Felipe Melo rastet aus: dringt auf Baustelle ein, beschimpft Bauarbeiter und landet in der Barra bei der Polizei
Der ehemalige Mittelfeldspieler Felipe Melo – ja, genau der mit der sprichwörtlich kurzen Zündschnur – ist wieder einmal ausgerastet. Diesmal spielte sich die Szenerie des Tumults jedoch nicht auf dem Rasen ab, sondern in einer Luxuswohnanlage in Barra da Tijuca. Was ein gewöhnlicher Arbeitstag auf der Baustelle hätte sein sollen, endete mit einem Polizeieinsatz, nachdem der auch unter seinem vollen Namen Lucas Felipe Melo Neves bekannte Fußballer das Gelände betrat und auf die Bauarbeiter losging. Nachbarn filmten Teile des Handgemenges, und die durchgesickerte Audioaufnahme ist einfach nur sprachlos machend.
Laut Aussagen von Personen, die den Vorfall hautnah miterlebten, hielt Felipe Melo den Baustellenlärm einfach nicht mehr aus und beschloss, die Sache auf seine Art zu regeln: Er betonte die Baustelle brüllend, ignorierte die Bauarbeiter, die nur ihrer Arbeit nachgingen, und fing an, alle zu bedrohen. "Gleich passiert was, gleich passiert was!", entfuhr es dem Ex-Profi in einem Ausschnitt der Audioaufnahme, die unter den Bewohnern kursiert. Die Situation eskalierte schnell, und Felipe Melo soll sich auch noch mit einer Nachbarin gestritten haben, die zu schlichten versuchte.
Die Frau ließ das nicht auf sich sitzen. Im Gespräch mit anderen Mietern schilderte sie den Schrecken: "Er ist gewalttätig, er ist auf mich losgestürmt." Die Aufregung war so groß, dass die Bauarbeiten sofort gestoppt werden mussten – die Arbeiter, einfach verängstigt, ließen ihr Werkzeug fallen und riefen um Hilfe. Jetzt, zusätzlich zu den Kopfschmerzen mit der Polizei, muss der Ex-Spieler vielleicht auf dem Revier erklären, warum er sich mit Leuten angelegt hat, die nur ihren Job machten.
Stimmungsbarometer des Zoffs
Für diejenigen, die sich an seine Zeit bei Galatasaray oder die Schlägereien auf dem Platz für Palmeiras erinnern, war der Name Welton Felipe (wie er in der Jugendakademie genannt wurde) schon immer ein Synonym für Zündstoff. Aber das Eine ist, es mit einem gegnerischen Stürmer aufzunehmen, etwas ganz Anderes ist es, das Leben von Arbeitern und Nachbarn durcheinanderzubringen. Der Fall sorgt bereits in den Nachbarschaftsgruppen für hitzige Diskussionen und der Ruf des Stars, ein Hitzkopf zu sein, wird dadurch nur noch verstärkt.
- Der Auslöser: Der Lärm der Bauarbeiten in der Wohnanlage, der laut Felipe Melo jede erdenkliche Grenze überschritten hat.
- Die Aktion: Eindringen auf die Baustelle, Geschrei mit den Arbeitern und eine Auseinandersetzung mit einer Nachbarin, die ins Kreuzfeuer geriet.
- Die unmittelbare Folge: Verängstigte Bauarbeiter, informeller Baustopp und die Erstattung einer Anzeige auf dem Polizeikommissariat in der Barra.
Was in den Fluren der Wohnanlage getuschelt wird, ist, dass Felipe Melo wegen eines alten Nachbarschaftsstreits mit der Anwohnerin die Nerven verloren habe und die Baustelle der Arbeiter nur die Bühne für seinen Wutausbruch war. Wie dem auch sei, die Anzeige ist erstattet, und der Ex-Spieler – der bereits das Trikot von Flamengo und der brasilianischen Nationalmannschaft trug – muss nun womöglich vor Gericht die Angeklagten-Kleidung tragen. Die Bauarbeiter, die Armen, wollen nur eines: wieder an die Arbeit gehen, ohne sich von einer Berühmtheit bedrohen zu fühlen.
Jetzt, während sich der Staub (sowohl der von der Baustelle als auch der des Tumults) noch nicht gelegt hat, sind die Bewohner der Barra gespaltener Meinung: Die einen verteidigen, dass Ruhe respektiert werden muss, die anderen finden, dass Felipe Melo weit über das Ziel hinausgeschossen ist. Und Sie, haben Sie die Audioaufnahme schon gehört, die die Runde macht? Die Geschichte wird sicherlich noch für Gesprächsstoff sorgen, und das nicht nur vor Gericht – im Internet hat der Spott schon begonnen.