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UEFA Champions League: Sporting Lissabon feiert irres 5:3-Comeback gegen Bodø/Glimt

Sport ✍️ Kai Müller 🕒 2026-03-17 23:11 🔥 Aufrufe: 1

Was für eine Nacht in Lissabon! Wenn man dachte, man hätte in der UEFA Champions League schon alles gesehen, dann legen die Portugiesen gestern Abend noch einen drauf. Der Sporting Clube de Portugal machte das Achtelfinal-Rückspiel gegen die norwegische Überraschungsmannschaft Bodø/Glimt zu einem echten Fußball-Krimi. Nach der 1:3-Hinspielniederlage in Norwegen standen die Gastgeber mit dem Rücken zur Wand – und lieferten eine Antwort, die man so schnell nicht vergessen wird.

Spielszene Sporting Lissabon gegen Bodø/Glimt

Ein Spektakel für die Geschichtsbücher

Schon nach wenigen Minuten brannte die Luft. Sporting-Trainer Rúben Amorim hatte seine Mannschaft auf Betriebstemperatur gebracht, und die "Löwen" stürmten, als gäbe es kein Morgen. Doch Bodø/Glimt, das in dieser Saison schon so viele Favoriten geärgert hatte, zeigte sich zunächst unbeeindruckt. Drei Tore Rückstand aus dem Hinspiel – für die Skandinavier eine beruhigende Führung. Zu beruhigend, wie sich herausstellen sollte. Denn was dann im Estádio José Alvalade passierte, war schlichtweg verrückt.

  • Die Wende: Nach einem frühen Elfmeter (12.) und einem Doppelschlag kurz vor der Pause (41., 44.) stand es zur Halbzeit bereits 3:0 für Sporting – damit war der Gesamtrückstand ausgeglichen!
  • Der Schockmoment: Nach dem Seitenwechsel traf Bodø/Glimt völlig überraschend zum 3:1 (58.). Jetzt brauchten die Portugiesen plötzlich zwei Tore.
  • Die Ekstase: Doch Sporting steckte nie auf. Zwei späte Treffer in der Schlussphase (78., 84.) besiegelten den 5:3-Sieg an diesem Abend – und damit den Aufstieg.

Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen. Die Mannschaft von der Alvalade hatte Geschichte geschrieben: Noch nie zuvor war einer portugiesischen Mannschaft ein solches Comeback in der K.o.-Phase der UEFA Champions League gelungen. Und für Bodø/Glimt platzt der Traum vom Viertelfinale auf grausame, aber auch irgendwie bewundernswerte Art. Die Norweger haben in dieser Saison bewiesen, dass sie zurecht in der europäischen Elite mitspielen – und sie werden sicher wiederkommen.

Von 2014 bis 2025: Wenn die Königsklasse ihre eigenen Geschichten schreibt

Solche Nächte erinnern uns daran, warum wir diesen Sport lieben. Wer denkt da nicht an das UEFA-Champions-League-Finale 2014 in Lissabon, als Real Madrid im Stadion des Stadtrivalen Benfica in der Nachspielzeit noch der Ausgleich per Kopf gelang und sie später den Titel holten? Auch wenn Sporting damals nur Zuschauer war – die Magie der Finalstadt Lissabon scheint bis heute zu wirken. Und während wir auf das UEFA-Champions-League-Finale 2025 in München blicken (die Allianz Arena wartet schon), zeigt uns diese Zwischenrunde, dass der Weg dorthin oft spektakulärer ist als das Ziel selbst.

Apropos Zukunft: Die laufende Saison 2025/26 steckt voller Überraschungen. Neben den etablierten Größen wie Real, Bayern oder City mischen junge, wilde Teams wie Sporting und eben Bodø/Glimt ganz vorne mit. Und nicht zu vergessen: Auch die Frauen liefern sich in der UEFA Champions League der Frauen packende Duelle – der Frauenfußball ist längst auf Augenhöhe angekommen, was Spannung und Klasse angeht. Die UEFA hat mit der Reform der Gruppenphase (ab 2024/25) ohnehin für noch mehr Feuer im Wettbewerb gesorgt.

Das Viertelfinale ruft: Wer soll Sporting noch stoppen?

Nach diesem Kraftakt sind die Portugiesen jetzt natürlich der Geheimfavorit vieler Fans. Sie haben gezeigt, dass sie nie aufgeben, dass sie auch gegen defensive Bollwerke (und das war Bodø/Glimt nach der Führung) immer Wege finden. Die Auslosung zum Viertelfinale steigt am kommenden Freitag – mögliche Gegner wären unter anderem der FC Bayern, Real Madrid oder PSG. Egal wer kommt: Diese Sporting-Truppe um Spielmacher Pedro Gonçalves wird kein leichtes Los sein.

Bleibt nur zu sagen: Die UEFA Champions League hat mal wieder geliefert. Wer jetzt schon Fieber bekommen hat, sollte auf jeden Fall dranbleiben – das Viertelfinale verspricht noch mehr Emotionen. Und vielleicht sehen wir ja schon bald das nächste irrwitzige Comeback. Eines ist sicher: In der Champions League ist alles möglich.