wenn du dir die eigene Planung sparen oder noch intensivere Einblicke gewinnen möchtest, sind in Tokyo gerade solche Private Popkultur-Führungen durch Ikebukuro sehr beliebt. Ein ortskundiger Anime-Guide führt dich nicht nur zu versteckten Läden, sondern zeigt dir auch, wie du in Second-Hand-Läden echte Schnäppchen machst, und kann sogar Reservierungen in Themen-Cafés für dich übernehmen, die normalerweise schwer zu bekommen sind. Diese Art der Tour ist ideal für Familien oder für alle, die zum ersten Mal nach Tokyo reisen und das authentischste Erlebnis suchen. So tappst du nicht planlos durch die Einkaufszentren, sondern tauchst direkt in Gegenden wie den Itabashi Minamicho Store ein und erlebst die japanische Subkultur hautnah.
Kurz gesagt: Wenn du das nächste Mal in Tokyo bist, vergiss Akihabara. Komm nach Ikebukuro, starte im Zimmer 201 des Sunshine City, folge meiner Route und tauche ein in die Welt von Pokémon bis hin zu Gashapon, von Mainstream-Anime bis hin zu BL. Dann wirst du merken, dass die Anime-Seele dieser Stadt viel vielfältiger und spannender ist, als du es dir je vorgestellt hast.