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Voodoo Jürgens kündigt neues Album "Gschnas" an: Der Wiener Poet und sein viertes Meisterwerk

Kultur ✍️ Hans Mayer 🕒 2026-03-18 12:04 🔥 Aufrufe: 2
Voodoo Jürgens kündigt neues Album Gschnas an

Wer in Wien lebt, kommt an ihm nicht vorbei. Und wer gutes Liedgut schätzt, erst recht nicht. Voodoo Jürgens, der Dichter mit der rauchigen Stimme und den Geschichten direkt aus dem Wiener Untergrund, meldet sich zurück. Diesmal mit einem neuen Album, das den verheißungsvollen Namen „Gschnas“ trägt. Wer das Glück hatte, es schon zu hören, nickt wissend: In der Branche munkelt man bereits, es wird sein viertes Meisterwerk in Folge.

„Gschnas“ – mehr als nur ein Wort

Der Titel ist Programm. Gschnas, das wienerische Wort für Maskerade, für Tamtam, aber auch für etwas, das nicht ganz ernst zu nehmen ist – genau das ist die Welt von Voodoo Jürgens. Er spielt mit Rollen, mit Klischees, mit der Seele der Stadt. Und trotzdem, oder gerade deshalb, ist jedes seiner Lieder so wahr wie ein Wetterbericht im April. Das neue Werk verspricht genau diese Mischung: tiefgründige Texte, die einen zum Lachen bringen, während man innerlich weint, und Melodien, die sich sofort ins Ohr fräsen.

Was Fans erwarten können:

  • Wiener Schmäh pur: Voodoo Jürgens bleibt sich treu und singt auf Wienerisch – aber so, dass es jeder versteht, der Ohren hat zu hören.
  • Geschichten von nebenan: Von der Stammbeiz ums Eck bis zur nächtlichen U-Bahn-Station – seine Figuren sind überall.
  • Diese unverwechselbare Stimme: Rauchig, brüchig, aber immer voller Seele. Ein Klang wie ein guter Zweierlei.

„Fußballspiele sind für mich nicht gesund“

Aber Voodoo Jürgens wäre nicht Voodoo Jürgens, wenn er nur über Musik reden würde. Der Mann hat auch eine Meinung zum runden Leder. Bei einem Bier hat er neulich gestanden: „Fußballspiele sind für mich nicht gesund.“ Und das kann man verstehen, wenn man ihn kennt. Er zuckt bei jedem Zweikampf mit, leidet mit seiner Mannschaft, flucht wie ein Rohrspatz – als wäre er selbst am Platz. Für ihn ist das kein entspanntes Sonntagsvergnügen, sondern ein Nervenkrieg. Aber genau diese Leidenschaft, dieses sich-Einlassen, das ist es doch, was ihn als Künstler ausmacht. Ob am Mistplatz oder im Stadion: Voodoo Jürgens ist immer mittendrin, nie nur dabei.

Das neue Album „Gschnas“ wird diesen Herbst erscheinen, und man darf gespannt sein, welche Geschichten er diesmal aus dem Hut zaubert. Wenn man den ersten Kritiken glauben darf – und warum sollte man nicht –, dann steht fest: Der Mann kann einfach kein schlechtes Album machen. Er ist und bleibt der heimliche König des Wienerlieds, auch wenn er selbst das nie zugeben würde. Dafür ist er viel zu bescheiden, zu bodenständig. Oder wie man in Wien sagt: a ganz a Lieber.

Also: Ohren auf und reinhören, wenn „Gschnas“ erscheint. Es wird ein Fest für alle, die ehrliche Musik lieben – und vielleicht sogar für die, die Fußball auch nicht so gesund finden.