Movsar Evloev in London: Warum der «ewig Zweite» jetzt ganz oben steht
Grüezi aus der Redaktion! Wer am Samstagabend in der O2 Arena in London nur ein kurzes Nickerchen eingelegt hat, hat vielleicht den nächsten grossen Herausforderer im Federgewicht verpasst. Ich rede von Movsar Evloev. Der Russe mit dem unbändigen Willen hat mal wieder bewiesen, dass er im Octagon ein echter Albtraum ist. Dieses Mal war Lerone Murphy sein Opfer, und ehrlich gesagt, es war ein Abend, der so ziemlich alle Fragen beantwortet hat, die die Szene in den letzten Monaten beschäftigt haben.
Man muss ja mal ehrlich sein: Vor dieser Nummer gegen den ungeschlagenen Briten Lerone Murphy gab es ja wieder dieses Gemunkel. Ihr wisst schon: «Ja, Evloev, aber er gewinnt halt immer nur knapp», oder «Der macht nie richtig Druck». Ich sitz hier, hab die letzten Jahre jeden seiner Kämpfe gesehen, und ich sag euch: Wer so dominant ringt wie Movsar Evloev, der muss nicht zwangsläufig jeden Gegner in der ersten Runde ausknocken. Das ist keine Schwäche, das ist kalkulierte Dominanz.
Ein Abend der Klarheit in der O2
Die Stimmung in der Arena war natürlich elektrisierend. Die Briten haben ihren Murphy wie verrückt angefeuert, und in den ersten Minuten sah es auch so aus, als könnte er das Tempo diktieren. Aber dann kam der Moment, den wir alle von Movsar Evloev kennen. Er fand die Distanz, schnappte sich den ersten Beinangriff und von da an war es sein Kampf. Über fünf Runden zog er seinen Plan durch: Druck von vorne, Takedowns im richtigen Moment, und im Stand konnte Murphy kaum saubere Treffer landen.
Am Ende stand ein klarer Punktesieg auf den Karten der Ringrichter – und das war noch untertrieben. Wer die Statistiken gesehen hat, wusste: Movsar Evloev hat hier einen Mann auseinandergenommen, der selbst als Top-Ten-Kämpfer kam. Für mich war das die Vorstellung eines Mannes, der nicht länger warten will.
Was hinter den Kulissen durchsickerte
Und dann das, was danach passiert ist. Ihr habt die Gespräche im Backstage gehört? Normalerweise halten sich die Verantwortlichen bei solchen Kämpfen ja ein bisschen bedeckt, aber nach diesem Evloev-Sieg war die Ansage aus der Führungsetage glasklar: Das ist ein Titelanwärter. Punkt. Er hat in den letzten Jahren 18 Kämpfe in Folge gewonnen, ist immer noch ungeschlagen, und jetzt hat er mit Murphy einen legitimen Top-Contender weggeputzt. Wenn das nicht nach einer Titelchance schreit, weiss ich auch nicht.
Für mich steht fest: Die Diskussion über Movsar Evloev als ewig Zweiten ist vorbei. Das hier sind nicht mehr die Zeiten, wo man sich mit knappen Punktentscheidungen durchmogeln muss. Er hat in London gezeigt, dass er bereit ist, das Zepter im Federgewicht zu übernehmen. Die Frage ist jetzt nur noch:
- Kriegen wir den Fight gegen den Sieger von Topuria vs. Holloway?
- Oder kommt noch ein kurioser Matchmaking-Schachzug, bei dem er gegen einen anderen Veteranen antreten muss?
- Eins ist sicher: Keiner in der Top 5 will sich dieses Matchup freiwillig antun.
Ich persönlich hab Bock auf das, was kommt. Movsar Evloev ist endlich in der Pole Position, und wenn er so weitermacht, dann sehen wir vielleicht schon im Herbst einen neuen Champion. Die UFC London war sein Meisterstück. Jetzt müssen nur noch die Matchmaker den nächsten Schritt gehen. Was meint ihr? Passt auf euch auf und bis zum nächsten Event!