Franco Mastantuono: Rot gegen Getafe – der Tag, der alles verändert?
Es war der Moment, der das Bernabéu für einen Augenblick verstummen ließ. Franco Mastantuono, das 19-jährige Juwel aus Argentinien, das erst vor wenigen Monaten als Neuzugang von Real Madrid vorgestellt wurde, sah gegen Getafe die Rote Karte. Was genau ist passiert? Eine hitzige Aktion, ein vermeintliches Nachtreten, vielleicht auch ein unbedachtes Wort? Die TV-Bilder zeigten einen frustrierten Youngster, der sich mit der Hand vor dem Mund – „boca tapada“, wie es in seiner Heimat heißt – auf dem Weg in die Kabine trottete. Doch die Explosion kam erst später.
Ancelottis Wut und die versteckte Botschaft
Trainer Carlo Ancelotti, sonst für seine stoische Ruhe bekannt, kochte nach dem Spiel. Seine Reaktion auf den Platzverweis? „Fulminant“ ist noch untertrieben. Er knallte seine Wasserflasche zu Boden, gestikulierte wild in Richtung des Schiedsrichter-Assistenten. In der Kabine soll er dem jungen Argentinier klare Worte gesagt haben – nicht wegen der Härte des Zweikampfs, sondern wegen des Kontrollverlusts in einem hitzigen Derby. Ancelotti weiß: In Madrid reicht Talent allein nicht. Hier zählt Nervenstärke, besonders wenn der Druck von den Rängen wie ein unsichtbarer Gegner mitmischt.
Warum dieser Platzverweis mehr als nur ein Rückschlag ist
Für Franco Mastantuono war es die erste richtige Bewährungsprobe. Nach seinem Wechsel von River Plate waren die Erwartungen himmelhoch. Doch die Rote Karte gegen Getafe wirft Fragen auf:
- Unerfahrenheit oder Übermotivation? In den Zweikämpfen wirkte er oft einen Tick zu spät, als wolle er unbedingt seinen Stempel aufdrücken.
- Die Last der „10“: Mastantuono trägt nicht die berühmte Nummer, aber die Hoffnungen, dass er eines Tages in die Fußstapfen von Di Stéfano oder Messi treten könnte.
- Der Marktwert im freien Fall? Ganz im Gegenteil. Ironischerweise steigt die Nachfrage nach seinem Trikot. Im UKSoccershop war das offizielle „Herren Franco Mastantuono Real Madrid New Signing T-Shirt“ aus Polyester innerhalb von Stunden nach dem Spiel ausverkauft. Solche Kontroversen beflügeln manchmal die Popularität mehr als jede Glanzleistung.
Die Lehren aus der Nacht von Getafe
Ich habe in den letzten zwanzig Jahren viele solcher Momente erlebt. Spieler, die nach einer Roten Karte zerbrechen, und solche, die daran wachsen. Bei Franco Mastantuono habe ich das Gefühl, dass dies der Beginn einer großen Karriere sein könnte – vorausgesetzt, er verarbeitet die Wut und die öffentliche Kritik richtig. Ancelotti ist ein Meister darin, aus Fehlern Motivation zu schöpfen. Mein Tipp: In den nächsten Spielen wird Mastantuono bewusst auf der Bank sitzen, das Spiel analysieren, und dann mit einer Wucht zurückkommen, die uns alle überraschen wird.
Die Frage ist nicht, ob er das Zeug zum Star hat, sondern wie schnell er lernt, dass in Madrid jeder Schritt, jede Geste, jede Karte unter dem Mikroskop vergrößert wird. Das Rot gegen Getafe war ein Weckruf. Und wie bei vielen großen Namen vor ihm – ob Ramos, Zidane oder Cristiano – kann auch so ein Rückschlag der Startschuss für eine Ära sein. Die Trikotverkäufe zeigen es: Die Fans stehen hinter ihm. Jetzt muss Franco Mastantuono liefern.