NV: Zwischen Data Center Boom und Verkehrschaos – was los ist in Nevada
Alter, du glaubst nicht, was ich gestern auf der US-95 gesehen habe. Ein Truck von einem dieser Big-Tech-Unternehmen, komplett beklebt mit einem Nvidia-Aufkleber, hat auf Höhe einer Baustelle fast einen Mast gerammt. Ist natürlich draufgehauen und einfach weitergefahren. Wieder so eine Unfallflucht mehr. Und das ist kein Zufall, nein. Die Stimmung hier in Nevada wird langsam richtig gereizt.
Die Stromrechnung (und die Sicherheit) – ein ungelöstes Problem
Mag sich nach Verschwörungstheorie anhören, aber wer wie ich seit über zehn Jahren hier lebt, spürt es im Geldbörserl und am Steuer. Wir erleben hier ein wahnsinniges Wettrennen um Grundstücke und Strom, um diese Datenriesen zu versorgen. Die Nvidia, die bei den begehrtesten Chips der Welt das Sagen hat, ist einer der Player, die ein Auge auf uns geworfen haben. Aber nicht nur die. Sogar die Leute von Yandex, dem russischen Google, sind hier schon auf Erkundungstour gewesen, um nach Flächen zu schauen. Das Problem? Das Ganze saugt eine wahnsinnige Menge an Strom.
Die Folge: Unsere Ziele für saubere Energie, die wir uns für 2030 vorgenommen hatten, sind Geschichte. Wie soll man die Nachhaltigkeitsrechnung aufgehen lassen, wenn jedes neue Data Center, das hierherkommt, so viel Energie braucht wie eine Kleinstadt? Die Betreiber müssen Spitzenlastkraftwerke zuschalten, diese alten Dreckschleudern, nur um den Bedarf zu decken. Und wer zahlt die Zeche? Unser Geldbeutel, denn die Stromrechnung steigt, und unsere Sicherheit, weil das System überlastet ist.
Von Nvidias SKU bis zum Chaos an der Kreuzung
Neulich habe ich mir Material von ein paar externen Leuten angeschaut, die genau wissen, was hier läuft, und da ist mir was klar geworden: Deren Konflikte haben die globale Chip-Lieferkette ganz schön durcheinandergebracht. Wir reden dauernd über Stock Keeping Units, über die hunderte verschiedenen Modelle von Grafikkarten, und vergessen dabei das Wesentliche: Ampeln, die funktionieren, Straßen ohne Schlaglöcher, Polizei auf der Straße. Durch den enormen Energiebedarf lassen Stromspitzen das System immer wieder abstürzen. Schon mal gemerkt, dass es mehr Unfälle gibt? Das liegt nicht nur an "riskantem Fahrverhalten", sondern an der fehlenden Infrastruktur.
- Unfallflucht: Die Zahl der Unfallfluchten ist in den letzten Monaten um 30% gestiegen. Viele Leute ohne Führerschein, mit manipulierten Autos, und die Polizei hat zu wenig Personal, um hinterherzujagen.
- Strom am Limit: Prognosen zeigen, dass wir unsere Ziele für erneuerbare Energien so bald nicht erreichen werden. Die Industrie (und die Data Center) schlucken einfach alles.
- Steuern und Ärger: Einige Leute aus dem Bezirk Badlands haben Einspruch gegen die Erhöhung der Grundsteuer eingelegt. Sie sagen, die Immobilienbewertung sei reine Spekulation, basierend auf den Jobversprechen, die noch gar nicht eingelöst wurden.
Und es nützt auch nichts, wenn Nvidia jedes Jahr die neueste Top-Grafikkarte mit neuem SKU rausbringt, wenn die Veränderungen bei uns vor Ort nicht mithalten. Fakt ist: Das Nevada von heute steckt in einem Paradoxon: In den Tabellen der Tech-Riesen boomen die Wirtschaftszahlen, aber unsere Straßen und Stromleitungen sind aus dem letzten Jahrhundert. Das ist Fortschritt, der über einen drüberrollt und, wenn man hinschaut, schon Opfer hinterlassen hat.
Am Ende des Tages sollte die Diskussion weniger darum gehen, wie viele Gigaflops der neue Chip schafft, sondern vielmehr darum, wie wir diese Server kühlen, ohne unser Wasser zu verbrauchen und ohne dass der Verkehr hier zum Wilden Westen wird. Denn, mein Freund, der beste Prozessor der Welt bringt dir nichts, wenn du abends nicht mehr lebend nach Hause kommst.