ARD Mediathek im Check: Lohnt sich der «Tatort: Fackel» und die neue Serie «Die Zweiflers»?
Kennst du das? Du schaltest den Fernseher ein, zappst durch die Programme, und überall läuft doch nur der gleiche Einheitsbrei. Dabei weiss doch jeder, wer in der Schweiz den Überblick behalten will: Der wahre Schatz liegt in der ARD Mediathek. Ich sitz hier in Zürich, die Füsse hoch, und hab mir genau angeschaut, was die aus dem Nachbarland diesmal aufgefahren haben. Eins kann ich euch verraten: Zwei echte Perlen müsst ihr euch jetzt unbedingt gönnen.
Brennt Frankfurt? Der «Tatort: Fackel» ist mehr als nur ein Cold Case
Seien wir ehrlich: Manchmal hab ich das Gefühl, man könnte die ganzen «Tatort»-Wiederholungen in der ARD Mediathek mittlerweile im Schlaf mitspielen. Aber dann kommt so ein Fall wie «Fackel», und auf einmal ist der ganze Abend gerettet. Diesmal geht's nach Frankfurt. Ein Hochhausbrand, ein Toter, und Ermittler, die eigentlich längst in einer anderen Liga spielen.
Was wie ein klassischer Krimi beginnt, entpuppt sich als düsteres Sittenbild der Mainmetropole. Kommissar Hamza Kulina muss tief in die Vergangenheit graben – und was da hochkommt, ist alles andere als ein lauwarmer Fall von vorgestern. Die Spannung zieht sich durch wie ein roter Faden durch einen guten Frankfurter Apfelwein.
Ich habe den Film gestern Abend in der ARD Mediathek gestreamt. Was mich wirklich umgehauen hat, ist die Atmosphäre. Das ist nicht dieser glattgebügelte TV-Krimi, wo sich alles im Labor lösen lässt. Hier geht's um Abgründe, um echte Emotionen. Wer also Lust auf einen knackigen, emotionalen Krimi hat, der einen noch lange nach dem Abspann beschäftigt, sollte «Fackel» nicht verpassen. Kein «Tatort» für nebenbei – einer fürs Hirn und fürs Herz.
Abschalten? Mit «Die Zweiflers» wird's familiär
Und wenn euch der Krimi dann doch ein bisschen zu anstrengend war, hab ich den perfekten Kontrast. Die ARD Mediathek hat mit «Die Zweiflers» eine Serie am Start, die so wunderbar authentisch ist, dass man sich fühlt, als säße man selbst am Küchentisch. Eine jüdische Familie in Frankfurt, ein angesagtes Restaurant, die ganz grossen Themen des Lebens – verpackt in einer Tragikomödie, die wirklich selten geworden ist.
Was die Serie so besonders macht, ist ihr unglaublicher Witz. Die Figuren sind so liebevoll überzeichnet, dass man sie einfach ins Herz schliessen muss. Ich hab mir die ersten drei Folgen an einem Stück reingezogen. Keine Minute Langeweile. Wer wissen will, wie moderne Serienunterhaltung funktioniert, die nicht wie aus der Tube kommt, sollte direkt in die Mediathek gehen und «Die Zweiflers» suchten.
Warum die ARD Mediathek für uns in der Schweiz ein Muss ist
Ich weiss, viele von euch denken: «ARD? Das ist doch dieses deutsche Öffentlich-Rechtliche-Dings.» Aber mal Hand aufs Herz: Wo gibt's sonst so eine Dichte an hochwertigen Produktionen, die man ohne zusätzliche Abos geniessen kann? Die ARD Mediathek hat sich in den letzten Jahren echt gemausert. Neben den grossen Krimis und Serien findet man dort auch Dokumentationen und Magazine, die bei uns oft untergehen.
Die Stärken auf einen Blick:
- Echte Vielfalt: Von «Rundum gesund» für den Alltag bis zum knallharten Frankfurter «Tatort» – hier findet wirklich jeder was.
- Kein Schnickschnack: Kein nerviges Unterbrechen für Werbung wie im Privatfernsehen. Einfach Film an, Füsse hoch, geniessen.
- Die Zukunft des Fernsehens: Serien wie «Die Zweiflers» zeigen, dass die öffentlich-rechtlichen Anstalten längst mit den grossen Streamern mithalten können – mit dem Plus an Bodenständigkeit.
Also, vergesst das lineare Programm. Macht es euch gemütlich, klickt euch durch die ARD Mediathek und gönnt euch «Fackel» und «Die Zweiflers». Das ist das gute Zeug, das ihr sonst nirgendwo findet. Und wenn ihr mir nicht glaubt, dann schaut selbst. Aber ich hab euch gewarnt: Es macht süchtig.