Carrie Anne Fleming ist verstorben: Erinnerungen an den „Supernatural“- und „iZombie“-Star
Mit einem wehmütigen Gefühl müssen wir die Nachricht überbringen, dass Carrie Anne Fleming im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Für uns, die wir in den letzten zwanzig Jahren das kanadische und amerikanische Fernsehen verfolgt haben, fühlt es sich an, als würde man einen alten Freund verlieren. Sie war eine jener Schauspielerinnen, über die man sich immer gefreut hat, ob in einer Gastrolle oder einer wiederkehrenden Figur. Ich erinnere mich noch genau an das erste Mal, als mir auffiel, wie sie mit einer dieser "Wer ist das?"-Präsenz sofort die Aufmerksamkeit auf sich zog.
Für viele von uns hierzulande ist es die Rolle, die Carrie Anne Fleming in „Supernatural“ gespielt hat, die am tiefsten sitzt. Diese Serie ist für eine ganze Generation ja fast schon heilig, und Fleming hat dem Universum ihren unauslöschlichen Stempel aufgedrückt. Sie spielte Wendy, die raue, aber herzliche Besitzerin des Roadhouses in Staffel 2. Das war keine bloße Statistenrolle; sie verlieh dem Ort eine Seele. Sie wissen schon, der Typ Charakter, der einem das Gefühl von Geborgenheit gibt, selbst wenn die Jäger kurz davor sind, den Verstand zu verlieren. Ihre Unterhaltung mit Dean über seine Mutter – das war einfach Klasse.
Dann kam „iZombie“. Dort konnte sie endlich ihre ganze Bandbreite zeigen. Ich glaube, viele, mich eingeschlossen, dachten zuerst „Aha, das ist doch Carrie Anne Fleming aus ‚Supernatural‘!“, als sie als Dr. Lillian Sutter auftauchte. Aber sie ging so vollkommen in der Rolle auf, dass man das schnell vergaß. Sie war maßgeblich daran beteiligt, die Grundlage der Serie zu schaffen, und verlieh ihr jene Ernsthaftigkeit und Authentizität, die entscheidend dafür waren, dass wir diese verrückte, geniale Prämisse abkaufen konnten. Das war eine dieser Besetzungsentscheidungen, die einfach perfekt waren.
Eine Schauspielerin, die von ihren Kollegen geliebt wurde
Wenn eine Schauspielerin stirbt, kommen zuerst immer die offiziellen Statements. Bei Carrie Anne Fleming war das aber etwas Besonderes. Die persönlichen Erinnerungen strömen von denen herein, die ihr am nächsten standen. Es sind nicht nur Phrasen über eine „fantastische Schauspielerin“. Sie sprechen von ihrer Wärme, ihrem Lachen und davon, dass sie der Kitt war, der das Team am Set zusammenhielt. Einer von ihnen erzählte eine Geschichte, wie sie immer selbstgebackene Kekse zum ersten Drehtag mitbrachte. Das sind die Dinge, die in Erinnerung bleiben. Es bestätigt nur das, was wir als Zuschauer immer gefühlt haben: Dass sie echt war.
In einer Branche, die oft von Hektik und Zynismus geprägt ist, war Carrie Anne Fleming eine Erinnerung daran, dass es bei diesem Handwerk um mehr geht als um Ruhm. Es geht darum, Momente zu schaffen. Sie war eine jener Schauspielerinnen, die alle anderen besser machten. Wenn sie in einer Szene war, hob das die gesamte Produktion. Das ist ein Geschenk, das man nicht lernen kann.
- Die „Supernatural“-Fans werden sie immer als die warmherzige Wendy aus dem Roadhouse in Erinnerung behalten.
- Die „iZombie“-Anhänger würdigen ihre Rolle als die einfühlsame Dr. Lillian Sutter.
- Die Kollegen erinnern sich an ihre Großzügigkeit, ihren Humor und die kleinen, alltäglichen Freuden, die sie am Set verbreitete.
Es fällt leicht, traurig zu sein, wenn jemand so Talentiertes viel zu früh geht. 51 Jahre ist kein Alter. Aber wenn ich auf ihre Filmografie zurückblicke, auf all die kleinen Rollen, die große Serien bereichert haben, bin ich vor allem dankbar. Dankbar, dass sie ihr Talent mit uns geteilt hat. Dankbar, dass wir erleben durften, wie sie eine Brücke zwischen zwei der größten Kultserien unserer Zeit schlug. Und dankbar, dass sie durch ihre Arbeit ein Vermächtnis hinterlässt, das von Wärme, Integrität und einem ehrlichen Handwerk handelt. Ruhe in Frieden, Carrie Anne Fleming. Danke für all die Stunden.