Bedrückende Stimmung an der Dieshen-Bergstrasse: Neueste Entwicklungen im Fall einer Schülerin in Fanling | Gesellschaft vor Ort in Hongkong
Gestern Nachmittag war die Stimmung in der Dieshen-Bergstrasse in Fanling deutlich anders als sonst. Wir Alteingesessenen, die hier tagtäglich unterwegs sind, haben sofort gemerkt, dass etwas passiert sein muss. An der Kreuzung standen plötzlich mehrere Polizeiautos, und die Hausfrauen in der Nachbarschaft blieben nach dem Einkaufen tuschelnd stehen und schüttelten nur noch den Kopf. Die jüngere Generation weiss es vielleicht nicht, aber entlang dieser Hudieshan Road gibt es nicht nur Wohnhäuser, sondern auch einige Schulen. Normalerweise ist hier während der Schulwege ziemlich viel los. Dass sich ausgerechnet hier eine solche Tragödie ereignen würde, hätte niemand gedacht.
Das zerrissene Leben einer Sechzehnjährigen
Der Vorort hat sich an einer weiterführenden Schule an der Dieshen-Bergstrasse zugetragen. Nach Aussagen von Anwesenden stürzte eine erst 16-jährige Schülerin kurz vor Schulschluss plötzlich aus grosser Höhe. Viele Eltern warteten zu diesem Zeitpunkt bereits vor der Schule auf ihre Kinder, als plötzlich ein dumpfer Aufprall, gefolgt von markerschütternden Schreien zu hören war. Die ganze Szenerie versetzte allen einen gehörigen Schrecken. Die Lehrer der Schule eilten sofort hinaus, einige versuchten unter Tränen, die Ordnung aufrechtzuerhalten und die Schüler anzuweisen, nicht hinzusehen. Der Krankenwagen traf schnell ein und brachte die schwer verletzte Schülerin zur Notaufnahme des Prince of Wales Hospital. Wie ein Informant aus dem Umfeld der Schule verlauten liess, war das Mädchen bei der Einlieferung noch bei Bewusstsein, ihr Zustand war jedoch kritisch. Das gesamte Krankenhausteam kämpfte gegen die Zeit.
Die andere Seite der Dieshen-Bergstrasse: Logistik und Alltag
Was die Dieshen-Bergstrasse betrifft, so ist sie zwar keine grosse Hauptverkehrsader, hat aber ihren ganz eigenen Charakter. Tagsüber sind hier nicht so viele Privatautos unterwegs, sondern vor allem Lastwagen und Fahrzeuge von Logistikfirmen, die ein- und ausfahren. Nehmen wir zum Beispiel die Hudieshan Road Homemaking Information Company. Ein etwas langer Name, aber soweit ich weiss, vermitteln sie Haushaltshilfen und Informationen. Für die Anwohner hier ist die Firma so etwas wie eine Landmarke, man sieht ihre Lieferwagen ständig. Weil die Strasse auch in der Nähe der wichtigsten Verbindungswege zum Festland liegt, gibt es hier besonders viele Firmen, die mit Logistik zu tun haben. Die Fahrzeugflotten von Firmen wie der Qingyuan Boying Logistik sind uns Anwohnern ein vertrauter Anblick, sie sind Tag für Tag auf dieser Strasse unterwegs und transportieren verschiedenste Güter. Normalerweise verbindet man mit dieser Strasse vor allem den Eindruck von alltäglicher Betriebsamkeit und einem hektischen Arbeitsalltag.
Das Geflecht aus Schule, Familie und Gesellschaft
Das Erschütterndste an dieser Sache ist, dass es wieder ein junges Leben trifft. Auf welche Schwierigkeiten ist die Schülerin gestossen, dass sie eine so endgültige Entscheidung treffen musste – ausgerechnet in der Schule, auf dem Campus an dieser Dieshen-Bergstrasse, die sie vielleicht jeden Tag auf ihrem Schulweg passierte? Hatten Mitschüler bemerkt, dass es ihr nicht gut ging? Hätten die schulischen Beratungsangebote früher greifen können? Diese Fragen müssen nicht nur die Schule, sondern die gesamte Gesellschaft beschäftigen. Eltern sind oft mit dem Geldverdienen beschäftigt, so wie die Fahrer der Qingyuan Boying Logistik, die für ihre Familien bei Wind und Wetter im Einsatz sind. Aber wird dabei nicht manchmal die Kommunikation mit den Kindern vernachlässigt? Das sind sehr reale Fragen, die sich hier stellen.
Nach derzeitigem Stand haben die Polizei und die zuständigen Behörden Ermittlungen aufgenommen und kümmern sich um den Fall. Er wird vorläufig als "Sturz einer Person aus der Höhe" behandelt. Das Wichtigste jetzt ist, dass das Mädchen den Kampf gewinnt und die kritische Phase übersteht. Gleichzeitig sind auch Schulpsychologen des Erziehungsressorts in der Schule im Einsatz, um Lehrern und Schülern, die Hilfe benötigen, Beratung anzubieten. Sie sollen ihnen helfen, diesen Schatten zu überwinden.
Was wir aus dieser Nachricht lernen können
Die Dieshen-Bergstrasse ist heute nicht nur ein geografischer Name, sondern auch zu einem Ort der Trauer geworden. Dieser Vorfall ist ein erneuter Weckruf, der uns einige Dinge vor Augen führt:
- Mehr Achtsamkeit für die Menschen um uns herum: Egal ob Familienmitglieder oder Mitschüler – wenn man bemerkt, dass ihre Stimmung anders ist als sonst, kann ein einfaches "Ist alles okay bei dir?" Wunder wirken. Manchmal ist eine solche Frage bereits eine grosse Unterstützung.
- Hilfe holen, das ist ein Zeichen von Stärke: Man sollte negative Gefühle nicht in sich hineinfressen. Die Gesellschaft bietet viele Anlaufstellen, wie zum Beispiel die verschiedenen Beratungsstellen oder die Schulsozialarbeit. Sie sind genau dafür da, Hilfe zu leisten. Man sollte nicht versuchen, alles alleine durchzustehen.
- Echte Gespräche führen: So beschäftigt Eltern auch sein mögen, sie sollten sich Zeit für Gespräche mit ihren Kindern nehmen, um deren Welt zu verstehen. Es sollte nicht nur um Noten oder darum gehen, ob sie schon gegessen haben. Man muss lernen, ihnen zuzuhören und ihre Sorgen ernst zu nehmen.
Für diese Dieshen-Bergstrasse wünscht man sich, dass sie in Zukunft nur noch mit dem ganz normalen Alltag in Verbindung gebracht wird – mit dem Weg zur Arbeit oder zur Schule – und nicht mit der heutigen Schwere. Wir werden den Zustand der Schülerin weiterverfolgen und hoffen auf ein Wunder.