Nintendo Switch 2: Jetzt bringt der Handheld-Modus so richtig Dampf – Zeit für eure alten Lieblingsspiele
Nintendo hat es wieder getan, oder? Gerade denkt man, die neue Switch 2 hätte alle ihre Tricks gezeigt, lassen sie still und leise ein Software-Update fallen, das die Art zu spielen grundlegend verändert. Das gestrige Update auf Firmware-Version 22.0.0 war nämlich nicht nur wieder so eine "allgemeine Verbesserung der Systemstabilität". Tief in den Patchnotes versteckt findet sich das Feature, von dem wir nicht wussten, dass wir es so dringend brauchen: Einen waschechten Handheld-Modus-Boost für Switch 1-Titel.
Was steckt eigentlich hinter diesem 'Boost'?
Einfach gesagt: Wenn ihr den Schalter umlegt, behandelt eure Switch 2 eure alten Spiele so, als ob sie in der Dockingstation stecken – und das, während ihr es euch auf der Couch gemütlich macht und im Handheld-Modus zockt. Das bedeutet, dass ihr die höheren Taktraten und die extra Leistung freischaltet, die normalerweise dem Fernseher vorbehalten sind. Die Pixel auf dem brillanten 1080p-Display der Konsole werden so richtig scharf gestellt. Wir reden hier von knackigerer Bildqualität, stabileren Bildraten und einem völlig neuen Leben für euren Spiele-Rückstau.
Ich hab seit dem Update Doom Eternal richtig gevögelt, und der Unterschied ist wie Tag und Nacht. Es ist scharf, flüssig und sieht endlich aus wie die Dämonen-schlachtende Power-Maschine, die es immer sein sollte – selbst wenn ihr nicht am Strom hängt. Diese optische Aufwertung ist so gut, dass man echt zweimal hinschaut.
So entfesselt ihr die Power (und es ist kinderleicht)
Nintendo hat dieses Feature jetzt nicht gerade auf dem Startbildschirm gepusht, also müsst ihr ein bisschen buddeln. Hier ist der schnelle Weg ins Gamer-Paradies:
- Schritt 1: Geht im HOME-Menü auf Systemeinstellungen.
- Schritt 2: Scrollt runter und wählt System aus.
- Schritt 3: Sucht und wählt Nintendo Switch Software-Handhabung.
- Schritt 4: Stellt die Option Handheld-Modus-Boost auf 'Ein'.
Und das war's schon. Einmal angeschaltet, wird der Boost bei jeder kompatiblen Switch 1-Software angewendet, die ihr im Handheld- oder Tischmodus startet. Ihr könnt natürlich jederzeit zurückgehen und es wieder ausschalten, wenn euch danach ist.
Der Haken? Der Akku, logisch.
Natürlich gibt's nichts umsonst. Wenn ihr die Konsole unterwegs zwingt, im stromhungrigeren Modus zu laufen, dann saugt das garantiert den Akku leer. Wenn ihr eine lange Zugfahrt nach Wien vor euch habt, solltet ihr den Boost vielleicht auslassen, um die kostbaren Stunden zu strecken. Es ist ein einfacher Trade-off: Bildqualität versus Spielzeit.
Nintendo hat auch einen kleinen Disclaimer dabei: Weil das System denkt, es sei gedockt, können manche Bildschirmhinweise ein bisschen durcheinanderkommen – zum Beispiel, wenn euch gesagt wird, ihr sollt die Joy-Con 2 abnehmen, was ihr ja offensichtlich nicht könnt. In meinen Tests war das eine kleine Marotte, die das Spielen aber nicht stört. Der Touchscreen könnte bei manchen Titeln auch mal zicken, aber das ist ein kleiner Preis für den Leistungsschub.
Mehr als nur ein Boost
Version 22.0.0 kann aber noch mehr. Sie poliert auch GameChat auf, mit besserer Bildschirmfreigabe-Qualität und der Möglichkeit, Freunde einfach in einen Chat zu ziehen, selbst wenn sie noch nicht ganz mit den Einstellungen fertig sind. Ihr könnt jetzt private Notizen auf den Profilen eurer Kumpels hinterlassen (praktisch, um den Überblick zu behalten, wer wer in eurem Raid-Team ist), und es gibt neue Videowiedergabe-Funktionen in den News und im eShop.
Also, dann legt mal los. Schaltet eure Switch 2 an, holt euch das Update und schnappt euch eure verstaubte Breath of the Wild-Modul. Ihr werdet vielleicht das Gefühl haben, es wie zum ersten Mal zu spielen. Ist die optische Aufwertung den extra Akkuverbrauch auf dem täglichen Arbeitsweg wert? Ich mein', ja, safe, oder?