Robin Gunningham: Steckt er hinter Banksy? – Jetzt wissen wir (endlich) wer der Street-Art-Star ist
Hast du auch schon einmal vor einem Banksy-Werk gestanden und dich gefragt, wer sich wirklich hinter diesem unverwechselbaren Schablonen-Stil verbirgt? Willkommen im Club. Jahrelang war die Identität des berühmtesten Street-Art-Künstlers der Welt eines der größten Rätsel der Kunstszene. Doch jetzt, nach unzähligen Gerüchten und intensiven Recherchen, verdichten sich die Spuren zu einem Mann: Robin Gunningham. Tauchen wir ein in die Geschichte des Mannes, der vielleicht, ganz vielleicht, Banksy ist.
Wer ist Robin Gunningham?
Bevor wir loslegen: Robin Gunningham ist kein x-beliebiger Typ von der Straße. Er ist ein Künstler aus Bristol, geboren 1973, und wird seit über einem Jahrzehnt mit dem Banksy-Rätsel in Verbindung gebracht. Alles nahm seinen Lauf, als ein Forscherteam einer renommierten britischen Universität 2016 eine ausgeklügelte geografische Profiling-Methode einsetzte, um Banksys Frühwerke zu analysieren. Indem sie untersuchten, wo die Kunst im Verhältnis zu bekannten Adressen und Veranstaltungen auftauchte, fanden sie ein Muster, das perfekt mit den Bewegungen von Robin Gunningham übereinstimmte. Plötzlich war sein Name wieder in aller Munde.
Spuren aus der Vergangenheit
Was die Theorie wirklich untermauert, sind die kleinen, aber vielsagenden Details aus seiner Jugend in Bristol. Hier sind einige Puzzleteile, die für viele perfekt passen:
- Die Schulkameraden: Robin Gunningham besuchte Ende der 80er Jahre die Bristol Cathedral School. Mehrere ehemalige Mitschüler haben seither bestätigt, dass er bereits damals ein talentierter Zeichner und Graffiti-Künstler war. Gerüchten zufolge experimentierte er mit einer Gruppe von Freunden schon lange mit Schablonen, bevor Banksy zur Weltmarke wurde.
- Die Massive Attack-Connection: Banksy hat mehrfach mit der Trip-Hop-Gruppe Massive Attack zusammengearbeitet, die ebenfalls aus Bristol stammt. Sänger Robert "3D" Del Naja ist selbst ein ehemaliger Graffiti-Künstler, und viele haben sich gefragt, ob die beiden sich kennen. Rate mal, wer ebenfalls in diesem Umfeld aufwuchs und Del Naja kannte? Genau – Robin Gunningham.
- Der Flüchtige vor den Autoritäten: In einem seltenen Interview (oder besser gesagt, mit einem hingeworfenen Papierflieger) hat Banksy selbst angedeutet, dass er Robin heißen könnte. 2020 tauchte in Reading ein kryptisches Werk auf, und Leute, die mit der Handschrift von Robin Gunningham vertraut sind, glauben, seine Arbeit zu erkennen.
Warum ist er immer noch anonym?
Obwohl internationale Medien und unabhängige Investigativ-Journalisten den Spuren gefolgt sind und 2017 sogar ein Foto eines Mannes auf Jamaika gemacht haben, den sie als Robin Gunningham identifizierten, hat er selbst nie etwas bestätigt. Und vielleicht ist genau das das Geniale daran. Banksy hat seine gesamte Mythologie um die Anonymität herum aufgebaut. Sie verleiht seiner Kunst Freiheit. Ohne ein Gesicht bleibt die Botschaft im Vordergrund – und genau das will er so.
Die Vorstellung, dass Robin Gunningham der Mann hinter Werken sein könnte, die für zig Millionen verkauft werden, während er selbst immer noch unbehelligt durch eine Straße in Bristol schlendern oder in einem Pub ein Bier genießen kann, ist ja auch irgendwie reizvoll. Es ist in etwa so absurd wie der Gedanke, dass Darth Vader eigentlich ein lieber Vater ist, der nur eine Umarmung braucht.
Was nun?
Also, ist Robin Gunningham Banksy? Höchstwahrscheinlich, ja. Aber es sei denn, er setzt sich eines Tages mit einer neuen Schablone und einer Tasse Kaffee ins österreichische Frühstücksfernsehen, werden wir wohl nie eine 100-prozentige Bestätigung bekommen. Bis dahin können wir weiter in seiner Kunst nach Hinweisen suchen, uns fragen, ob das nächste Wandgemälde vielleicht in Wien auftaucht, und bei dem Gedanken schmunzeln, dass der berühmteste Künstler der Welt vielleicht ein ganz normaler Typ aus Bristol ist. Ein Typ namens Robin Gunningham.