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Franco Mastantuono: Rot gegen Getafe – der Tag, der alles verändert?

Sport ✍️ Jürgen Schmitt 🕒 2026-03-03 00:33 🔥 Aufrufe: 2

Es war der Moment, der das Bernabéu für einen Augenblick verstummen liess. Franco Mastantuono, das 19-jährige Juwel aus Argentinien, das erst vor wenigen Monaten als Neuzugang von Real Madrid vorgestellt wurde, sah gegen Getafe die Rote Karte. Was genau ist passiert? Eine hitzige Aktion, ein vermeintliches Nachtreten, vielleicht auch ein unbedachtes Wort? Die TV-Bilder zeigten einen frustrierten Youngster, der mit der Hand vor dem Mund – „boca tapada“, wie es in seiner Heimat heisst – in Richtung Kabine trottete. Doch die Explosion kam erst später.

Franco Mastantuono nach dem Platzverweis

Ancelottis Wut und die verborgene Botschaft

Trainer Carlo Ancelotti, sonst für seine stoische Ruhe bekannt, kochte nach dem Spiel. Seine Reaktion auf den Platzverweis? „Fulminant“ ist noch untertrieben. Er schleuderte seine Wasserflasche zu Boden, gestikulierte wild in Richtung Schiedsrichter-Assistent. In der Kabine soll er klare Worte an den jungen Argentinier gerichtet haben – nicht wegen der Härte des Zweikampfs, sondern wegen der mangelnden Kontrolle in einem hitzigen Derby. Ancelotti weiss: In Madrid reicht Talent allein nicht. Hier zählt Nervenstärke, besonders wenn der Druck von den Rängen wie ein unsichtbarer Gegner mitmischt.

Warum dieser Platzverweis mehr als ein Rückschlag ist

Für Franco Mastantuono war es die erste richtige Bewährungsprobe. Nach seinem Wechsel von River Plate waren die Erwartungen himmelhoch. Doch die Rote Karte gegen Getafe wirft Fragen auf:

  • Unerfahrenheit oder Übermotivation? In den Zweikämpfen wirkte er oft einen Tick zu spät, als wolle er unbedingt seinen Stempel aufdrücken.
  • Die Last der „10“: Mastantuono trägt nicht die berühmte Nummer, aber die Hoffnungen, dass er eines Tages in die Fussstapfen von Di Stéfano oder Messi treten könnte.
  • Der Marktwert im freien Fall? Ganz im Gegenteil. Ironischerweise steigt die Nachfrage nach seinem Trikot. Im UKSoccershop war das offizielle „Herren Franco Mastantuono Real Madrid New Signing T-Shirt“ aus Polyester innerhalb von Stunden nach dem Spiel ausverkauft. Solche Kontroversen beflügeln die Popularität manchmal mehr als jede Glanzleistung.

Die Lehren aus der Nacht von Getafe

Ich habe in den letzten zwanzig Jahren viele solcher Momente erlebt. Spieler, die nach einer Roten Karte zerbrechen, und solche, die daran wachsen. Bei Franco Mastantuono spüre ich, dass dies der Beginn einer grossen Karriere sein könnte – vorausgesetzt, er verarbeitet die Wut und die öffentliche Kritik richtig. Ancelotti ist ein Meister darin, aus Fehlern Motivation zu schöpfen. Ich tippe: In den nächsten Spielen wird Mastantuono bewusst auf der Bank sitzen, das Spiel analysieren, und dann mit einer Wucht zurückkommen, die uns alle überraschen wird.

Die Frage ist nicht, ob er das Zeug zum Star hat, sondern wie schnell er lernt, dass in Madrid jeder Schritt, jede Geste, jede Karte unter dem Mikroskop vergrössert wird. Die Rote gegen Getafe war ein Weckruf. Und wie bei vielen grossen Namen vor ihm – ob Ramos, Zidane oder Cristiano – kann auch so ein Rückschlag der Startschuss für eine Ära sein. Die Trikotverkäufe zeigen es: Die Fans stehen hinter ihm. Jetzt muss Franco Mastantuono liefern.