IKEA baut 945 Stellen ab – So sind Sie betroffen und wie Sie die Kündigung zu Ihrem Vorteil nutzen
Es ist kein gewöhnlicher Dienstag in den schwedischen IKEA-Büros. Nach monatelangen Spekulationen kam die Nachricht, die niemand hören wollte: 945 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen. Die Kündigungswelle rollt nun durchs Land, und in Schonen sind mehrere Hundert davon betroffen, die riskieren, ihren Job zu verlieren. Ich habe mit Betroffenen, der Gewerkschaft und Experten gesprochen, um herauszufinden, was eigentlich passiert – und wie Sie selbst die Situation meistern können, falls es Sie erwischt.
Warum IKEA gerade jetzt Stellen abbaut
Man könnte meinen, der blaue Riese mit den gelben Läden stünde felsenfest da, aber die Wahrheit ist, dass sich das Konsumverhalten rasant verändert hat. Der Online-Handel frisst ein immer größeres Stück vom Kuchen, und IKEA kämpft seit längerem damit, seine Strukturen anzupassen. Der CEO hat selbst klargestellt, dass die Führung mehr Fokus auf die Verkaufsflächen legen muss – also dorthin, wo die Kunden tatsächlich auf das Personal treffen. Aber anstatt nun aufzustocken, passiert das Gegenteil: Die Belegschaft wird deutlich reduziert, vor allem in der Verwaltung und im mittleren Management. Die Gewerkschaft übt Kritik und meint, das Unternehmen hätte zuerst andere Sparmaßnahmen prüfen sollen, aber die Entscheidung ist gefallen.
945 Stellen – so verteilen sie sich
Die Kündigungswelle betrifft ganz Schweden, der Schwerpunkt liegt aber in den Regionen mit den größten IKEA-Standorten. In Schonen geht es um Hunderte von Mitarbeitern, viele mit langjähriger Erfahrung. Informationen aus dem Betrieb zufolge sind alle Bereiche betroffen, vom Ladenpersonal bis zu den Angestellten in den Regionalbüros. Wie viele genau an jedem Ort gehen müssen, ist noch unklar – derzeit laufen Verhandlungen mit der Gewerkschaft, und in den nächsten Wochen werden die Entscheidungen eintreffen. Es ist eine extrem schwere Zeit für die betroffenen Familien, besonders in einer Region, wo der Arbeitsmarkt ohnehin angespannt ist.
Bericht aus dem IKEA-Universum: Was sagen die Mitarbeiter?
Ich habe mit einigen Leuten gesprochen, die mitten in der Ungewissheit stecken. Einer von ihnen, ein Verkäufer in Malmö mit zehn Jahren IKEA-Erfahrung, sagt: "Man hat ja geahnt, dass etwas im Busch ist, aber wenn es dann kommt, ist es wie ein Schlag ins Gesicht. Wir haben uns reingehängt, immer gehört, wie wichtig wir sind, und dann ist man am Ende doch nur eine Nummer in einer Excel-Tabelle." Gleichzeitig macht sich Resignation breit – viele, mit denen ich rede, sagen, sie hätten fast damit gerechnet. IKEA spricht schon seit Jahren von Effizienzsteigerungen, und jetzt kam der Hammer. Fazit: eine harte, aber aus Marktsicht nicht ganz unerwartete Entscheidung. Für den einzelnen Mitarbeiter spielt es jedoch keine Rolle, wie logisch das ist – es tut weh.
Ratgeber: So nutzen Sie die Kündigung zu Ihrem Vorteil
Wenn Sie selbst zu denen gehören, die gekündigt wurden – oder wenn Sie in einer unsicheren Lage sind – gibt es Wege, die Situation ins Positive zu wenden. Hier ist meine einfache Drei-Schritte-Anleitung:
- Setzen Sie sich sofort mit der Gewerkschaft in Verbindung. Sie kennt Ihre Rechte, weiß, welche Auffangpakete es gibt und kann über Abfindungen verhandeln. Scheuen Sie sich nicht, Forderungen zu stellen – Sie haben für das Unternehmen gearbeitet.
- Aktualisieren Sie noch heute Ihren Lebenslauf und Ihr LinkedIn-Profil. Vernetzen Sie sich mit ehemaligen Kollegen und geben Sie an, dass Sie für neue Aufgaben bereit sind. Viele Personalverantwortliche suchen gezielt nach Leuten mit IKEA-Hintergrund – Sie haben einen Stempel, der viel wert ist.
- Nutzen Sie das IKEA-Unterstützungsangebot zur beruflichen Neuorientierung voll aus. Das Unternehmen bietet oft Karriereberatung, Kurse und Hilfe bei der Jobsuche an. Das ist keine Wohltätigkeit, sondern Teil Ihrer Abmachung – nehmen Sie alles mit, was Sie kriegen können.
Es geht darum, die Kontrolle über seine Situation zu übernehmen. Viele, die eine Kündigungswelle durchgemacht haben, sagen im Nachhinein, dass es ein Neuanfang war, auch wenn es sich damals wie eine Katastrophe anfühlte.
Was passiert jetzt?
In den nächsten Wochen werden die Verhandlungen zwischen IKEA und der Gewerkschaft entscheiden, wer genau gehen muss. Parallel dazu informiert und unterstützt das Unternehmen die Betroffenen. Eines ist sicher: IKEA wird nicht von der Bildfläche verschwinden, aber für die 945, die es trifft, bedeutet das eine Umstellung, die sowohl Mut als auch Planung erfordert. Ich verfolge die Entwicklung und komme mit mehr Details zurück, sobald wir wissen, wie die Lage in Schonen und im Rest des Landes aussieht.